23/06/2026
Zwei Tage bevor sich die Ministerpräsident*innenkonferenz mit möglichen Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss befasst, haben wir heute ein deutliches Signal in den Bundestag getragen: Fast 139.000 Menschen fordern, den Unterhaltsvorschuss nicht einzuschränken.
Die große Unterstützung für die Petition fand auch im Bundestag Gehör: Übergeben wurde sie an Truels Reichardt, den zuständigen Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion. Zusammen mit ihm nahmen Saskia Esken, Vorsitzende des Familienausschusses des Deutschen Bundestages, und Felix Döring, Mitglied des Familienausschusses, die Petition entgegen.
Für viele Alleinerziehende ist der Unterhaltsvorschuss eine unverzichtbare Unterstützung. Die Reform von 2017 hat dazu geführt, dass deutlich mehr Kinder erreicht werden. Die Zahl der Kinder, die Unterhaltsvorschuss erhalten, hat sich seitdem nahezu verdoppelt.
Kinder dürfen nicht die Leidtragenden von Sparmaßnahmen sein. Wer keinen Unterhalt von einem Elternteil erhält, muss auch künftig auf verlässliche Unterstützung zählen können.
Statt Kürzungen braucht es Verbesserungen: Der Unterhaltsvorschuss muss alle betroffenen Kinder weiter erreichen. Außerdem muss die Bundesregierung ihre Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag umsetzen und den Unterhaltsvorschuss stärken, indem das Kindergeld nur noch zur Hälfte bei der Leistungshöhe berücksichtigt wird.
Vielen Dank an alle 139.000 Menschen, die unsere Petition unterstützt haben!
VAMV
Fotos von Lonsky / i.A.v. Campact