BAG ChristInnen bei der LINKEN

BAG ChristInnen bei der LINKEN LINKE Christ*innen sehen die Welt aus der Perspektive der Gedemütigten, Armen und Unterdrückten. Auf ihrer Sitzung am 18. Sie müssen gerecht verteilt werden.

BAG Linke Christinnen und Christen

Bereits im Mai 1990 wurde eine Arbeitsgemeinschaft von Christinnen und Christen in der PDS gegründet. Die Gründung wurde folgendermaßen kommentiert: "Wir konnten uns im Mai 1990 gründen, nachdem die PDS im März ihre neuen Positionen zu Gläubigen, Kirchen und Religionsgemeinschaften dargelegt hatte. Dabei benannte die PDS ihre "Mitverantwortung an einer verfehlte

n Politik der SED, die tragische Schicksale, Benachteiligung, Verdächtigung und ohnmächtige Betroffenheit auslöste". Sie bekannte ihre "Mitschuld an der bisherigen Politik" und bat "die Gläubigen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften um Versöhnung". Die AG ging später ein in die AG Christinnen und Christen bei der Partei DIE LINKE Berlin. Nachdem in einer Reihe von Bundesländern Landesarbeitsgemeinschaften von Christinnen und Christen in der Partei DIE LINKE gegründet worden waren, wurde am 20. Juni 2019 die Bundesarbeitsgemeinschaft LINKE Christen und Christinnen gegründet. Oktober 2019 beschloss sie folgende zehn Thesen ihres Selbstverständnisses:

Linke Christinnen und Christen sehen die Welt aus der Perspektive der Gedemütigten, Armen und Unterdrückten
Linke Christinnen und Christen leisten Widerstand gegen die zerstörerische Herrschaft des Mammons
Linke Christinnen und Christen halten die Religionskritik wach
Linke Christinnen und Christen nehmen die neue Aufmerksamkeit für die Religionen ernst
Linke Christinnen und Christen treten für die Trennung der Kirche vom kapitalistischen Staat ein
Linke Christinnen und Christen denken und handeln aus globaler Perspektive ökumenisch: Soziale und ökologische Gerechtigkeit und ein gutes Leben für alle
Linke Christinnen und Christen halten die Friedensfrage, die soziale Frage und die ökologische Frage zusammen
Linke Christinnen und Christen haben eine Vision
Linke Christinnen und Christen wollen die Spirale der Gewalt durchbrechen, indem sie auf Abrüstung und Deeskalation setzen. Humanität, soziale und ökologische Gerechtigkeit im Erbe von Christen und Linken

Christ sein heißt, für eine andere, eine demokratische, gerechte und friedliche Welt für alle einzutreten. Mit den Gütern auf dieser Welt muss achtsam umgegangen werden. Christen stehen für demokratische Verhältnisse auf der Welt ein, sie stehen für Frieden auf, stellen die Gerechtigkeitsfrage aus der Perspektive der Armen, der Gedemütigten und Kleingehaltenen und stellen die private Verfügung über Land, öffentliche Güter und Produktionsmittel in Frage. Deshalb sind wir als linke Christinnen und Christen demokratische Sozialisten. Deshalb kämpfen wir linken Christinnen und Christen für eine sozial und ökologisch gerechte Politik, die achtsam mit allen Bewohnern der Erde und den Gütern dieser Erde umgeht und Frieden schafft. Die BAG LINKE Christinnen und Christen ist Herausgeberin der mehrmals im Jahr erscheinenden Publikation "micha.links"

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Herzlichen Glückwunsch im neuen Micha.Links zu 100 Jahren BRSD !

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Kriege eskalieren, immer mehr Menschen sterben und statt gegenzusteuern, dreht Merz und seine Regierung weiter an der Aufrüstungsspirale. Milliarden fürs Militär, während im Alltag das Geld für moderne Krankenhäuser, pünktliche Busse und sanierte Schulen fehlt.

Das ist die falsche Richtung. Sicherheit entsteht nicht durch mehr Waffen, sondern durch soziale Gerechtigkeit und Diplomatie.

Wir sagen klar: Schluss mit Aufrüstung und Kriegslogik. Keine Wehrpflicht durch die Hintertür.

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Die Ostermärsche nehmen in diesem Jahr Aufrüstung und Angriffskriege in der Ukraine und im Nahen Osten in den Blick. Bereits am 1. April geht es los.

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Die neue "Micha.Links" zur Zeitenwende in den Kirchen ist da:

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Die Kirchen sind im Visier der AfD. Das kann jeder und jede nachlesen. Den sogenannten "Kirchensteuerkirchen" soll es an den Kragen gehen, im Falle eines Wahlsieges der AfD in Sachsen-Anhalt im September. Das könnte weitreichende Folgen haben, für sehr viele Menschen. Für unser Zusammenleben. Für die Alten und die Schwächeren. Für Kinder und Jugendliche. Für unsere Dörfer - befürchtet Ramón Seliger in seiner MDR-Radioandacht:

In ihrer Freizeit begleiten sie Kinder und Jugendliche.
Sie besuchen alte, kranke und einsame Menschen.
Sie engagieren sich in der Feuerwehr genauso wie im Karnevalsverein und im Fußballclub.
Viele Christinnen und Christen engagieren sich für die Gemeinschaft,
für unser Zusammenleben, für Arme und Schwache in unserer Mitte.

Manchmal ist es der Geburtstagsbesuch bei Oma Erna
Und manchmal der Pfadfinderausflug mit Kindern,
die sich keinen Urlaub leisten können.

Kirchengemeinden sind wichtig für unser Zusammenleben in Stadt und Land.
Damit die Kirche im Dorf bleibt und die Menschen beieinander.
Im Kirchenchor geht es um so viel mehr als nur ums Singen.
Es geht um das Miteinander.
Egal ob Martinsumzug oder Krippenspiel,
ob Frauenkreis oder Jugendarbeit – immer geht es um die Menschen.
Das alles ist Kirche.

Dieses Engagement für unser Zusammenleben soll ein Ende haben:
So zumindest, wenn es nach dem Willen der Partei AfD geht.

In Sachsen-Anhalt plant sie im Falle eines Wahlsieges den Angriff auf die Kirchen.
Im Regierungsprogramm lässt sich das für jeden öffentlich nachlesen.
Alle Gelder sollen den Kirchen gestrichen werden, die für ihre Arbeit wichtig sind:
Die Staatsleistungen, die der Kirche rechtlich garantiert sind.
Die Kirchensteuern, die das Land für die Kirchen einzieht
und wofür die Kirche das Land bezahlt.
Das alles soll gestrichen werden, um der Kirche ihre Grundlage zu nehmen.
Das ist zwar rechtswidrig,
aber es könnte sein, das zählt nicht, wenn endlich das Recht des Stärkeren gilt.
Ein Klageverfahren der Kirche hätte zwar sicher Aussicht auf Erfolg,
aber es würde wohl Jahre dauern
und das – so der perfide Plan - würden die Kirchen nicht überleben.

So sehen sie aus, die Methoden einer Diktatur.
Jetzt geht es den Kirchen an den Kragen,
aber wer wird der Nächste sein?

Fragt sich besorgt Ramón Seliger, Diakonie, Weimar.

📷 epd bild/ Hans-Jürgen Bauer

Adresse

Kleine Alexanderstraße 28
Berlin
10178

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