31/08/2026
-Präsidentin Cornelia Seibeld eröffnete die Ausstellung „Jamin Mikedem – Was Postkarten erzählen – Jüdisches Leben in Mitteleuropa vor 1939“:
„Was nicht rückgängig gemacht werden kann, ist der Verlust eines großen Teils des europäischen Judentums und seiner kulturellen Vielfalt. Umso wichtiger ist es, die Erinnerung an diese Welt zu bewahren – und zugleich das jüdische Leben wahrzunehmen und zu schützen, das heute wieder selbstverständlicher Teil unserer Städte ist.“, betonte sie in ihrer Eröffnungsrede.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen jüdische Ansichtskarten aus dem frühen 20. Jahrhundert. Die Motive aus Böhmen, Österreich und dem deutschsprachigen Mitteleuropa zeigen Synagogen, Marktplätze, Familienfeiern und Alltagsszenen. Die Texte auf den Rückseiten geben persönliche Einblicke in den Alltag der Menschen.
Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt mit Tschechische Botschaft in Deutschland / Velvyslanectví ČR v Německu und der Europäische Akademie Berlin.
Gezeigt wird nicht die Vernichtung, sondern das Leben der Menschen davor – die Vielfalt jüdischen Lebens. Berlin wurde bewusst als Veranstaltungsort ausgewählt, weil von hier aus die Vernichtung der Jüdinnen und Juden Europas organisiert wurde.
Die Ausstellung ist bis zum 11. September in der Wandelhalle des zu sehen.