11/06/2019
Aufmarsch der Völkermordsleugner*innen an der Uni.
Die türkisch-nationalistische Hochschuldgruppe (ATA- Assoziation Türkischer Akademiker) der Universität Bielefeld lädt für den 11./12.06.2019 zu einem „Bildungseminar“ ein.
Geladener Referent ist Dr. Sahin Ali Söylemezoğlu, der bereits in der Vergangenheit mit seinen Vorträgen negativ an Universitäten aufgefallen ist.
„Es handelt sich bei dem geladenen Redner um den Volkswirt und Freizeithistoriker Sahin Ali Söylemezoğlu, der in der Vergangenheit immer wieder durch Relativierungen des Völkermords an der Armeniern in Erscheinung getreten ist“, so der Studierendenausschuss der Uni Duisburg- Essen.
Im Auftrag des damaligen jungtürkischen Regimes begann am 24. April 1915 im osmanischen Konstantinopel die planmäßige Vertreibung und Vernichtung von Armenier*innen.
Über 1,5 Millionen Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben, deportiert und massakriert.
Nach der türkischen Niederlage im Ersten Balkankrieg 1912, machten sich die Jungtürken zur Aufgabe, das Gebiet von allen "fremdstämmigen" zu "reinigen" und einen rein türkischen Nationalstaat durchzusetzen. Zugleich wollten sie sich an der armenischen Bevölkerung rächen, welche ihnen keine Kriegshilfe leistete und eigenständige Aufstände organisierte.
So begannen die Überfälle auf armenische Dörfer:
Frauen wurden vergewaltigt und verschleppt, Männer wurden enthauptet, Leichen wurden verbrannt und geschändet, Geflüchtete verhungerten und verdursteten.
Zugleich begann die Deportation: Tausende Menschen wurden auf Todesmärsche geschickt. Diejenigen, die die Lager erreichten, von denen viele am syrischen Euphrat lagen, verhungerten dort oder wurden unmittelbar danach getötet.
Ein Völkermord, den die Türkei bis heute leugnet. Es ist offensichtlich, dass die Türkei ein großes Problem mit der historischen Wahrheit hat. Dr. Sahin Ali Söylemezoğlu hat anscheinend ebenfalls ein großes Problem die Wahrheit anzunehmen, stattdessen verdreht er Aussagen, Fakten und Zahlen. Die Zitate renommierter Historiker reißt er komplett aus ihren Zusammenhängen und verdreht so deren Sinn um 180 Grad.
Eine Aufklärungsaktion der:
ghg*ol, YXK, JXK, UniLinks, AG Sol-I, Cafe Exil, Antifa AG
:uniLinks!, Antifa AG an der Uni Bielefeld, AG Sol-I, Hayk Grigoryan, Kano Suryoyo e.V., Armenische Gemeinde Bielefeld E.V.,