Blautopf

Blautopf www.blautopf.de Lage

Der Blautopf liegt am Ostrand der Schwäbischen Alb im Norden der Stadt Blaubeuren, 20 km westlich von Ulm. Am 23.
(1448)

Die Wasserquelle bildet den Abfluss der Blautopfhöhle (früher Blauhöhle genannt) im Blauhöhlensystem sowie der Hessenhauhöhle. Anzeige der aktuellen Werte an der Quelle

Die Schüttung der Quelle ist sehr stark von den Niederschlägen abhängig, sie schwankt zwischen 310 l/s und 32.000 l/s und liegt im Mittel bei 2.300 l/s. Der Blautopf ist in Deutschland nach dem Aachtopf die Quelle mit der höchsten

Schüttung. Durch den hohen Wasserdruck ist im Laufe der Zeit ein trichterförmiger Quelltopf entstanden, der eine Tiefe von bis zu 21 Meter erreicht. Die intensive blaue Wasserfärbung entsteht durch die Lichtstreuung des kalkgesättigten Quellwassers. Legenden

Der Blautopf ist ein Ort der Sagen und Legenden. So wurde die Wasserfärbung einst dadurch erklärt, dass täglich ein Fass voll Tinte hineingeschüttet würde. Im Volksglauben galt der Blautopf als bodenlos. Versuche, mit einem Bleilot die Tiefe zu ermitteln, sollen immer wieder von einer Nixe vereitelt worden sein, die das Gewicht stahl. In Anlehnung an diese Sage gibt es unweit des Blautopfs einen Felsen mit dem Namen „Klötzle Blei“. Und auch ein bekannter schwäbischer Zungenbrecher wird gerne den Kindern in der Umgebung erzählt:

’S leit a Klötzle Blei glei bei Blaubeira,
glei bei Blaubeira leit a Klötzle Blei. Hochsprachlich lautet das in etwa:

Es liegt ein Klötzchen Blei gleich bei Blaubeuren,
Gleich bei Blaubeuren liegt ein Klötzchen Blei. Tatsächlich wurde bereits 1718 nach einer Lotung die Tiefe mit 62½ Fuß (ca. 19 Meter) recht genau angegeben. Die Geschichte Das Stuttgarter Hutzelmännlein von Eduard Mörike gibt diese und andere Sagen in einer Binnenerzählung wieder, eingebettet in die Rahmenhandlung eines Wandergesellen, der über die Alb nach Blaubeuren zieht. Ganz besonders ausführlich wird die Geschichte von der Schönen Lau erzählt, der Tochter einer Menschenfrau und eines Wassernix aus dem Schwarzen Meer, die von ihrem Gemahl, dem Donaunix, in den Blautopf verbannt wurde, weil sie nicht lachen konnte und ihrem Gemahl nur tote Kinder gebar. Sie sollte erst zurückkehren und ein lebendiges Kind gebären, wenn sie fünfmal gelacht hatte. Dabei half ihr die Wirtin des Nonnenhofs. Geologie

Der Blautopf ist eine Karstquelle, was bedeutet, dass hier Wasser wieder an die Oberfläche tritt, das in einem größeren Gebiet versickert ist. Dieses Karstgebiet besitzt nur einen unterirdischen Wasserabfluss, es gibt keine oberirdischen Gewässer. Das Wasser hat im Laufe von Hunderttausenden von Jahren ein großes Höhlensystem geschaffen. Ein Teil des Blauhöhlensystems, die Blautopfhöhle, wurde bis Mitte der 1980er Jahre unter anderem von Jochen Hasenmayer erforscht. September 2006 entdeckten Jochen Malmann und Andy Kücha von der Arbeitsgemeinschaft Blautopf in der Blauhöhle eine riesige Halle, die sie Apokalypse nannten. Während die ersten 1200 Meter der Blauhöhle noch wassererfüllt sind, ist die Apokalypse trocken und stellt mit ihrer Größe (170 m Länge, 50 m Breite, 50 m Höhe) eine Besonderheit in dieser Region dar. Im April 2010 wurde mit einer 17 Meter tiefen Bohrung direkt neben der B 28 zum ersten Mal ein trockener, jedoch nur Höhlenforschern zugänglicher Landweg in das Blautopfhöhlensystem geschaffen[3]. Bei einem Markierungsversuch am 21. April 2012 konnte eine hydraulische Verbindung zwischen der Hessenhauhöhle und dem Blauhöhlensystem nachgewiesen werden. Tauchen im Blautopf

1880 stieg der erste Helmtaucher in den Blautopf. Der Grund wurde erst 1957 von einem Taucher erreicht. Der Einstieg in die Blauhöhle liegt in einer Wassertiefe von etwa 21 Metern und kann deshalb nur von gut ausgebildeten Höhlentauchern befahren werden. Mehrere Tauchunfälle unter Hobbytauchern, darunter auch tödliche, veranlassten die Gemeinde, den Blautopf seit den 1980er Jahren für Taucher zu sperren. Sondergenehmigungen haben Einsatztaucher der Wasserrettung DLRG, VHM München, die Arbeitsgemeinschaft Blautopf der HFGOK (Höhlenforschungsgruppe Ostalb Kirchheim) und eine Gruppe Höhlenforscher um Jochen Hasenmayer. Der letzte schwere Unfall ereignete sich 2003, als ein Mitglied des Hasenmayer-Teams tot geborgen wurde. Das Tauchen im Blautopf spielt eine Rolle in dem Kriminalroman Bienzle und die schöne Lau von Felix Huby, der auch im Rahmen der Fernsehreihe Tatort verfilmt wurde.

19/09/2025

Was wird Deutschlands schönstes Naturwunder 2025? Sie haben die Wahl und die Chance, attraktive Preise zu gewinnen.

unser Blautopf hat die Chance „Naturwunder des Jahres 2025“ zu werden! Die Heinz Sielmann Stiftung und der Deutsche Wand...
18/09/2025

unser Blautopf hat die Chance „Naturwunder des Jahres 2025“ zu werden! Die Heinz Sielmann Stiftung und der Deutsche Wanderverband rufen zur Wahl auf – und der Blautopf ist unter den neun nominierten Naturphänomenen. Bis zum 28. September kann man online für den Blautopf abstimmen.
www.blautopf.de

https://voting.pitmodule.de/m/23cb951ae7ab4e3/galleryunser Blautopf hat die Chance „Naturwunder des Jahres 2025“ zu werd...
17/09/2025

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17/09/2025

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Wie ein Juwel liegt der Blautopf am Fuß der Schwäbischen Alb – eine intensiv türkisfarbene Karstquelle, aus der die Blau entspringt. Was an der Oberfläche märchenhaft wirkt, reicht in ungeahnte Tiefen: Der Blautopf ist Eingang zu einem der größten Höhlensysteme Deutschlands, das teils noch...

Natürlich der BlauTopf
12/08/2025

Natürlich der BlauTopf

Deutschlands Naturwunder des Jahres 2025 wird gesucht, zur Abstimmung dabei ist der Blautopf Blaubeuren 🤩!
Ab JETZT kann für die neun Nominierten online abgestimmt werden.
www.sielmann-Stiftung.de/naturwunder

Welche Landschaft in Deutschland begeistert die Menschen am meisten? Die Heinz Sielmann Stiftung und der Deutsche Wanderverband rufen erneut zur Wahl des „Naturwunders des Jahres“ auf.

Neun Naturphänomene und Sehenswürdigkeiten stehen zur Wahl, die durch ihre außergewöhnliche Schönheit, Einzigartigkeit oder Seltenheit beeindrucken. Die malerischen Landschaften und wertvollen Ökosysteme sind zugleich wichtige Rückzugsorte für seltene Tier-, Pilz- und Pflanzenarten. Sie können entlang der vielfältigen deutschen Wanderwege erlebt und bewundert werden.

12/08/2025

Adresse

Blautopfstraße 9
Blaubeuren
89143

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