Friedrich-Ebert-Stiftung

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Europa ist stark. Aber zu oft handelt es nicht so.Unser Vorsitzender Martin Schulz​ ist glühender Europäer. Gerade desha...
09/06/2026

Europa ist stark. Aber zu oft handelt es nicht so.

Unser Vorsitzender Martin Schulz​ ist glühender Europäer. Gerade deshalb sagt er klar: Europa muss seine Kraft endlich besser nutzen.

In seinem neuen Beitrag macht Martin einen konkreten Vorschlag: EU-Staaten, die vorangehen wollen, könnten schon heute enger zusammenarbeiten. Innerhalb der bestehenden Verträge. Und überall dort, wo die EU zuständig ist, aber einzelne Staaten gemeinsames Handeln ausbremsen.

Konkret nennt Martin Sicherheitspolitik, faire Besteuerung großer Tech-Konzerne und die Bekämpfung von Kriminalität.

Sein Vorschlag: Wenn mindestens neun EU-Staaten gemeinsam loslegen wollen, sollten sie das tun. Andere können später dazukommen.

Europa hat die Kraft. Jetzt muss sie diese nutzen.

Den ganzen Beitrag von Martin Schulz findest du bei Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte​ über den Link in den Kommentaren.

Was meinst du: Braucht Europa mehr Mut zum Vorangehen?

Erst die USA. Bald Europa?Was passiert, wenn ein paar Tech-Konzerne plötzlich wichtige Aufgaben von Staaten übernehmen? ...
04/06/2026

Erst die USA. Bald Europa?

Was passiert, wenn ein paar Tech-Konzerne plötzlich wichtige Aufgaben von Staaten übernehmen? Klingt wie Science-Fiction. Passiert aber längst.

Unsere Kommunikation, unsere Daten und sogar Bereiche unserer Verteidigung hängen immer stärker von privaten Unternehmen ab. Firmen wie Palantir, SpaceX oder Anduril werden immer wichtiger. Sie kommen aus den USA und liefern Technologien, die Regierungen nutzen: für Kommunikation, Satelliten, Sicherheit oder militärische Infrastruktur.

Das Problem: Wer die Technologie kontrolliert, bekommt auch Einfluss. Denn wenn Staaten von wenigen Unternehmen abhängig werden, können politische Entscheidungen schwieriger unabhängig getroffen werden.

Digitale Abhängigkeit kann dann schnell zu politischer Abhängigkeit werden. Denn ohne die Technik dieser Konzerne funktionieren wichtige Bereiche des öffentlichen Lebens nicht mehr reibungslos.

Die Digitalpolitik-Expertin Francesca Bria nennt dieses System den „Autoritären Stack“. Damit meint sie die engen Verbindungen zwischen staatlichen Institutionen und Tech-Konzernen, die dadurch immer mehr Macht über zentrale Infrastruktur gewinnen.

Ihre Forderung: Europa braucht eine demokratisch kontrollierte digitale Infrastruktur, öffentliche Investitionen, offene Standards und mehr digitale Unabhängigkeit.

Mehr zum „Autoritären Stack“ findest du über den Link in den Kommentaren.

„Zahl der Superreichen in Deutschland wächst deutlich“. So lautet eine aktuelle Spiegel-Headline. Gemeint sind Menschen ...
28/05/2026

„Zahl der Superreichen in Deutschland wächst deutlich“. So lautet eine aktuelle Spiegel-Headline. Gemeint sind Menschen mit mehr als 100 Millionen US-Dollar Finanzvermögen. 2025 ist ihre Zahl in Deutschland auf 5000 angestiegen. Das sind 1100 mehr als im Jahr davor.

Reichtum an sich ist nicht das Problem. Die Frage ist eher: Was passiert mit einer Gesellschaft, wenn immer mehr Vermögen bei wenigen Menschen landet und von Generation zu Generation weitergegeben wird?

Denn Vermögen bedeutet oft Sicherheit, politischen Einfluss und bessere (Start-)Chancen im Leben. Wer viel erbt, startet meist mit ganz anderen Möglichkeiten als Menschen, die trotz harter Arbeit kaum Vermögen aufbauen können.

Hinzu kommt: In Deutschland werden jährlich große Vermögen vererbt, auf die aber kaum Steuern gezahlt werden. Seit 2009 sind dem Gemeinwohl dadurch über 100 Milliarden Euro entgangen. Genau deshalb wird über eine gerechte Erbschaftsteuer diskutiert.

Was meinst du: Sollten Erbschaften von Überreichen höher besteuert werden? Wer sollte wie viel zum Gemeinwohl beitragen? Schreib's uns in die Kommentare. 👇

Mehr zum Thema findest du auf unserer Website zur Erbschaftsteueruhr der FES. Link in den Kommentaren.

27/05/2026

Whoat? Ja, richtig gehört, extrem hohe Mieten sorgen dafür, dass du armutsgefährdet bist, obwohl du arbeitest.

20/05/2026

Was verrät dein Social Media Feed eigentlich über dich?

Laut Rainer Mühlhoff deutlich mehr, als den meisten bewusst ist: Plattformen sammeln Daten über unsere Persönlichkeit, unsere Stimmung und sogar verletzliche Momente und machen daraus ein Geschäft.

Mehr dazu im Buch „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus“, das dieses Jahr den Preis für das politische Buch der Friedrich-Ebert-Stiftung erhält.

Die Preisverleihung mit Diskussion findet am 21. Mai 2026 in Berlin statt. Komm vorbei oder verfolge die Veranstaltung per Livestream. Link gibt's im Kommentar.

15/05/2026

Marie nimmt euch mit hinter die Kulissen unseres Hospitanzprogramms der FES Journalist*innen-Akademie.

14/05/2026

Beim Hospitanzprogramm der Journalist*innen-Akademie der FES haben zehn Journalist*innen aus Deutschland und Österreich eine Woche lang exklusive Einblicke in EU-Institutionen, -Politik und -Berichterstattung erhalten. Was sie erlebt und wen sie u. a. in Brüssel getroffen haben, seht ihr im Reel!

Viele junge Menschen erleben die Welt aktuell als Dauerkrise: Klimawandel, Krieg, Inflation, gesellschaftliche Spaltung ...
11/05/2026

Viele junge Menschen erleben die Welt aktuell als Dauerkrise: Klimawandel, Krieg, Inflation, gesellschaftliche Spaltung und unsichere Zukunftsperspektiven prägen ihren Alltag. Das bleibt nicht ohne Folgen. Die aktuelle Trendstudie "Jugend in Deutschland: Zukunft unter Druck” (2026) zeigt: 21 % der 14- bis 29-Jährigen denken, dass sie im Ausland bessere Chancen hätten.

Das ist ein deutliches Signal. Denn Deutschland bietet jungen Menschen eigentlich viele Möglichkeiten: kostenlose Bildung, Zugang zu Kultur, Sport und Vereinen sowie soziale Absicherung durch Arbeitnehmerrechte und Versicherungen. Trotzdem hinterfragen junge Menschen ihre Zukunftsperspektiven zunehmend kritisch: Kann ich mir mein WG-Zimmer überhaupt noch leisten? Wie sicher ist mein Arbeitsplatz oder finde ich überhaupt einen? Was passiert, wenn es auch in Deutschland Krieg geben sollte?

Umso wichtiger ist es, junge Menschen ernst zu nehmen und ihre Perspektiven stärker in politische Entscheidungen einzubeziehen. Dazu gehören mehr Dialog zwischen Politik und Jugend, mehr Mitspracherechte, etwa bei lokalen Projekten, sowie politische Bildungsangebote und Aufklärung auf Augenhöhe.

Die Debatte über Auswanderung, Zukunftsängste und Perspektiven junger Menschen betrifft nicht nur die GenZ, sondern die gesamte Gesellschaft. Denn wenn junge Menschen das Vertrauen in ihre Zukunft verlieren, hat das langfristige Folgen für Zusammenhalt, Demokratie und Fachkräftesicherung in Deutschland.

Wie nimmst du die Stimmung bei jungen Menschen aktuell wahr? Hast du selbst schon einmal darüber nachgedacht, Deutschland zu verlassen oder kennst Menschen, die diesen Gedanken haben? Schreib's in die Kommentare.

09/05/2026

Reisen, Erasmus, kulturelle Vielfalt oder doch Ungleichheit und Privilegien?

Am 9. Mai ist Europatag und wir sind auf die Straße gegangen und haben die Leute gefragt: Was verbindest du eigentlich mit Europa? Was nervt dich so richtig und was gefällt dir gut?

👉 Was hättest du geantwortet?

👉 Schreib's in die Kommentare!

Auf Milliardenerbschaften wurden 2024 im Schnitt nur 1,6 Prozent Steuer gezahlt. Stell dir vor: Du bekommst 1 Mio. € ges...
07/05/2026

Auf Milliardenerbschaften wurden 2024 im Schnitt nur 1,6 Prozent Steuer gezahlt. Stell dir vor: Du bekommst 1 Mio. € geschenkt und musst davon nur 16.000 € abgeben. Zum Vergleich: Wenn du jährlich 50.493 € brutto verdienst, werden davon 7.019 €* Einkommensteuer fällig. Da läuft was ziemlich schief.

In Deutschland ist Vermögen extrem ungleich verteilt: Die reichsten 10 % bekommen die Hälfte von allem, was vererbt oder verschenkt wird. Die untere Hälfte geht dagegen praktisch leer aus. Und wer richtig viel erbt, zahlt oft sogar weniger Steuern als Menschen mit kleineren Erbschaften. Das liegt an zahlreichen Ausnahmen, vor allem für millionen- oder milliardenschwere Unternehmen. So wird der Unterschied zwischen Arm und Reich immer größer.

Hier muss sich was ändern. Wir brauchen eine gerechtere Erbschaft- und Schenkungssteuer. Denn sie kann der wachsenden Ungleichheit in Deutschland entgegenwirken.

Davon hätten wir alle etwas: mehr Geld für marode Schulen und schlecht ausgestattete Kitas, mehr Investitionen in öffentlichen Nahverkehr und bezahlbaren Wohnraum, mehr Startchancen für Menschen, die nichts erben, und mehr Gerechtigkeit in einer Gesellschaft, in der Leistung wichtiger sein sollte als Herkunft. Denn am Ende gilt: Erben ist Zufall, keine Leistung.

Wie viel Startvorteil soll es in diesem Land geben dürfen? Schreib's uns in die Kommentare.

👉 Du willst wissen, wie viel Geld in Deutschland für das Gemeinwohl seit 2009 schon flöten geht, weil Erbschaften und Schenkungen nicht fair geregelt sind? Unsere Erbschaftsteueruhr hat’s hochgerechnet. Link in den Kommentaren.

*Berechnungsgrundlage: Jahr: 2025, Steuerklasse: 1, Kirchensteuer: nein, Kinderfreibeträge: 0, lohnspiegel.de

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