Aidshilfe Bochum

Aidshilfe Bochum Das Ziel der Aidshilfe Bochum ist die Kommunikation der Themen HIV und Aids in der Gesellschaft sowie die Solidarität mit Menschen, die mit HIV leben.

Heutzutage sind HIV und Aids auch weiterhin wichtige Themen innerhalb unserer Gesellschaft die stark tabuisiert werden, aus diesen Gründen setzen wir uns für HIV und Aids Patient:innen. Ziel ist eine strukturelle HIV Prävention, die erreichen wir durch Information, Aufklärung, Psychosozialer Beratung und Begleitung, Case Management und einer strukturierten Öffentlichkeits- und Antidiskriminierungsarbeit.

40 Jahre – 40 Aspekte  Teil XVI:Bewährt und aus Tradition gut: Das Frühstück für Menschen mit HIV Es ist zweifelsfrei da...
07/09/2026

40 Jahre – 40 Aspekte Teil XVI:

Bewährt und aus Tradition gut: Das Frühstück für Menschen mit HIV

Es ist zweifelsfrei das älteste kontinuierlich bestehende Angebot der Aidshilfe Bochum: Das Frühstück für Menschen mit HIV.
Seine Geschichte reicht weit zurück. Begonnen hat es im St. Josef-Hospital Bochum, in der interdisziplinären immunologischen Ambulanz. Dort entstand ca. 1998 ein Ort, an dem Menschen mit HIV nicht nur medizinisch versorgt wurden, sondern auch miteinander in Kontakt kommen konnten. Und genau das war der ehrenamtlichen Mitarbeiterin, Petra de Oliveira, besonders wichtig.
Und ja: Am Anfang wurde beim Frühstück auch noch geraucht. Die Zeiten haben sich verändert. Das Frühstück ist geblieben. Die Anwesende müssen nun am FLUID draußen rauchen
Bis heute geht es bei diesem Angebot um weit mehr als Essen und Kaffee. Es schafft einen verlässlichen Raum für Begegnung, Austausch und Gemeinschaft. Menschen mit HIV treffen andere, die ähnliche Erfahrungen kennen. Sie können miteinander reden, lachen, diskutieren oder einfach gemeinsam Zeit verbringen – ohne ihre HIV-Infektion erklären oder rechtfertigen zu müssen. Gerade weil HIV noch immer mit Stigmatisierung verbunden sein kann, sind solche Räume wichtig. Sie können Einsamkeit entgegenwirken und soziale Kontakte ermöglichen. Gleichzeitig ist das Frühstück ein niedrigschwelliger Zugang zur Aidshilfe. Viele Gespräche über Gesundheit, Therapie, soziale Fragen oder persönliche Belastungen entstehen ganz selbstverständlich am Frühstückstisch.
Das Frühstück ist damit nicht nur das älteste kontinuierliche Angebot der Aidshilfe Bochum. Es ist auch ein Stück gelebte Aidshilfe-Geschichte.

40 Jahre – 40 Aspekte  Teil XVOft bescheiden im Hintergrund, aber so wichtig.Aidshilfearbeit bedeutet Beratung, Präventi...
31/08/2026

40 Jahre – 40 Aspekte Teil XV

Oft bescheiden im Hintergrund, aber so wichtig.

Aidshilfearbeit bedeutet Beratung, Prävention, Begleitung und politisches Engagement. Aber damit all das funktioniert, braucht es auch Menschen, die im Hintergrund den Überblick behalten, den Laden sozusagen zusammenhalten.

Eine von ihnen ist Gabi Siegel und damit eine Stellvertreterin für viele Verwaltungskräfte in Aidshilfen.

Seit vielen Jahren ist sie eine wichtige Säule der Verwaltung der Aidshilfe Bochum. Finanzen, Anträge, Abrechnungen, Personal, Organisation und unzählige Fragen des Arbeitsalltags gehören zu ihrem Aufgabenbereich.

Aber Gabis Rolle lässt sich nicht in einer Stellenbeschreibung zusammenfassen.

Sie ist damit nicht nur eine wichtige Ansprechpartnerin für die Verwaltung, sondern auch eine Vertrauens- und Beziehungsperson für viele Menschen in der Aidshilfe. Sie kennt die Geschichte des Vereins, die Strukturen, die Abläufe – und vor allem die Menschen.

Gerade dieses Wissen ist über viele Jahre gewachsen und macht einen Unterschied. Es schafft Verlässlichkeit und Orientierung und trägt dazu bei, dass eine Organisation wie die Aidshilfe Bochum auch in bewegten Zeiten handlungsfähig bleibt. Verwaltungsarbeit ist deshalb weit mehr als Zahlen, Formulare und Fristen. Sie ist ein Stück Organisationsgedächtnis. Und manchmal auch das Wissen, wen man fragen muss, wenn man selbst gerade nicht weiter weiß.

Danke, Gabi – und danke an alle Menschen hinter den Kulissen, die dafür sorgen, dass Aidshilfearbeit jeden Tag funktionieren kann.

40 Jahre – 40 Aspekte Teil XIVDie Entstehung des WIR-Zentrums: ein Quantensprung Die bedeutsamste Organisationsentwicklu...
25/08/2026

40 Jahre – 40 Aspekte Teil XIV

Die Entstehung des WIR-Zentrums: ein Quantensprung

Die bedeutsamste Organisationsentwicklung in der Geschichte der Aidshilfe Bochum war die Mitgründung des WIR – Zentrum für Se****le Gesundheit und Medizin.

Die Initiative dafür ging von der Aidshilfe Bochum aus. Eine Klausurtagung im Mai 2010 war der entscheidende Impuls, eine sektorenübergreifenden Organisationstruktur im Kontext von Sexualität und se****ler Gesundheit aufzubauen. Ausgangspunkt war die Überzeugung, dass se****le Gesundheit nicht allein medizinisch betrachtet werden darf. Beratung, Prävention, medizinische Versorgung und psychosoziale Unterstützung gehören zusammen und sollten besser miteinander verbunden werden.

Gemeinsam mit Partner*innen aus Medizin, Wissenschaft und psychosozialer Versorgung entstand deshalb ein neues, transdisziplinäres Modell. Unterschiedliche Fachrichtungen arbeiten seitdem unter einem Dach zusammen und verbinden ihre jeweiligen Kompetenzen.

Heute verbindet das WIR medizinische Versorgung, Beratung, Prävention, Forschung und Gesundheitsförderung. Menschen finden dort unterschiedliche Angebote und fachliche Ansprechpartner*innen – ohne dass se****le Gesundheit auf eine einzelne Infektion oder Fragestellung reduziert wird. Das WIR steht folglich für einen ganzheitlichen Ansatz se****ler Gesundheit und hat sich zu einem interdisziplinären Kompetenzzentrum für se****le Gesundheit entwickelt.

Die Gründung des WIR-Zentrums zeigt: Aidshilfearbeit bedeutet nicht nur, bestehende Angebote zu sichern. Sie bedeutet auch, neue Strukturen zu entwickeln, wenn die bisherigen nicht mehr ausreichen und den Mut dazu zu haben. Und vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Erkenntnisse. aus 40 Jahren Aidshilfe Bochum: Aus einer Idee wird ein Netzwerk. Aus einem Netzwerk wird ein Ort. Und aus einem Ort entsteht ein neuer Versorgungsansatz.

****leGesundheit ****leVielfalt

40 Jahre – 40 Aspekte Teil XIIIManchmal geht es ums ÜberlebenPsychosoziale Beratung bei der Aidshilfe Bochum bedeutet me...
20/08/2026

40 Jahre – 40 Aspekte Teil XIII

Manchmal geht es ums Überleben

Psychosoziale Beratung bei der Aidshilfe Bochum bedeutet mehr als ein gutes Gespräch. Es geht manchmal ganz basal darum Existenzen zu sichern und Menschen zu helfen zu überleben.

Auch das muss deutlich betont werden: Seit 40 Jahren erreichen wir Menschen, die mit ihren Problemen oft durch mehrere Raster gleichzeitig fallen. Menschen mit HIV, psychischen Belastungen, Armut, Einsamkeit, Sucht, Diskriminierung, unsicheren Lebensverhältnissen oder fehlenden sozialen Bezugsystemen. Menschen, für die bestehende Hilfesysteme oft zu kompliziert, zu hochschwellig oder schlicht nicht erreichbar sind.

Genau hier setzen wir an. Wir hören zu, wenn andere nicht mehr zuhören. Wir bleiben im Kontakt, wenn andere Hilfen längst abgebrochen sind. Wir vermitteln, begleiten, stabilisieren und suchen gemeinsam nach dem nächsten Schritt. Dabei geht es mitunter um einen Antrag, eine medizinische Versorgung oder eine Vermittlung in andere geeignete Beratungsstellen. Manchmal geht es um die Wohnung, die Beziehung, die eigene Sexualität oder den Umgang mit der HIV-Diagnose. Oftmals geht es darum, einen Menschen überhaupt wieder ins Leben zurückzuholen. Tatsächlich kann es dabei einfach ums Überleben gehen.

Psychosoziale Beratung ist deshalb keine zusätzliche Leistung neben der medizinischen Versorgung. Sie kann eine entscheidende Voraussetzung dafür sein, dass Menschen überhaupt Zugang zu Gesundheit, Unterstützung und gesellschaftlicher Teilhabe finden.

Seit über 20 Jahren ist diese anspruchsvolle Arbeit mit dem Wirken von Anja Wollf verbunden. An dieser Stelle gilt es einmal herzlich Danke zu sagen für ihre Ausdauer, ihre Geduld und ihre Fachlichkeit.

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40 Jahre – 40 Aspekte Teil XIIWir sind KooperationsheldenDie Aidshilfe Bochum arbeitet nicht im Alleingang. Seit vielen ...
17/08/2026

40 Jahre – 40 Aspekte Teil XII
Wir sind Kooperationshelden
Die Aidshilfe Bochum arbeitet nicht im Alleingang. Seit vielen Jahren ist sie Teil vielfältiger Kooperationsverbünde landesweit, regional und lokal. Diese Synergien schaffen eine Mehrwert für unsere Arbeit. So ergibt 1+1 nicht 2 sondern schnell eine 4. Erfolgreiche Arbeit entsteht dort, wo unterschiedliche Kompetenzen zusammenkommen. Kooperation bedeutet für uns deshalb mehr als ein gutes Miteinander: Sie ist ein wichtiger Teil unserer Qualitätssicherung und -entwicklung. Im Austausch mit anderen entstehen neue Perspektiven, werden Erfahrungen geteilt und Angebote weiterentwickelt. Kompetenzen ergänzen sich, Ressourcen können gemeinsam genutzt und Synergien geschaffen werden. Und manchmal entsteht aus einer guten Idee im Netzwerk ein konkretes Vorhaben, das allein so nicht möglich gewesen wäre.

Ob in der Zusammenarbeit bei Prävention und Beratung, in der queeren Kulturarbeit, rund um se****le Gesundheit, in der medizinischen Versorgung oder bei politischen und gesellschaftlichen Fragen: Netzwerke schaffen Verbindungen – und machen aus einzelnen Ideen gemeinsame Lösungen.

Gerade in einer komplexen Gesellschaft brauchen wir deshalb keine Einzelkämpfer*innen, sondern starke Kooperationen. Die Aidshilfe Bochum versteht Netzwerkarbeit als Teil ihrer DANN und als Grundlage dafür, neue Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Solidarisches Netzwerken ist dafür unabdingbar.

Auf den Bildern seht ihr beispielhafte Kooperationaspekte:
- die Zusammenarbeit mit der Krisenhilfe anlässlich Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende am 21. Juli
- die Kooperation mit Bochumer Schulen der Gesundheits- und Krankenpflege für eine wirkungsvolle Antidiskriminierungsarbeit im Gesundheitswesen.
- die landesweiten LAGen ´Herzenslust´ und ´XXelle - Frauen und HIV/Aids´ zur Weiterentwicklung des schwulen Präventionsarbeit bzw. Frauen-vernetzungs-arbeit in NRW und Bochum
40 Jahre Aidshilfe Bochum sind auch 40 Jahre Kooperation, Vernetzung und gemeinsames Gestalten. Danke an alle, die mit uns denken, planen, streiten, entwickeln und umsetzen.

Wir brauchen noch ein wenig Geduld bis zum nächsten Frühstück. Im September geht es wieder los.
12/08/2026

Wir brauchen noch ein wenig Geduld bis zum nächsten Frühstück. Im September geht es wieder los.

Diesen Donnerstag kein Frühstück.
04/08/2026

Diesen Donnerstag kein Frühstück.

🎡 Cranger Kirmes – Pink Monday 2026 💗Es ist wieder soweit! 🎉Gemeinsam besuchen wir den legendären Pink Monday auf der Cr...
03/08/2026

🎡 Cranger Kirmes – Pink Monday 2026 💗

Es ist wieder soweit! 🎉

Gemeinsam besuchen wir den legendären Pink Monday auf der Cranger Kirmes – einen Abend voller Begegnungen, Spaß und gelebter Vielfalt.
Komm mit uns über die Kirmes, genieße die besondere Atmosphäre und verbringe einen unvergesslichen Abend in netter Gesellschaft. Egal, ob du zum ersten Mal dabei bist oder schon lange Teil unserer Gemeinschaft bist – du bist herzlich willkommen! ❤️

📅 Montag, 10.08.2026
🕕 Treffpunkt: 18:00 Uhr
📍 Cranger Tor

💗 Gemeinsam sichtbar. Gemeinsam stark. Gemeinsam PositHIV im Pott.

📬 Anmeldung:
✉️ [email protected]

Wir freuen uns auf einen bunten Abend mit euch! 🎡✨



KI-Hinweis: Bild und Teile des Textes dieses Beitrags wurden mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und redaktionell überarbeitet.

27/07/2026

Der brutale Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) am vergangenen Wochenende in Berlin war nicht nur ein Angriff auf Menschen, sondern ein gezielter Angriff auf die Queere Community, auf queeres Leben, auf Sichtbarkeit und auf die Werte einer offenen und demokratischen Gesellschaft. Gerade je...

 40 Jahre – 40 Aspekte Teil XINur mit Moos was losSeit 40 Jahren übernimmt die Aidshilfe Bochum Aufgaben, die für unser...
27/07/2026

 40 Jahre – 40 Aspekte Teil XI

Nur mit Moos was los

Seit 40 Jahren übernimmt die Aidshilfe Bochum Aufgaben, die für unsere Gesellschaft unverzichtbar sind: Wir beraten, begleiten, klären auf, schaffen Begegnungsräume und setzen uns für die Rechte von Menschen mit HIV, queeren Menschen und anderen vulnerablen Gruppen ein.

Doch eines begleitet unsere Geschichte leider genauso lange wie unser Engagement: die finanzielle Unsicherheit.

Viele unserer Angebote werden über zeitlich befristete Projektmittel finanziert. Förderprogramme enden, neue Anträge müssen geschrieben werden, Entscheidungen verzögern sich – und oft bleibt bis zuletzt ungewiss, ob wichtige Projekte oder unsere Arbet im Allgemeinen weitergeführt werden können. Gleichzeitig steigen Personal- und Sachkosten- kontinuierlich, während Fördermittel oder Zuwendungen häufig nicht im gleichen Maß wachsen.

Diese prekäre Finanzierung kostet Kraft. Sie bindet Zeit, die wir lieber in die Arbeit mit Menschen investieren würden. Und sie erschwert langfristige Planung – obwohl genau diese Verlässlichkeit für gute Beratung, Prävention und psychosoziale Unterstützung notwendig ist.

Trotzdem haben wir in den vergangenen vier Jahrzehnten nie aufgehört, neue Wege zu gehen. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen, Fördernden und Kooperationspartner*innen haben wir immer wieder Lösungen gefunden und Angebote erhalten oder neu geschaffen.

Derzeit laufen viele Hintergrundgespräche mit Politik und Verwaltung. In diesem Herbst stehen die Entscheidungen für den Haushalt 2027 an. Bei den leeren öffentlichen Kassen wird der Handlungsspielraum enger. Das ist und mehr als bewusst. Dennoch haben wir in diesem Kontext an die Kommune Forderungen, die unsere Existenz sichern.

Wir brauchen eine verlässliche Finanzierung unseres „FLUID-Zentrums für queere Kultur und Se****le Bildung“. Nicht zuletzt haben die schrecklichen Ereignisse rund um dem Berliner CSD gezeigt, wie wichtig safer spaces für queere Menschen sind. Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr von diesen Räumen.

In der Aidshilfe Bochum leisten wir - wie bereits oben erwähnt - wichtige soziale Arbeit. Wir fordern für unsere Mitarbeitenden einfach eine tarifliche dynamisierte Bezahlung, wie sie professionelle ausgebildeten Menschen zusteht – nicht mehr und nicht weniger.

Adresse

Große BeckStr. 12
Bochum
44787

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 21:00
Dienstag 09:00 - 21:00
Mittwoch 09:00 - 21:00
Donnerstag 09:00 - 21:00
Freitag 09:00 - 21:00
Sonntag 12:00 - 14:00

Telefon

+4923451919

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