15/05/2025
In der Auseinandersetzung mit der NS-Zeit nimmt die Behördenforschung breiten Raum ein. Angestoßen von der Debatte um das Auswärtige Amt wurden in den letzten fünfzehn Jahre nahezu alle Bundesministerien und obersten Bundesbehörden auf die Frage hin geprüft, wie sie mit der eigenen institutionellen und personellen Belastung umgingen. Eine Zentralstellung im bundesdeutschen Ministeriengeflecht nimmt dabei das Bundeskanzleramt ein, dessen Vergangenheitspolitik das Institut für Zeitgeschichte München/Berlin und das Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in einem mehrjährigen Forschungsprojekt untersucht haben.
Am Montag, den 2. Juni, ergibt sich mit der Vorstellung des jetzt erschienenen Bandes „Das Kanzleramt. Bundesdeutsche Demokratie und NS-Vergangenheit“ zugleich die Möglichkeit, eine Bilanz dieser Behördenforschung zu ziehen.
Alle Infos 👉 https://blog.sbb.berlin/termin/das-kanzleramt/
///
Research into public authorities plays a major role in the examination of the N**i era. Initiated by the debate surrounding the Federal Foreign Office, almost all federal ministries and supreme federal authorities have been scrutinised over the last fifteen years with regard to how they dealt with their own institutional and personnel burdens. The Federal Chancellery occupies a central position in the network of German ministries. The Institute of Contemporary History Munich/Berlin and have analysed its past policy in a multi-year research project.
On Monday, 2 June, the presentation of the recently published volume "Das Kanzleramt. Bundesdeutsche Demokratie und NS-Vergangenheit" (The Chancellery. Federal German Democracy and the N**i Past) will also provide an opportunity to take stock of this research into the authorities.
More infos about the event 👉 https://blog.sbb.berlin/termin/das-kanzleramt/
Bild/Image: Cover „Das Kanzleramt. Bundesdeutsche Demokratie und NS-Vergangenheit“ von Jutta Braun, Nadine Freund, Christian Mentel, Gunnar Take, Wallstein Verlag, 2025.