April 2020 Die Freiwillige Feuerwehr Bescheid wurde am 03. Zuvor gab es eine Pflichtfeuerwehr in Bescheid (1838 wurde jede Gemeinde durch ein Gesetz verpflichtet eine Wehr aufzustellen). Unter dem damaligen Bürgermeister Johanny, der das Amt Beuren mit Sitz in Bescheid leitete, wurde Ernst Weißhaar (Bürgermeisterreiobersekretär) zum Brandmeister und Matthias Wagner (Polizeihauptwachtmeister) zu de
ssen Stellvertreter gewählt. Zu Beginn zählte die Feuerwehr Bescheid 51 aktive Mitglieder, unterteilt in Ordnungsabteilung, Wasserabteilung, Steigerabteilung, Spritzenabteilung, Hornisten und Sanitäter. An Material, das der jungen Wehr zu Verfügung stand mangelte es noch etwas. So gab es in Bescheid, eine Hochdruckleitung mit 4 Atmosphären und 19 Hydranten. Material, eine Aprotzspritze, Fabrikat unbekannt alter 25 Jahre, 14 Eimer, 2 Strahlrohre mit Storzkupplung und 105 Meter Schlauch. Der erste große Brand kam dann 1934 in den Abendstunden, Naurath und Lorscheid wurde hinzu gezogen. Der Brand, wo am meisten gelächelt wurde, geschah 1937/38. Ein Mann aus dem Dorf wollte sich seine Pfeife anzünden, da der Wind jedoch heftig wehte, stellte er sich hinter seinen Heuwagen. Dieser fing dann Feuer und die Kühe gingen mit dem Wagen durch. Sie brachten die Strecke vom heutigen Friedhof bis zur Kirche hinter sich, wo sie gestoppt und ausgespannt wurden. Das Feuer wurde gelöscht. In den Kriegsjahren gibt es nicht viel zu berichten, da alle Unterlagen vernichtet wurden. 1945 ordnete die amerikanische Besatzungsmacht an, das nur noch 11 Männer der Wehr angehören dürfen. Dies wurde in den folgenden Jahren aufgehoben, so das die Wehr wieder wuchs. 1956 bis 1960 wurde die erste Benzin betriebene Pumpe beschafft, eine TS 4/4 und der FFw von der Gemeinde Bescheid überreicht. Diese Pumpe wurde dann beim Brand des Maschinenschuppens 1964 benötigt. Im Brandbericht stand: Brandstiftung, beim herausziehen des Wenders sitzt noch ein Junge auf demselben. Im selben Jahr kamen die ersten Ausgehuniformen (Tuchuniform). 1970 baute die Feuerwehr die alte Viehwaage zum Feuerwehr Haus um. 1974/75 wurde dann eine TS 8/8 beschafft, die kleine TS 4/4 bekam die Damenwehr für ihre Übungen. Im Jahr 1977 wurde ein grosses Feuerwehrfest auf dem damaligen Festplatz (vielen heute bekannt als der alte Spielplatz) ausgerichtet. In den folgenden Jahren ging es etwas ruhiger zu, bis 1988. Die Kameraden hatten durch Ihre Arbeit einen Unimog der Feuerwehr Düsseldorf bekommen. Das gab allerdings nicht nur Lob, sonder auch viele Kritik. Der Unimog wurde zurecht gemacht un ein Jahr später eingewiehen. 1990 dann die Gründung der Jugendfeuerwehr und 1991 die Einweihung des neuen Feuerwehr Hauses. Der Unimog hielt die folgenden Jahre gut durch, bis 2007 das heutige TSF/W beschafft wurde.