Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi)

Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) Impressum (ein Klick auf Info): Diese Facebook-Seite ist die Netzwerk-Plattform für den tertiären Sek

Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) vertritt als Spitzenorganisation des tertiären Sektors die Interessen von mehr als 20 Branchenverbänden. Das Branchenspektrum erstreckt sich von der Altenpflege bis zur Zeitarbeit. Der Verband spricht für 100.000 Unternehmen mit mehr als 1,5 Millionen Beschäftigten. Die Dienstleistungswirtschaft ist der wichtigste Wirtschaftssektor in Deutschland. Er steht laut OECD für 70 Prozent des Bruttoinlandprodukts und 70 Prozent aller Arbeitsplätze.

19/08/2026

Unsere Datenschutzerklärung können Sie jederzeit auf unserer Webseite einsehen. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an info(at)automatenmarkt.de widerrufen.

Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) hat gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden ein Berlin-Programm e...
19/08/2026

Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) hat gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden ein Berlin-Programm erarbeitet.

Knackpunkte sind die geplanten Enteignungen und die Ausbildungsplatzumlage. Insbesondere die Branchenthemen zeigen, dass auch im Landeswahlkampf bundespolitische Themen zur Debatten stehen. Das Berliner Baumgesetz leistet einen wichtigen Beitrag zum Hitzeschutz. Bei der „Hilfe zur Pflege“ wird deutlich, dass die Versorgungssicherheit in Hinblick auf Pflegeangebote viel stärker von den Ländern – aber insbesondere vom Bund – sichergestellt werden muss. Auch die Bekämpfung des illegalen Glücksspiels muss vom Bund wirksam unterstützt werden. Die organisierte Kriminalität darf sich in Deutschland nicht noch weiter ausbreiten. Bei den branchenübergreifenden Themen zeigt sich, dass es bei den in Berlin ansässigen Unternehmen eine große Unzufriedenheit mit dem zähfließendem Verkehr und dem Mangel an Sauberkeit und Ordnung in der Stadt gibt.

„Alle reden von Sachsen-Anhalt. Es lohnt sich aber die Wahl in Berlin genau zu betrachten. Denn hier droht eine Partei stärkste Kraft zu werden, die auf Enteignungen anstatt auf Marktwirtschaft setzt. Der BDWi zeigt mit seinem Berlin-Programm, dass es auch anders geht,“ erklärt BDWi-Präsident Michael H. Heinz.

Das BDWi-Programm zur Berlin-Wahl finden Sie auch auf Facebook.

https://www.facebook.com/BundesverbandderDienstleistungswirtschaft/posts/pfbid025CNot4kB4cLGCvUTV93WXZqwmPREx9WBDxahKpDn3hb4Y7TguqEUE66k8z7ncxq4l?__cft__[0]=AZbfb0GYskGPIU7jj4ULYGZXW-h-osxl5sj4hFHfYJ4xx6fNhlm0H9MQ-4IDVbXWtS6mVdq9DSBKePgpmNo6NxYoJw4n_4dMtaqGtjkNBJ9UgFv_iHtrMIief7EekRGkdxEVxjKbAJbSzHzpRz1zqWUKWWaPzjkvBaZO1bVUhFTnjvBwsQaI2jCrJsI_dShmEqc&__tn__=%2CO%2CP-R

15/08/2026
Abgeordnetenhauswahl in Berlin – wirtschaftspolitische Forderungen und Vorschläge des Bundesverbandes der Dienstleistung...
07/08/2026

Abgeordnetenhauswahl in Berlin – wirtschaftspolitische Forderungen und Vorschläge des Bundesverbandes der Dienstleistungswirtschaft (BDWi)

Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) vertritt ein breites Spektrum an Branchenverbänden; von der Altenpflege über Tankstellen, Baumschulen, gewerbliches Glücksspiel, Versicherungsvermittler, Inkasso, bis zur Sicherheitswirtschaft. Alle Mitgliedsverbände haben Mitgliedsunternehmen in Berlin. Einige Verbände haben auch einen Berliner Landesverband, bzw. eine Landesgruppe.

Die Berlin Wahl ist für die in der Stadt ansässigen Dienstleistungsunternehmen von großer Bedeutung. Denn die Wirtschaft kann nur erfolgreich sein, wenn die Stadt funktioniert. Eine verlässliche Infrastruktur, eine erfolgreiche Bildungs- und Forschungspolitik, Sicherheit und Ordnung und natürlich eine der Wirtschaft zugewandte Verwaltung; all das und viele weitere Bausteine sind für Unternehmen unverzichtbar. Im Gegenzug sind es die erfolgreichen Unternehmen, die Steuern zahlen und Arbeitsplätze für Berlinerinnen und Berliner bereitstellen.

1. Knackpunkte

Unabhängig von eigener Betroffenheit und der Eintrittswahrscheinlichkeit von Enteignungen und der Ausbildungsplatzumlage ist beides für viele Unternehmen ein rotes Tuch.

Enteignungen bzw. das Vergesellschaftungsrahmengesetz
Eine Gesetzesinitiative des Bundes zur Nichtanwendung des Berliner Vergesellschaftungsrahmengesetzes ist angekündigt. Die Enteignung von Wohnungsbeständen soll untersagt werden.

Wie sollte sich der nächste Berliner Senat – unabhängig vom Engagement des Bundes – zu dem Thema positionieren?

Ausbildungsplatzumlage

Dass die Berliner Ausbildungsplatzumlage scharf geschaltet wird, steht nicht unmittelbar bevor. Hinzu kommt, dass viele Unternehmen aufgrund der Mittelstandsklausel nicht betroffen wären. Dennoch erfährt die Maßnahme breite Ablehnung in der Wirtschaft. Denn die Botschaft an die Unternehmen ist Misstrauen verknüpft mit Mehrbelastung.

Wird die Berliner Ausbildungsplatzumlage Bestand haben?

2. Berliner Branchenthemen

Branchenthemen haben für Unternehmen Vorrang. Denn sie haben unmittelbaren Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg.

Bearbeitungsrückstand der Berliner Sozialämter bei der Hilfe zur Pflege

Pflegeverwaltung und Rechtssicherheit – Pflege ist ein Megathema. Durch monatelange Bewilligungsverfahren in den Sozialämtern und Zahlungsverzug werden aber Leistungserbringer der Pflege in Berlin unzumutbaren Risiken ausgesetzt. Die Verwaltungsreform muss auch hier endlich Wirkung zeigen. Bezirkliche Insellösungen verhindern einheitliche Verfahren und Rechtssicherheit. Hinzu kommen rechtswidrige Praktiken wie befristete Bewilligungsbescheide.

Die Sozialämter arbeiten noch immer weitgehend papierbasiert und erfüllen nicht einmal die Vorgaben des Onlinezugangsgesetzes. Dass sie bis 2026 nicht an die Telematikinfrastruktur angebunden sind, zwingt Leistungserbringer zu doppelter Dokumentation. Das bedeutet mehr Bürokratie, nicht weniger. Auch die elektronische Unterschrift muss schnell eingeführt werden.
Die Anerkennungsverfahren beim LAGeSo dauern zu lange. Ausländische Fachkräfte verlassen Berlin wieder, bevor sie eingesetzt werden können.

Wie will der nächste Berliner Senat sicherstellen, dass Digitalisierung, Rechtssicherheit und Verwaltungsmodernisierung umgesetzt werden?

Fehlregulierung korrigieren – legales Glücksspielangebot stärken

Der Bestand legaler Spielhallen in Berlin wurde in den vergangenen Jahren drastisch reduziert. Gleichzeitig hat sich das illegale Glücksspiel zunehmend ausgebreitet. Damit wurde das Ziel verfehlt, den Spielerschutz zu stärken und die Nachfrage in kontrollierte, legale Angebote zu lenken.

Die fortschreitende Verknappung des legalen Angebots, restriktive regulatorische Vorgaben und die erneute Erhöhung der Vergnügungssteuer setzen die verbliebenen legalen Betriebe zusätzlich unter erheblichen wirtschaftlichen Druck. Je weniger legale und behördlich kontrollierte Angebote zur Verfügung stehen, desto größer ist die Gefahr, dass die bestehende Nachfrage in den illegalen Markt ausweicht. Dort gelten weder verbindliche Vorgaben zum Jugend- und Spielerschutz noch Sperrsysteme, Sozialkonzepte oder technische Sicherheitsstandards.

Wie will Ihre Partei die bisherige Regulierung des gewerblichen Automatenspiels in Berlin korrigieren und ein ausreichendes, wirtschaftlich tragfähiges legales Angebot sicherstellen? Welche Maßnahmen plant sie, um Regulierung, Besteuerung und Vollzug so aufeinander abzustimmen, dass der legale Markt seine Kanalisierungs- und Spielerschutzfunktion erfüllen kann und illegale Angebote wirksam zurückgedrängt werden?

Grüne Stadt der Zukunft

300.000 neue Stadtbäume sollen laut dem jüngst im Abgeordnetenhaus beschlossenen Baumgesetz bis zum Jahr 2040 in Berlin gepflanzt werden. Denn auch in Berlin werden die Sommer immer heißer und trockener. Diesem Trend ließe sich mit mehr Begrünung effektiv begegnen. Parkanlagen, Straßenbäume, Entsiegelungen; zahlreiche Maßnahmen sind denkbar.
Sollte das Baumgesetz in der nächsten Legislaturperiode umgesetzt werden?

3. Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Was beeinflusst die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Berlin? In diesem Bereich werden sich die Themen des BDWi nicht besonders stark von den Forderungen der anderen Wirtschaftsverbände unterscheiden.

Mobilität und Wirtschaftsverkehr

Dienstleister, ambulante Pflegedienste, Handwerksbetriebe, Logistikunternehmen sowie Tankstellen sind auf einen leistungsfähigen und verlässlichen Wirtschaftsverkehr angewiesen. Baustellen, Straßensperrungen, fehlende Koordinierung von Verkehrsmaßnahmen sowie der Wegfall von Stell- und Ladeflächen erschweren die Erreichbarkeit von Unternehmen und führen zu erheblichen wirtschaftlichen Belastungen. Gleichzeitig muss die Mobilitätswende technologieoffen gestaltet werden und sowohl Klimaschutzziele als auch die Bedürfnisse von Wirtschaft und Bevölkerung berücksichtigen.

Wie will der nächste Berliner Senat Mobilitätswende und Wirtschaftsverkehr besser miteinander vereinbaren und die Erreichbarkeit von Unternehmen dauerhaft sicherstellen?

Innenstadt erreichbar halten – Verkehrspolitik aus einem Guss

Mobilitätspolitik muss die unterschiedlichen Bedürfnisse einer Millionenstadt sicher, verlässlich und möglichst konfliktfrei organisieren – nicht Verkehr künstlich erschweren.

In Berlin ist in den vergangenen Jahren ein verkehrspolitischer Flickenteppich entstanden. Veränderte Verkehrsführungen, Baustellen, der Abbau von Fahrspuren und Parkmöglichkeiten sowie lückenhafte Radwege sind häufig nicht ausreichend aufeinander abgestimmt. Die Folgen sind Umwege, Staus, unübersichtliche Situationen und wachsende Konflikte zwischen Auto-, Rad- und Fußverkehr.

Zugleich ist der öffentliche Nahverkehr noch nicht für alle Berlinerinnen und Berliner eine verlässliche und zumutbare Alternative. Dazu gehören neben Pünktlichkeit und Ausfallsicherheit auch funktionierende Anschlüsse und Aufzüge, Sauberkeit, Sicherheit und ausreichende Kapazitäten.

Menschen, die beruflich, gesundheitlich, familiär oder logistisch auf das Auto angewiesen sind, dürfen nicht von gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen werden. Auch für Beschäftigte im Schichtdienst, Gewerbetreibende, Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen sowie Liefer- und Kundenverkehre muss die Innenstadt erreichbar bleiben.

Wie will Ihre Partei eine zusammenhängende Verkehrsplanung sicherstellen, die Auto-, Rad-, Fuß- und öffentlichen Verkehr als Bestandteile eines funktionierenden Gesamtsystems betrachtet?
Wird sich Ihre Partei dafür einsetzen, weitere Einschränkungen des Kraftfahrzeugverkehrs erst nach einer transparenten Prüfung ihrer Auswirkungen und bei Vorliegen leistungsfähiger Alternativen umzusetzen? Welche Maßnahmen plant sie, um den ÖPNV verlässlich, sauber, sicher und komfortabel zu gestalten, durchgängige Radverkehrsverbindungen zu schaffen und zugleich die Erreichbarkeit der Berliner Innenstadt mit dem Auto zu gewährleisten?

Energie- und Mobilitätsinfrastruktur

Tankstellen entwickeln sich zunehmend zu Mobilitäts- und Energiehubs. Neben konventionellen Kraftstoffen werden Ladeinfrastruktur, alternative Kraftstoffe und weitere Mobilitätsangebote bereitgestellt. Der Ausbau dieser Infrastruktur wird jedoch häufig durch langwierige Genehmigungs- und Netzanschlussverfahren verzögert.

Wie will der Berliner Senat Genehmigungs- und Netzanschlussverfahren beschleunigen und den technologieoffenen Ausbau der Energie- und Mobilitätsinfrastruktur unterstützen?

Moderne und leistungsfähige Verwaltung

Eine leistungsfähige Verwaltung ist ein entscheidender Standortfaktor. Unternehmen benötigen schnelle Entscheidungen, digitale Verfahren und verlässliche Bearbeitungszeiten. Noch immer verursachen Medienbrüche, uneinheitliche Zuständigkeiten und lange Genehmigungszeiten erhebliche Belastungen.

Welche Maßnahmen wird der nächste Berliner Senat ergreifen, um Verwaltungsverfahren konsequent zu digitalisieren, Genehmigungen zu beschleunigen und verbindliche Bearbeitungsfristen einzuführen?

Bürokratieabbau und praxistaugliche Regulierung

Unternehmen sehen sich mit einer stetig wachsenden Zahl an Dokumentations-, Nachweis- und Berichtspflichten konfrontiert. Neue gesetzliche Vorgaben sollten frühzeitig auf ihre praktischen Auswirkungen geprüft und möglichst unbürokratisch ausgestaltet werden. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen dürfen nicht unverhältnismäßig belastet werden.

Wie will der nächste Berliner Senat Bürokratie spürbar abbauen und sicherstellen, dass neue Gesetze und Verordnungen künftig einer verbindlichen Praxis- und Mittelstandsprüfung unterzogen werden?

Bezahlbare und sichere Energieversorgung

Eine wettbewerbsfähige Wirtschaft ist auf eine zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung angewiesen. Gleichzeitig müssen die politischen Rahmenbedingungen Investitionen in neue Energieträger und klimafreundliche Mobilitätslösungen ermöglichen, ohne einzelne Technologien einseitig zu bevorzugen.

Wie will der Berliner Senat eine sichere, bezahlbare und technologieoffene Energieversorgung für Unternehmen gewährleisten und Investitionen in die Transformation unterstützen?

Krisenvorsorge und Resilienz der Energieversorgung

Der Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie Ereignisse wie der mehrtägige Stromausfall in Berlin-Köpenick haben die Bedeutung einer resilienten Energieversorgung und funktionierender Versorgungsstrukturen deutlich gemacht. Tankstellen tragen wesentlich zur Sicherstellung der Mobilität von Bevölkerung, Einsatzkräften und Wirtschaft bei und sollten daher bei der Krisen- und Katastrophenvorsorge stärker berücksichtigt werden.

Wie will der nächste Berliner Senat die Resilienz der Energie- und Kraftstoffversorgung stärken und Tankstellen künftig stärker in die Krisen- und Katastrophenvorsorge des Landes einbinden?

Technologieoffene Klimapolitik

Die Erreichung der Klimaschutzziele erfordert Innovationen und Investitionen. Politische Vorgaben sollten technologieoffen ausgestaltet werden und den Unternehmen Spielräume für unterschiedliche Lösungen eröffnen. Klimaschutz und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit müssen gemeinsam gedacht werden.

Wie will der Berliner Senat sicherstellen, dass Klimaschutzmaßnahmen technologieoffen ausgestaltet werden und Investitionen sowie Innovationen fördern, statt bestehende Geschäftsmodelle unnötig einzuschränken?

Öffentliche Sicherheit

Die öffentliche Sicherheit spielt eine wichtige Rolle für die Lebensqualität in Berlin. Sicherheit ist Voraussetzung für einen attraktiven Wirtschaftsstandort. Unternehmen sehen sich zunehmend mit Einbruch, Vandalismus, Diebstahl sowie Übergriffen auf Beschäftigte konfrontiert. Gleichzeitig beeinträchtigen illegale Aktivitäten den fairen Wettbewerb.

Wie will der Berliner Senat Unternehmen wirksamer vor Eigentumsdelikten, Vandalismus und Gewalt schützen und die Bekämpfung illegaler wirtschaftlicher Aktivitäten intensivieren?

Der öffentliche Dienst

Bis zu 7,2 Milliarden, im schlimmsten Fall ist das die Summe, die Berlin an Beamte nachzahlen muss. Auch grundsätzlich belasten Zahlungsverpflichtungen aus Pensionszusagen für Beamte den Berliner Haushalt in Zukunft immer stärker. Insgesamt beschäftigt das Land Berlin 230.000 Mitarbeiter im öffentlichen Dienst. Die Verwaltungsreform ist ein Erfolg des amtierenden Berliner Senats.

Wo besteht Spielraum für Berlin, um die Kosten des öffentlichen Dienstes spürbar zu reduzieren? Sollte in Berlin in Zukunft weniger verbeamtet werden?

Vergaberecht

Eine ausreichende Zahl von Anbietern bei öffentlichen Ausschreibungen – und zwar auch kleine und mittlere Unternehmen – die in punkto Qualität und nicht nur um den niedrigsten Preis konkurrieren.

Was muss der nächste Berliner Senat dafür in Angriff nehmen?

Integration in den Arbeitsmarkt

Viele Unternehmen in Berlin leiden nicht nur unter Fach- sondern auch unter Arbeitskräftemangel.

Wie können in Berlin Zuwanderer und Flüchtlinge besser in den Arbeitsmarkt integriert werden?

Zeitgleich zum Koalitionsausschuss der Bundesregierung fand in Berlin die Mitgliederversammlung vom Bundesverband der Di...
02/07/2026

Zeitgleich zum Koalitionsausschuss der Bundesregierung fand in Berlin die Mitgliederversammlung vom Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) statt. Die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung zog sich als roter Faden durch alle Bestandteile der Veranstaltung. Diese begann mit Berichten zur Arbeit des Verbandes und endete mit einer politischen Stadtrundfahrt im „ZEIT-ZU-WENDEN-BUS“ der INSM - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Bei der lebhaften Diskussion mit der Hauptstadtjournalistin Laura Block von Table.Briefings konnten die Teilnehmer ein Blick hinter die Kulissen des politischen Berlins werfen. Gastgeber der Mitgliederversammlung war der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), bei dem sich BDWi-Präsident Michael H. Heinz ganz herzlich bedankte.

Der BDWi hat auch im letzten Jahr zahlreiche politische Gespräche für seine Mitglieder organisiert, auf Bundes- und Landesebene und auch mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments. Schwerpunktthema des Verbandes war die Reform der sozialen Sicherungssysteme. Hierzu wurde u.a. ein Konzept mit den Mitgliedsverbänden erarbeitet. Im Februar erfolgte der Umzug der Geschäftsstelle in die Albrechtstraße 10c.

Im Gespräch mit Laura Block erfuhren die Teilnehmer, wie sich die Medienwelt im politischen Berlin gewandelt hat. Die Bedeutung von Newslettern und Podcasts hat zugenommen. In beiden Kategorien ist Table.Briefings stark vertreten. Der eigene Anspruch ist, immer wieder exklusive Geschichten erzählen zu können. Voraussetzung für jede Geschichte ist, dass sie aus verschiedenen Quellen bestätigt werden können. Diskutiert wurde natürlich auch über die individuelle Leistung der Koalitionspartner.

Diese Debatte wurde anschließend im „ZEIT-ZU-WENDEN-BUS“ der INSM - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft fortgesetzt. Stephan Einenckel, Leiter Public Affairs der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), hatte zahlreiche Anekdoten zu den politischen Sehenswürdigkeiten parat und interviewte zeitgleich BDWi-Präsident Heinz und Bundesgeschäftsführer Ralf-Michael Löttgen.

Die 12:00 Uhr Regel für Tankstellen in der Praxisbetrachtung, die Erfassung von Arbeitszeit, der Wirtschaftsfaktor Pfleg...
24/06/2026

Die 12:00 Uhr Regel für Tankstellen in der Praxisbetrachtung, die Erfassung von Arbeitszeit, der Wirtschaftsfaktor Pflege und die Auswirkungen von ESG und CSRD auf die Geschäftsbeziehungen von Banken und Mittelständlern; so die Themen im BDWi-Gespräch mit Daniel Bettermann MdB. Er ist Beauftragter für Handwerk und Mittelstand der SPD-Fraktion im Bundestag. An dem Gespräch, dass an eine langjährige Tradition mit Bettermanns Vorgängerinnen und Vorgängern anknüpft, nahmen Vertreter des BDWi teil. Bundesgeschäftsführer Ralf-Michael Löttgen hat moderiert.

Tankstellen – 12:00 Uhr Regel + Programmzuschnitt auf den Mittelstand

Danial Kaddik, Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband Freier Tankstellen (bft), erläuterte die Auswirkungen der 12:00 Uhr Regel auf mittelständische Tankstellen. Die Betreiber würden die maßgeblichen Preisinformationen erst kurz vor 12:00 Uhr erhalten. Es sei eine Herausforderung, individuell die Preise zu ändern. Hinzu kämen Probleme mit Schnittstellen, weil die vollständige Abrechnung und Preissetzung erst beim Bezahlvorgang erfolgt. Die Regelung sei nicht vom Mittelstand her gedacht, kritisierte Kaddik. Das sei auch oft bei Förderprogrammen der Fall.

Versorgungsmangel in der Pflege verschärft Fachkräftemangel

Alexander Mühle, Referent für politische Kommunikation beim Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), erläuterte die Auswirkungen des Fachkräftemangels in der Altenpflege. Dieser verursache einen Versorgungsmangel, der wiederum dazu führt, dass pflegende Angehörige gezwungen sind, ihre Arbeitszeit zu reduzieren, bzw. ihre Beschäftigung aufzugeben, und so dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen. Das verschärft den Fachkräftemangel in der Gesamtwirtschaft. Ein zusätzlicher Aspekt bei der Lösung des Fachkräftemangels sei die Einführung einer Kompetenzvermutung für ausländische Pflegekräfte.

Bettermann stimmte zu, eine Kompetenzvermutung würde insbesondere bei Menschen, die qualifiziert einwandern, ein Stück weit helfen.

Recht auf ein Basiskonto für Unternehmen

Thomas Breitkopf, Präsident des Bundesverband Automatenunternehmen (BA), kritisierte die zunehmende Kontoverweigerung gegenüber legal tätigen Unternehmen. In seiner Branche aber auch vermehrt aus anderen Branchen, wird zunehmend berichtet, dass Banken ESG- und Compliance-Richtlinien als Argument nutzen, um Geschäftsbeziehungen mit legalen Glücksspielunternehmen einzuschränken oder zu beenden. Dies führt dazu, dass Betreiber von Spielhallen und Gastronomiebetrieben trotz langjähriger und verlässlicher Geschäftsbeziehungen den Zugang zu grundlegenden Finanzdienstleistungen wie Geschäftskonten, verlieren. Der Präsident des BA fordert einen gesetzlichen Anspruch auf ein Basiskonto.

Arbeitszeiterfassung

Dr. Berthold Stoppelkamp, Geschäftsführer beim Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW), wies auf die Herausforderung der Anforderungen bei der Erfassung von Arbeitszeit hin. Einige kleinere Unternehmen würden diese noch mit Schichtbüchern bewerkstelligen. Er sprach sich nachdrücklich dafür aus, auf Zusatzbürokratie zu verzichten.

Bettermann antwortete, dass es eine digitale Lösung geben werde. Es müsse ausreichend sein, wenn Unternehmen digital dokumentieren. Bei geeigneten Schnittstellen könnten dann Behörden direkt auf Daten zugreifen. Er appellierte an die Wirtschaft, in die digitale Transformation zu investieren.

Bundesgeschäftsführer Löttgen dankte Herrn Bettermann im Namen aller Beteiligten für den ausführlichen Austausch. Beide Seiten wollen den als sehr konstruktiv empfundenen Dialog fortsetzen.

Eine zu hohe Tabaksteuer gefährdet den Einzelhandel  Die Bundesregierung hat bekanntgegeben, dass sie von der Einführung...
28/05/2026

Eine zu hohe Tabaksteuer gefährdet den Einzelhandel

Die Bundesregierung hat bekanntgegeben, dass sie von der Einführung einer steuerfreien Entlastungsprämie für Beschäftigte Abstand nimmt. Gleichwohl besteht das Bundesfinanzministerium weiterhin darauf, die Tabaksteuer deutlich anzuheben. Auch darüberhinausgehende Anhebungen werden immer wieder aus dem politischen Raum eingefordert.

Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) lehnt die Anhebung der Tabaksteuer ab. Bereits heute wird jede fünfte – in Deutschland gerauchte – Zigarette nicht versteuert. Das ergeben Abfalluntersuchungen in Müllsortieranlagen, die das Marktforschungsinstitut Ipsos regelmäßig durchführt. Bei den unversteuerten Zi******en handelt es sich nicht ausschließlich um Schmuggelware. Denn bis zu 4 Stangen können über EU-Grenzen nach Deutschland eingeführt werden. Und in Polen sind Zi******en nur halb so teuer wie in Deutschland.

Mit einer spürbaren Anhebung der Tabaksteuer steigt der Anreiz unversteuerte Ta******en zu erwerben. Das bleibt für kleine Einzelhändler, Lotto-Annahmestellen und Tankstellen – insbesondere im ländlichen Raum – nicht folgenlos. Denn Ta******en machen einen wichtigen Teil des Umsatzes aus. Hinzu kommt, dass für Unternehmen die Kosten – u.a. in Folge des Mindestlohnanstiegs – deutlich gestiegen sind.

„Die Tabaksteuer jetzt anzuheben, ist kein kluger Schachzug. Bereits heute wird jede fünfte in Deutschland gerauchte Zigarette nicht versteuert. Dieser Anteil wird ansteigen. Das geht auch zu Lasten des Einzelhandels, und zwar insbesondere im ländlichen Raum. Ta******en sind eine wichtige Produktkategorie und wenn die daraus erzielten Einnahmen deutlich zurückgehen, werden sich viele Standorte nicht mehr rechnen“, erklärt BDWi-Präsident Michael H. Heinz.

„Die Bundesregierung sollte von einer Erhöhung der Tabaksteuer Abstand nehmen. Der Staat muss endlich mit seinen enormen Steuereinnahmen auskommen, anstatt bei jedem Problem als erste Maßnahme neue Steuererhöhungen zu beschließen“, fordert Heinz.

Mitglieder des Bundesverbandes der Dienstleistungswirtschaft trafen mit dem fachpolitischen Sprecher für Arbeit und Sozi...
08/05/2026

Mitglieder des Bundesverbandes der Dienstleistungswirtschaft trafen mit dem fachpolitischen Sprecher für Arbeit und Soziales der CSU im Bundestag, Peter Aumer MdB, zu einem Gespräch zusammen. Vor dem Hintergrund der Seeon-Beschlüsse berichteten die Verbandsvertreter über aktuelle arbeitsmarkt- und sozialpolitische Themen aus ihren Branchen. Es ging um Altenpflege, Tankstellen und gewerbliches Glücksspiel. BDWi-Bundesgeschäftsführer Ralf-Michael Löttgen moderierte das Gespräch.

Altenpflege

Axel Schnell, Leiter der Bundesgeschäftsstelle des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), machte deutlich, wie wichtig die Versorgungssicherheit in Hinblick auf flächendeckende Altenpflegeangebote für den Arbeitsmarkt ist. Diese sei aber laut einer Mitgliederbefragung des bpa gefährdet. Das führe dazu, das sich Betroffene unfreiwillig aus dem Arbeitsmarkt zurückziehen oder ihre Arbeitszeit reduzieren, weil sie Angehörige pflegen müssen. Eine Ursache für den Rückgang des Angebots sei die verspätete Zahlung der „Hilfe zur Pflege“ durch viele Kommunen. Deutschlandweit liegen die Schätzungen für die Rückstände bei insgesamt 500 Millionen Euro.

Tankstellen

Daniel Kaddik, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands freier Tankstellen (bft), erläuterte, wie bedeutsam die Mitarbeiter für die Tankstellen sind. Die Personalkosten machen bis zu 65 Prozent der Gesamtkosten aus. Dementsprechend wirken sich Steigerungen der Lohnzusatzkosten aus. Die Arbeit an einer Tankstelle ermögliche häufig einen niedrigschwelligen Zugang zum Arbeitsmarkt. Der bft unterstütze insbesondere eine Reform der strengen Arbeitszeitregeln und befürworte eine steuerliche Förderung von Überstunden. Problematisch für die Branche sei – insbesondere in wirtschaftsschwachen Regionen – der hohe Mindestlohn und auch die damit verbundene Bürokratie. Das führe u.a. zu verkürzten Öffnungszeiten.

Gewerbliches Glücksspiel

Andy Meindl, Vorsitzender des Bayerischen Automaten-Verbandes, und Simone Storch, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Automatenunternehmen (BA), wiesen auf die anstehende Regulierung der Spielverordnung durch das Bundeswirtschaftsministerium hin. Es sei wichtig, das gewerbliche Automatenspiel wieder attraktiver zu machen. Denn das Problem sei, dass die legalen Anbieter in der Konkurrenz mit illegalen Anbietern stehen. Diese setzen sehr erfolgreich nicht zugelassene Geräte ein. Das hat zur Folge, dass Arbeitsplätze und Steuern im legalen Sektor verlorengehen.

Fazit

Die Teilnehmer dankten Aumer für den gelungenen Austausch. Es wurde vereinbart, den Kontakt auch weiterhin zu pflegen.

„Am Sonntag wird in Rheinland-Pfalz auch über die wirtschaftliche Zukunft des Landes entschieden. Darum ist es wichtig, ...
19/03/2026

„Am Sonntag wird in Rheinland-Pfalz auch über die wirtschaftliche Zukunft des Landes entschieden. Darum ist es wichtig, dass sich Unternehmerinnen und Unternehmer sowie ihre Mitarbeiter an der Wahl beteiligen. Die Wahl ist viel mehr als ein Fingerzeig Richtung Berlin oder Brüssel. Vielmehr wird darüber entschieden, ob die nächste Landesregierung genug Rückenwind haben wird, um den Unternehmen im Land attraktive Standortbedingungen anbieten zu können“, erklärt BDWi-Präsident Michael H. Heinz.

„In unserer Stellungnahme gehen wir auf alle Themen ein, die für die Wirtschaft relevant sind. Eine Forderung möchte betonen. Rheinland-Pfalz sollte sich mit seinem Klimaziel am Bund orientieren und das Landesklimaschutzgesetz novellieren. Ein Festhalten an dem Ziel früher klimaneutral zu werden, würde das Land und die neue Landesregierung vor große Herausforderungen stellen. Diese würde das Ziel nur dann erreichen, wenn sie priorisiert. Das bedeutet zum einen der massive Einsatz von Ressourcen, die dann aber nicht für andere Anwendungsbereiche – zum Beispiel für die Förderung der Wirtschaft – zur Verfügung stehen. Die Alternative ist Regulatorik. Das würde aber die Wirtschaft im Land gegenüber Unternehmen an anderen Standorten benachteiligen“, so Heinz.

Hier finden Sie die vollständige Stellungnahme des BDWi.

https://www.bdwi-online.de/positionen/stellungnahmen/stellungsnahmen/landtagswahl-in-rheinland-pfalz-wirtschaftspolitische-forderungen-und-vorschlaege-des-bundesverbandes-der-dienstleistungswirtschaft-bdwi-1209

Hohe Spritpreise – Bundesregierung trägt MitverantwortungDer Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) fordert ...
12/03/2026

Hohe Spritpreise – Bundesregierung trägt Mitverantwortung

Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) fordert die Bundesregierung auf, sich ihrer Verantwortung für die hohen Kraftstoffpreise zu stellen. Zugleich spricht sich der Verband für eine Stärkung der freien Tankstellen aus. Diese machen rund 20 Prozent der Tankstellen in Deutschland aus und sichern Wettbewerb am Kraftstoffmarkt.

„Im Superwahljahr mit zahlreichen Landtagswahlen erleben wir wieder reflexartige Forderungen nach staatlichen Eingriffen wie einer Spritpreisbremse. Die Debatte über angeblichen Preismissbrauch geht jedoch an der eigentlichen Ursache vorbei. Mehr als die Hälfte des Kraftstoffpreises entfällt auf Steuern und Abgaben. Die Bundesregierung hat es daher selbst in der Hand, die Belastung für Verbraucher zu senken – etwa durch eine Anpassung der Energiebesteuerung“, erklärt BDWi-Präsident Michael H. Heinz.
Freie Tankstellen spielen nach Ansicht des Verbandes eine zentrale Rolle für den Wettbewerb. Sie sind überwiegend mittelständisch geprägt und sorgen dafür, dass der Markt nicht allein von großen Mineralölkonzernen bestimmt wird.

Gleichzeitig werde es für kleine und unabhängige Unternehmen immer schwieriger, wirtschaftlich zu arbeiten. „Steigende Kosten, ein hoher Mindestlohn, immer mehr Bürokratie und hohe Steuern setzen gerade mittelständische Betriebe unter Druck. Wenn Wettbewerb am Kraftstoffmarkt erhalten bleiben soll, müssen die Rahmenbedingungen für freie Tankstellen und andere kleine Gewerbetreibende verbessert werden“, so Heinz.

Statt kurzfristiger Eingriffe plädiert der Verband für strukturelle Lösungen. Eine Reform der Energiebesteuerung könne nicht nur Verbraucher entlasten, sondern auch den Markthochlauf klimafreundlicher Kraftstoffe unterstützen. Aus Sicht des BDWi sollte die Energiesteuer für CO₂-neutrale Kraftstoffe – etwa aus grünem Strom oder nachhaltigen flüssigen Kraftstoffen wie HVO – auf das europäische Mindestniveau gesenkt werden. Zudem brauche es für globale Krisenzeiten einen klaren und planbaren Mechanismus, der extreme Energiepreisbelastungen abfedert.

Andernfalls drohe eine stärkere Marktkonzentration zugunsten großer Konzerne – mit entsprechenden Folgen für Wettbewerb und Preise.

Adresse

Friedrichstraße 149
Berlin
10117

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Organisation Kontaktieren

Nachricht an Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) senden:

Verknüpfungen

Teilen