04/06/2019
Wir sprachen gestern mit David Kordon über das liberale Konzept zur Wohnungs- und Obdachlosigkeit für Berlin. FDP Fraktion Berlin und FDP Berlin arbeiten inzwischen an der Umsetzung des Konzepts.
Die wichtigsten Punkte:
Eine Berliner Strategie für ein Berlin-Problem
Im Moment verfolgt jeder Bezirk seine eigenen Ansätze, staatliche Unetrstützung muss an mehreren Stellen beantragt werden. Wir wollen eine zentrale Koordinierung von Hilfsangeboten sowie unkomplizierte und einfache Antragstellung bei einer Stelle. Auch private Eigentümer sollen in einbezogen werden und Wohnungen zur Verfügung stellen können.
Housing first
Wer keine Wohnung hat, bekommt zuerst eine Unterbringung, bevor weitere Probleme, wie Sozialhilfe, Arbeitssuche und eventuelle Sucht oder psychologische Betreuung in Angriff genommen werden.
Bauen, Bauen, Bauen
Wer Wohnraum will, muss Wohnraum schaffen. Kommunale Wohnungsunternehmen sollen mehr Wohnungen als kurzfristige Hilfe bereithalten, das Angebot von Trägern erhöht werden. Innovative Wohnkonzepte sollen preiswertes, beispielsweise gemeinschaftliches Wohnen ermöglichen. Für Engpässe müssen schnelle Lösungen, wie modulare Unterkünfte verfügbar sein.
Sichere Unterbringung
Besonders Frauen, Jugendliche und Familien brauchen spezielle Unterkünfte. Die Unterbringung in vielen bestehenden Übernachtungsmöglichkeiten wird u. A. aus Sicherheitsgründen von den Betroffenen oft nicht angenommen.