22/01/2024
⚠️ Ärztekammer warnt vor Lidocain i.o.
Es ist eine der ersten Konsequenzen aus Lönnes Tod:
Seit dem Dezember 2022 warnt die Bundesärztekammer davor, Lidocain i.o. einzusetzen, um Kindern Schmerzen zu nehmen.
Um dieses Ziel zu erreichen, solle man bei einem intraossären Zugang stattdessen auf Morphin, Esketamin oder Fentanyl zurückgreifen.
❌ Dieser Einsatz von Lidocain bei Kindern sei „abzulehnen, da der Wirkstoff wegen seiner unberechenbaren systemischen Wirkung gefährlich sein kann“.
Genau das war bei Lönne Ratzow passiert: Der Notarzt dosierte das Lidocain fast drei mal höher als damals für ein Baby empfohlen. Er gab es über den i.o.-Zugang, es wirkte nicht lokal betäubend, sondern „systemisch“, gelangte in den Blutkreislauf. Lönne hörte auf zu atmen.
Der ärztliche Berater von Familie Ratzow hatte im Laufe Ermittlungen zur Lönnes Tod der Arzneimittelkommission einen entsprechenden Hinweis gegeben.
Bundesärztekammer (2022): „Intraossäre Gabe von Lidocain zur Schmerztherapie bei pädiatrischen Patienten – eine nicht sachgerechte, potenziell gefährliche Off-Label-Empfehlung“. https://cutt.ly/Lido-BAEK