21/08/2026
Der Berliner Norden wächst und steht vor Herausforderungen / Die Berliner Morgenpost hat die Parteien gefragt, wie sie diese angehen wollen. Auszüge vom Artikel Diese Probleme muss Pankow lösen / Laura Wagener
Pankow Am 20. September wählt Berlin. Dann wird sich zeigen, wer in Pankow in den kommenden Jahren die Entscheidungen trifft. Das Thema Wohnen ist eines der drängendsten Probleme in Pankow. Mit mehr als 420 000 Menschen ist der Bezirk der einwohnerstärkste Berlins. Und er wird weiter anwachsen: Die Stadt plant den Bau von neuen Quartieren, teils mit Tausenden Wohnungen. Gleichzeitig sorgen sich viele Menschen, dass sie sich die Mieten nicht mehr leisten können. Aktuell werden für Neuvermietungen Preise von 16,97 Euro pro Quadratmeter (Median) aufgerufen.
Aus Sicht der CDU benötigt der Bezirk eine Verkehrsplanung, die Innenstadt und Außenbezirke gemeinsam denkt. Die Partei plädiert für den Bau der U10 vom Alexanderplatz über Weißensee in Richtung Karow und Buch. Die U2 und U9 sollen verlängert werden. Die Tram 12 soll vom Pasedagplatz bis zum Bahnhof Pankow ausgebaut werden, die M2 über Heinersdorf bis zum Blankenburger Pflasterweg. Ortsteile am Stadtrand sollen durch die Reaktivierung der Heidekrautbahn sowie Buslinien besser mit S- und U-Bahn verbunden werden. Außerdem setzt die CDU auf Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen, Ladepunkte und geordnete Flächen für E-Roller. Und fordert einen Autobahnanschluss an die A10 an der Bucher und Karower Chaussee.
Die CDU fordert mehr Personal und Schutzwesten sowie Bodycams für den Außendienst des Ordnungsamts. Die Ordnungsamt-App soll zum gängigen Instrument für Bürger werden, um Meldungen abzugeben. Im Ortsteil Buch soll eine Polizeiwache entstehen. Angsträume wie Bahnhöfe und Unterführungen will die Partei regelmäßig auf ihre Sicherheit und Beleuchtung hin überprüfen. Auch Videoüberwachung soll zum Einsatz kommen. Öffentlichen Drogenkonsum und handel will die Partei stärker kontrollieren.