AWO Bundesverband

AWO Bundesverband Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) gehört zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege. Impressum: www.awo.org/impressum.html Wo finde ich Stellenangebote?

Unsere Leitsätze:

Wir treten für Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz ein. Diese Grundwerte des frei-heitlichen demokratischen Sozialismus bestimmen unser Handeln. Wir unterstützen Menschen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, und fördern ein demokratisches Zusammen-leben in Solidarität und Achtung vor der Natur. Wir sind ein unabhängiger und eigenständiger Mitgliederv

erband. Auf Grundlage unserer Werte streiten wir gemeinsam mit Mitgliedern, Engagierten und Mitarbeitenden für eine solidarische und gerechte Gesellschaft. Wir streiten für eine demokratische Gesellschaft in Vielfalt und begegnen allen Menschen mit Respekt. Wir finden uns mit Ungleichheit und Ungerechtigkeit nicht ab. Der demokratische Sozialstaat ist verpflichtet, Ausgleich zwischen Arm und Reich herzustellen. Wir bieten soziale Dienstleistungen mit hoher Qualität und Wirkung für alle an. Staat und Kommunen tragen die Verantwortung für die soziale Daseinsvorsorge. Wir arbeiten professionell, inklusiv, interkulturell, innovativ und nachhaltig. Das sichern wir durch die Fachlichkeit unserer Mitglieder, Engagierten und Mitarbeitenden. Wir verpflichten uns als Mitgliederverband, als sozial-wirtschaftliches Unternehmen und als Interessenverband, unseren Werten entsprechend zu handeln. Indem wir unsere Grundsätze transparent darstellen, machen wir sie zum Maßstab unserer Arbeit. Häufig gestellte Fragen:

Ich brauche Hilfe. Wo finde ich Beratung in der meiner Nähe? Die AWO betreibt in ganz Deutschland Einrichtungen sowie Hilfsangebote in den Bereichen: Pflege- und Senior*innen, Erziehungs- und Familienberatung, Schwangerschafts(konflikt)-Beratung, Schuldner*innen-Beratung, Hilfe bei häuslicher Gewalt, Krebsberatung, Beratung für Jugendliche, Suchtberatung, Beratung für Migrant*innen, Mutter-Vater-Kind-Kuren sowie Straffälligenhilfe. Beratungen in Ihrer Nähe finden Sie über unsere Webseite: www.awo.org/einrichtungsdatenbank

Ich möchte mich bei der AWO bewerben. Offene Positionen aller AWO Einrichtungen bundesweit inklusive des AWO Bundeverbandes sowie die Möglichkeit sich online zu bewerben, finden Sie über unsere offizielle AWO Stellenbörse www.awo-stellenboerse.de

Ich habe ein Anliegen betreffend einer AWO Einrichtung und möchte mich beschweren. An wen kann ich mich wenden? Für Beschwerden können Sie sich an unser Beschwerden-Management unter [email protected] wenden. Bitte geben Sie dabei den Gegenstand der Beschwerde, die betreffende Einrichtung oder Person und ggf. weitere Details an, die für die Bearbeitung wichtig sein können.

Mit diesem Entwurf gießt die Bundesregierung Öl ins Feuer eines Pflegesystems, das Menschen arm macht und Pflege zum Lux...
04/06/2026

Mit diesem Entwurf gießt die Bundesregierung Öl ins Feuer eines Pflegesystems, das Menschen arm macht und Pflege zum Luxus. Er löst keine der bestehenden Herausforderungen, verschlechtert aber die Situation für alle, die betroffen sind: Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und beruflich Pflegende:

❗ Kinder sollen wieder die Pflege ihrer Eltern zahlen – weil der Staat sich aus der Verantwortung ziehen will.

❗ Für die Pflegegrade 2 und 3 sollen höhere Hürden gelten – wer die entsprechende Unterstützung braucht, aber nicht mehr in die Pflegegrade kommt, dem werden de facto Leistungen gekürzt.

❗ Die Rentenansprüche für pflegende Angehörige sollen gekürzt werden – dabei tragen sie zwei Drittel (!) der Pflege in Deutschland und sind schon jetzt von Armut und Burnout bedroht.

❗ Leistungszuschläge für Menschen im Pflegeheim soll es erst nach einem längeren Zeitraum in der Einrichtung geben – wenn viele der zum Einzug hochalten Betroffene von den Zuschüssen nichts mehr haben.

❗ Vier Jahre lang soll die Verpflichtung zur tariflichen Bezahlung für Pflegekräfte ausgesetzt werden – für Berufe, die sowieso mit schwierigen Bedingungen und fehlender Anerkennung kämpfen.

Das bestehende Defizit ist auch Ergebnis einer langjährigen Praxis, gesamtgesellschaftliche Aufgaben über die Pflegekassen zu finanzieren. Der Bund muss die Milliarden zurückgeben, die der Pflege entzogen wurden. Langfristig führt kein Weg an einer solidarischen Pflegevollversicherung vorbei, die Menschen wirklich absichert.

Eine Reform, die kürzt statt stärkt, verfehlt ihren Auftrag, ist nicht tragfähig und kostet perspektivisch mehr. Die Frage ist nicht, ob wir uns den Sozialstaat noch leisten könnten, sondern ob die Politik mutig und bereit ist, Wege zu gehen, um ihn zu erhalten!

Weil jedes Ankommen eine Chance verdient. ❤️Seit bald einem halben Jahrhundert begleiten wir Menschen beim Ankommen - be...
02/06/2026

Weil jedes Ankommen eine Chance verdient. ❤️

Seit bald einem halben Jahrhundert begleiten wir Menschen beim Ankommen - bei Behördenangelegenheiten, bei Fragen, in Krisen, auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Leben.

Als die ersten Gastarbeiter*innen aus der Türkei nach Deutschland kamen, brachten sie nicht nur ihre Arbeitskraft mit – sie brachten ihre Träume, ihre Hoffnung und ihren Mut.
Wir sind stolz darauf, sie von Anfang an mit begleitet zu haben. Deutschland war schon damals ein Einwanderungsland und ist es nach wie vor. Daran ändert auch eine zunehmend inhumane, abschottende und Europarecht brechende Migrationspolitik nichts. Migrationssozialarbeit muss bleiben - für Inklusion und Vielfalt, aber auch für jeden einzelnen Menschen, der hier ankommt. Gegen Spaltung, für ein solidarisches Miteinander. Gestern, heute und morgen. 🤝

Weg vom Schreibtisch, ran an Hammer, Schleifgerät, Malerpinsel und Gartenscheren: Beim Social Day haben unsere Kolleg*in...
22/05/2026

Weg vom Schreibtisch, ran an Hammer, Schleifgerät, Malerpinsel und Gartenscheren: Beim Social Day haben unsere Kolleg*innen aus dem Bundesverband gestern in sieben Berliner AWO-Einrichtungen mit angepackt: Bänke repariert, Gärten sommerfit gemacht und sogar ein Erlebnislabyrinth gebaut. 

Als AWO stehen wir jeden Tag für ganz lebenspraktische Solidarität, konkret vor Ort: in Kitas, Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen, Jugendprojekten und Nachbarschaften überall im Land. Genau diese soziale Infrastruktur steht aber mehr und mehr unter Druck. Während die Politik über Kürzungen, Einsparungen und vermeintliche „Effizienz“ diskutiert, erleben die Menschen in unseren Einrichtungen die eigentliche Realität: steigende Bedarfe, knappe Ressourcen und Fachkräfte, die jeden Tag Unglaubliches leisten. 

Beim Bundesverband kämpfen wir dafür, dass genau diese Perspektiven gehört werden, wo es darauf ankommt: Wir bringen die Stimmen und Expertisen aus der sozialen Praxis in politische Prozesse ein, vernetzen uns dafür mit starken Partner*innen, verschaffen den Forderungen der Menschen Gehör und setzen uns gegenüber Politik und Öffentlichkeit für einen handlungsfähigen Sozialstaat ein. 

Der Social Day hat uns noch deutlicher gemacht, worum es bei diesen Kämpfen geht: um Orte, an denen Menschen Unterstützung, Gemeinschaft und Teilhabe erfahren. Orte, die unsere Gesellschaft zusammenhalten. Orte, so unentbehrlich für uns alle, dass man sie einfach nicht kaputtsparen darf. 

Gestern am Schleifgerät, heute wieder am Schreibtisch – damit soziale Arbeit nicht nur beklatscht, sondern endlich verlässlich abgesichert wird.

Und ein großer Dank an die Einrichtungen: Danke, dass wir vor Ort sein durften und ihr euch trotz eurer vielen und wichtigen Arbeit Zeit für uns genommen habt! ❤️

19/05/2026

Wir gedenken heute einer mutigen Demokratin aus Bocholt.

Jeanette Wolff

Am 19. Mai 2026 jährt sich der Todestag von Jeanette Wolff zum 50. Mal.

Sie wurde 1888 in Bocholt geboren. Sie war Sozialdemokratin, Frauenrechtlerin, Gewerkschafterin, bekennende Jüdin, Mitbegründerin der Arbeiterwohlfahrt – und eine Frau, die schon vor 1933 den Mut hatte, den Nationalsozialisten offen die Stirn zu bieten.

Von ihr ist der Satz überliefert:

„Wenn man sich gegen den Misthaufen wehren will, muß man die Mistgabel richtig ansetzen.“

Das war Jeanette Wolff: klar, unerschrocken, kämpferisch. Keine Frau der leisen Andeutungen, sondern eine Demokratin mit Haltung. Eine Frau, die früh erkannte, welche menschenverachtende Gefahr vom Nationalsozialismus ausging – und die nicht schwieg, als Schweigen bequemer gewesen wäre.

Die Nationalsozialisten verfolgten sie politisch und antisemitisch. Sie wurde entrechtet, deportiert und überlebte den Holocaust. Nahezu ihre gesamte Familie wurde ermordet.

Und doch blieb Jeanette Wolff nach 1945 nicht stehen in Schmerz, Verlust und Bitterkeit. Sie wurde wieder aktiv. Sie kämpfte weiter: für Demokratie, für soziale Gerechtigkeit, für jüdisches Leben, für Wiedergutmachung, für die Rechte der Verfolgten und für ein menschliches Miteinander.

Sie war Berliner Stadtverordnete, Bundestagsabgeordnete, Gewerkschafterin und zuletzt stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Für uns als Arbeiterwohlfahrt ist Jeanette Wolff nicht nur eine historische Persönlichkeit. Sie gehört zu unserem Fundament. Zu unserer Geschichte. Zu unserem Auftrag.

Ihr Leben erinnert uns daran: Demokratie lebt nicht von schönen Sonntagsreden. Demokratie lebt von Menschen, die Haltung zeigen. Von Menschen, die widersprechen. Von Menschen, die sich vor andere stellen, wenn Hass, Antisemitismus, Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit wieder lauter werden.

Jeanette Wolff hat gezeigt:
Zivilcourage ist wichtiger als Heldentum.

Gerade heute dürfen wir diese Erinnerung nicht verblassen lassen.

Als AWO stehen wir für Menschlichkeit, Solidarität, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit. Jeanette Wolff hat diese Werte gelebt – unter Bedingungen, die wir uns kaum vorstellen können.

Ihr Mut bleibt.
Ihre Stimme bleibt.
Ihr Vermächtnis bleibt unser Auftrag.

Wir erinnern an Jeanette Wolff.
Eine Bocholterin. Eine Sozialdemokratin. Eine AWO-Frau. Eine große Demokratin.

19/05/2026

Junge Menschen erleben die Schule nur selten als Ort demokratischer Bildung und gelebter Partizipation.

Die SINUS-Jugendstudie 2024 zeigt: Schulen brauchen eine systematisch verankerte demokratische Bildung. Besonders gut gelingt das nachweislich in der Zusammenarbeit von Schulen, politischer Bildung und Sozialer Arbeit.

Um die Reichweite demokratischer Bildung zu erhöhen, setzen Jugendmigrationsdienste seit 2018 bundesweit das Programm „Respekt Coaches“ um. In den vergangenen 8 Jahren leistete das Programm einen der wichtigsten Beiträge zu Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe.

Jetzt soll es eingestellt werden – und das zu einer Zeit, in der Demokratieskepsis auch unter Jugendlichen deutlich zunimmt.

Wem etwas am Zusammenhalt in diesem Land liegt, muss dafür sorgen, dass junge Menschen an möglichst vielen Schulen davon profitieren. Dafür braucht es ein Konzept. Die ersatzlose Streichung des Programms wäre ein Schaden für alle!

„Die fossile Energiekrise macht deutlich: Gerade für Menschen mit wenig Einkommen sind Öl und Gas eine Kostenfalle. Dahe...
18/05/2026

„Die fossile Energiekrise macht deutlich: Gerade für Menschen mit wenig Einkommen sind Öl und Gas eine Kostenfalle. Daher muss die Bundesregierung Wind- und Solarenergie verlässlich weiter ausbauen. Nur so können Strompreise dauerhaft sinken und davon profitieren wir alle. Die große Mehrheit der Menschen in Deutschland will Tempo bei der Energiewende. Gleichzeitig fordern wir eine Absenkung der Stromsteuer für private Haushalte. Das entlastet direkt und macht klimafreundliche Technologien wie Wärmepumpen und E-Autos attraktiver. Ebenso dringend ist eine gezielte Förderung der energetischen Sanierung von Sozialimmobilien. Denn viele soziale Einrichtungen sind energetisch veraltet, verursachen hohe Betriebskosten und belasten damit sowohl Träger als auch Bewohnerinnen und Bewohner.“ , so AWO Bundesvorständin Claudia Mandrysch.

Der Expertenrat für Klimafragen bestätigt, dass die Bundesregierung zu wenig für den Klimaschutz tut. Angesichts der aktuellen Energiekrise wird dieses Zögern zu einem finanziellen Risiko für die Menschen.

15/05/2026

Zwei Jahre Bezahlkarte haben ihre Wirkung verfehlt.

Die Erfahrungen aus der Praxis zeigen deutlich: In ihrer derzeitigen Ausgestaltung bringt die Bezahlkarte weder eine erkennbare Reduzierung des Verwaltungsaufwands für die Behörden noch eine Verbesserung für Betroffene. Stattdessen führt sie zu Diskriminierung, zu erheblichen Problemen im Alltag geflüchteter Menschen und erschwert gesellschaftliche Teilhabe.

Wir fordern: Leistungen müssen so ausgestaltet sein, dass sie den Alltag tatsächlich ermöglichen – nicht zusätzlich erschweren. Dazu gehören insbesondere ein verlässlicher Zugang zu Bargeld, praktikable Zahlungswege und die Möglichkeit, Ausgaben eigenständig zu organisieren.

12/05/2026

Heute ist der Tag der Pflege - und erst am Wochenende hat die Bundesgesundheitsministerin gegenüber der Presse verlautbart, dass wir mit weiteren Einsparungen und Belastungen rechnen müssen - ganz davon abgesehen, dass schon die Krankenkassenreform eine echte Bedrohung für die tarifliche Bezahlung von Pflegekräften ist.

Wir können nicht fassen, dass wir es erneut wiederholen müssen: Pflegekräfte halten unsere Gesellschaft am Laufen, und wir alle werden früher oder später auf Pflege angewiesen sein. Jeden Tag machen Pflegende einen der wichtigsten, anspruchsvollsten Jobs, die man sich vorstellen kann.

Dafür sagen wir: DANKE.

Dank allein reicht aber nicht. Nur wenige Jahre, nachdem "Systemrelevanz" großgeschrieben wurde, erleben wir, dass Tariflöhne gedeckelt, hart erkämpfte Errungenschaften zunichte gemacht werden und Pflegebedürftige weiter belastet werden sollen.

Pflege darf nicht auf eine reine Kostenfrage reduziert werden! Wir brauchen Anerkennung für Pflegende, gute Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte und Tariflöhne, liebe Bundesregierung!

11/05/2026

5.700.000 Menschen in Deutschland sind verschuldet – und das ist kein individuelles Versagen. Wir leben in einer Gesellschaft in der Shopping als Belohnung gilt, in der blinkende Werbung und Pop-ups Bürger*innen zum schnellen Klick verführen und in der Bezahlung auf Rechnung kinderleicht ist. Weitere Risikofaktoren für Überschuldung sind u.a. Krankheit, Trennung oder Arbeitslosigkeit.

Die BAG Schuldenberatung markiert hier den Unterschied: Sie hilft Menschen mit kostenfreien Beratungsangeboten, gibt Orientierung und neue Perspektiven für ein Leben in Würde.

Danke für eure Arbeit BAG und herzlichen Glückwunsch zum 40jährigen Jubiläum!

Die Debatten um ein neues Kita-Qualitätsgesetz sind weiterhin im Prozess … Doch welche Rahmenbedingungen braucht es für ...
11/05/2026

Die Debatten um ein neues Kita-Qualitätsgesetz sind weiterhin im Prozess … Doch welche Rahmenbedingungen braucht es für eine gute und hochwertige Bildung und Betreuung in der Kita? Wir haben mit zwei Expertinnen aus der Praxis gesprochen.

Steigende Anforderungen, wachsende Ungleichheiten und knappe öffentliche Mittel belasten den Alltag in Kitas erheblich. Und obwohl frühkindliche Bildung eine Investition in die Zukunft ist, wird hier weiter gespart.

Das ganze Interview zu Chancen und Herausforderungen in der Kita gibt es unter awo.org

In der Aushandlung zum Kita-Qualitätsentwicklungsgesetz mischen wir mit: Im Bündnis mit GEW - Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und dem KTK Bundesverband setzten wir uns für bessere Rahmenbedingungen in der Kindertagesbetreuung ein. Und fordern bundesweit verbindliche Standards, u.a. gute Personalschlüssel, Leitungsfreistellung sowie mehr Zeit für Fort- und Weiterbildung!

Adresse

Blücherstraße 62/63
Berlin
10961

Telefon

+4930263090

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