LVR-Bodendenkmalpflege

LVR-Bodendenkmalpflege Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von LVR-Bodendenkmalpflege, Public & Government Service, Endenicher Str. 133, Bonn.

Auf unserer Facebook-Seite wollen wir interessante Einblicke in die Welt der Bodendenkmalpflege im Rheinland bieten und unser Online-Angebot Schritt für Schritt ausbauen.

Eine Ausstellung, drei Museen 🏛️Fast 400 Millionen Jahre alte Riffbewohner, luxuriöse römische Glaskunst, die liebevolle...
19/03/2026

Eine Ausstellung, drei Museen 🏛️

Fast 400 Millionen Jahre alte Riffbewohner, luxuriöse römische Glaskunst, die liebevolle Bestattung des Knaben Neutus und ein ultramarinblaues Wunder – all dies und vieles mehr erwartet euch in der neuen Ausstellung „Archäologie im Rheinland 2025“ 🙌

Hier präsentiert unser Amt neueste Forschungsergebnisse und herausragende Funde des Jahres 2025 aus Archäologie und Paläontologie des Rheinlands 🥰

Die Wanderausstellung ist derzeit noch bis zum Sonntag, den 22. März im LVR-Landesmuseum Bonn zu sehen, bevor sie dann vom 27. März bis 30. August in den Römerthermen Zülpich - Museum der Badekultur gezeigt wird. Im Anschluss zieht die Ausstellung an den Niederrhein weiter und gastiert im Römermuseum des LVR-Archäologischen Park Xanten (Termin folgt noch!).

Es lohnt sich übrigens alle drei Standorte zu besuchen, denn in Zülpich und in Xanten werden auch ergänzend noch jeweils weitere Funde gezeigt! ☝️

Quadratisch, informativ, rot 🟥Am Deutzer Rheinufer in Köln ist gestern das neue UNESCO-Welterbeinformationszentrum zum N...
04/03/2026

Quadratisch, informativ, rot 🟥

Am Deutzer Rheinufer in Köln ist gestern das neue UNESCO-Welterbeinformationszentrum zum Niedergermanischer Limes an den Start gegangen. Der Infocontainer vor dem LVR-Landeshaus lädt dazu ein, das Welterbe und seine archäologischen Fundplätze interaktiv, barrierefrei und kostenlos zu entdecken.

Bei der Eröffnung anwesend: LVR-Kulturdezernentin Dr. Corinna Franz, Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, stellv. Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland, und Dr. Erich Claßen, Leiter des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland.

Der Infocontainer ist unter der Woche von 11-15 Uhr geöffnet. Am Wochenende ist der Container von 12-16 Uhr offen und wird vom Verein FHPD - Förderverein Historischer Park Deutz e.V. betreut!

Auch außerhalb der Öffnungszeiten können Interessierte die interaktiven Inhalte nutzen: Per Smartphone lassen sich die Bildschirme von außen bedienen.

Der Container bleibt noch bis zum 29. März am Deutzer Rheinufer stehen. Anschließend ist er ab dem 16. April auf der Landesgartenschau in Neuss zu sehen.

📷 Marcel Zanjani/LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

Murmeln ma(h)l anders 🔵Was aussieht wie alte Murmeln, sind in Wahrheit Mahlkugeln aus einer alten Ultramarinfabrik 🧐 Bei...
13/02/2026

Murmeln ma(h)l anders 🔵

Was aussieht wie alte Murmeln, sind in Wahrheit Mahlkugeln aus einer alten Ultramarinfabrik 🧐 Bei Bauarbeiten im Diusburger Dellviertel wurden die Fundamente der im Jahr 1849 gegründeten Fabrik ausgegraben. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde dort Ultramarin synthetisiert.

Ursprünglich wurde der Farbstoff aus Lapislazuli hergestellt, einem tiefblauen Gestein, das aufgrund seiner Seltenheit preislich seinem Gewicht in Gold entsprach. In den 1820er Jahren fand man heraus, dass ein ähnlicher Farbton auch künstlich hergestellt werden konnte. Das brachte eine entscheidende Veränderung mit sich: Die Herstellung war wesentlich günstiger und der Farbstoff hatte eine kräftigere und gleichmäßigere Farbe.

Die Mahlkugeln spielten dabei eine wichtige Rolle: Sie mahlten in sog. Kugelmühlen das das aus Kaolin, Soda und Schwefel gemischte rohe Ultramarin. So wurde durch einen Prozess aus Brennen, Mahlen und Schlämmen der Farbstoff so lange aufbereitet, bis sich Ultramarin-Pigmente in verschiedenen Feinheitsklassen bildete. Dieser Vorgang konnte mehrere Monate andauern ... wehe es ging etwas schief🫠

Synthetisches Ultramarin kam in der Kunst, Kosmetik, aber auch im Haushalt zum Einsatz. Da es die Komplementärfarbe zu Gelb darstellt, konnte es u.a. als Zusatz zu Waschmittel dafür sorgen, dass die Wäsche weißer wirkte.

📷 Jürgen Vogel/LVR-Landesmuseum Bonn

LVR-Landesmuseum Bonn

Der Bischof auf der Pfeife 🙏Zwar etwas kopflos, aber auf dieser Tonpfeife steht tatsächlich ein Miniaturbischof. Kein Wu...
30/01/2026

Der Bischof auf der Pfeife 🙏

Zwar etwas kopflos, aber auf dieser Tonpfeife steht tatsächlich ein Miniaturbischof. Kein Wunder (pun intended), denn bei dem 4,5 cm hohen Pfeifenkopf handelt es sich um das Fragment eines Pilgerandenkens. Gefunden wurde das gute Stück bei Ausgrabungen in der Aachener Franzstraße.

Die kaum erhaltene Inschrift auf der Vorderseite weist darauf hin, dass es sich bei der Figur um den heiligen Cornelius handelt. Seine Reliquien werden seit der Mitte des 9. Jahrhunderts in der Reichsabtei Kornelimünster in Aachen aufbewahrt. Kornelimünster ist eine wichtige Station des Jakobsweges im Rheinland.

Der Pfeifenkopf wurde wahrscheinlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Westerwald produziert. Die Inschrift auf seiner Rückseite lautet: "In Kornelimünster / hab ich an dich gedacht / und dir von dort dieses /Andenken mitgebracht". Bei der Pfeife handelt es sich also um ein Touristensouvenir, dass ein Pilger, vielleicht für ein Familienmitglied, auf seiner Wanderung erstand.

Der Fund macht klar, welche große wirtschaftliche Bedeutung die Tourismusbranche schon damals erfüllte. Die Pilger machten entlang ihrer Reise auf dem Jakobsweg in Kornelimünster Station, kauften Pilgerandenken und Souvenirs und wollten natürlich auch beherbergt und bewirtet werden – ganz so, wie wir es als Touristen heute auch tun 😁

📷 (1)(2) Jürgen Vogel/LVR-Landesmuseum Bonn; (3) Marcel Zanjani/LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

LVR-Landesmuseum Bonn

Was ist rot und steht vorm Landeshaus?Richtig, ein Welterbeinformationszentrum! ☝️🤓Der gläserne Container soll künftig a...
19/01/2026

Was ist rot und steht vorm Landeshaus?

Richtig, ein Welterbeinformationszentrum! ☝️🤓

Der gläserne Container soll künftig an den 24 Fundplätzen des UNESCO-Welterbes Niedergermanischer Limes "auf Tour gehen" und dort als Infozentrum dienen. Besucher*innen erfahren darin allgemeine Infos über die Welterbestätte an sich und zum jeweiligen Fundort. Die erste Station ist Köln-Deutz: Hier wird der Container in den kommenden Tagen ausgestattet und dann über das spätantike Kastell Divitia informieren. Im April geht es dann weiter nach Neuss zur Landesgartenschau 🙌

Stay tuned!

📷 Ramona Rütt/LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

!B

Was ist rot und steht vorm Landeshaus? Schreibt eure Ideen und Vermutungen gerne mal in die Kommentare, was es mit diese...
16/01/2026

Was ist rot und steht vorm Landeshaus?

Schreibt eure Ideen und Vermutungen gerne mal in die Kommentare, was es mit diesem Container vor dem LVR-Landeshaus auf sich haben könnte! Die Auflösung gibt es am Montag 😊

📷 Ramona Rütt/LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

!B

Glasklar ✨Bei Ausgrabungen im Vorfeld des Braunkohlentagebaus wurden in Kerpen-Manheim-Alt Überreste eines römischen Gut...
12/12/2025

Glasklar ✨

Bei Ausgrabungen im Vorfeld des Braunkohlentagebaus wurden in Kerpen-Manheim-Alt Überreste eines römischen Gutshofes (villa rustica) und Burgus entdeckt. Außerhalb des Hofgeländes lag der zur Villa gehörige Bestattungsplatz. Trotz starker Störungen erhielten sich in einem der Brandgräber alle Beigaben. Es wurde unter anderem ein Glaskrug gefunden sowie weitere im Block geborgene Glasgefäße.

Der hellblaue, dünnwandige Glaskrug mit Glasfadenauflage von 20,5 cm Höhe ist ein eindrucksvolles Beispiel für die hohe Glaskunst in römischer Zeit. Seine Herstellung erforderte großes handwerkliches Geschick und schnelles Arbeiten, um die heiße Glasmasse präzise modellieren zu können

Das zähflüssige Material wurde mit Hilfe der Glasmacherpfeife zunächst leicht ballonartig aufgeblasen und mit einem kurzen, zylindrischen Hals versehen. Danach umwickelte der Glasmacher die Oberfläche mit einem dünnen Glasfaden. Die untere Gefäßhälfte wurde anschließend in eine einteilige Negativform mit geradem Boden und verzierter Wand gesteckt und erneut ausgeblasen. Abschließend erfolgte die freihändige Modellierung der Mündung und des zweirippigen Henkels.
Der Krug war sicherlich ein Eye-Catcher auf dem Esstisch. Er beinhaltete wie die meisten Krüge und Kannen Flüssigkeiten, wie Öle, Würzessenzen, vielleicht auch Wein.

Die vollständige Grabausstattung wird im Rahmen der Ausstellung „Archäologie im Rheinland 2025“ vom 2. Februar bis 22. März 2026 im LVR-Landesmuseum Bonn zu sehen sein!

📷 Jürgen Vogel/LVR-Landesmuseum Bonn

Der Archivboden ist  Und nein, damit meinen wir nicht wirklich den Boden unseres Ortsarchives 😉Für die Bodendenkmalpfleg...
05/12/2025

Der Archivboden ist

Und nein, damit meinen wir nicht wirklich den Boden unseres Ortsarchives 😉

Für die Bodendenkmalpflege sind diese oft unscheinbaren Erdböden wichtige Archive, die Spuren vergangener Klima-, Umwelt- und Landschaftsentwicklung enthalten. Diese können untersucht werden, um den Kontext archäologischer Fundstellen besser zu verstehen 🕵

Als Plaggenesch bezeichnet man z. B. einen solchen Boden, bei dem fruchtbare Erde von einem anderen Ort auf nährstoffarmen Sandboden aufgetragen wurde. So wurden ab dem 11. Jahrhundert unfruchtbare Böden für die Landwirtschaft nutzbar gemacht.

📷 Jens Schubert/LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

Heute ist der Internationale Tag des Ehrenamtes!  ✨Deshalb wollen auch wir unseren etwa 150 ehrenamtlich Mitarbeitenden ...
05/12/2025

Heute ist der Internationale Tag des Ehrenamtes! ✨

Deshalb wollen auch wir unseren etwa 150 ehrenamtlich Mitarbeitenden in der rheinischen Bodendenkmalpflege ein herzliches Dankeschön aussprechen! 🤝

Sie unterstützen uns mit Feldbegehungen, halten Baustellen im Blick und kontrollieren den Zustand von Bodendenkmälern. Darüber hinaus helfen sie bei der Bestimmung und Dokumentation von Funden sowie bei Archivrecherchen oder Bibliotheksarbeit zur wissenschaftlichen Erschließung und Auswertung archäologischer Fundplätze. Bei Veranstaltungen und Vorträgen sind unsere Ehrenamtlichen eine große Hilfe und vermitteln kompetent archäologische Kenntnisse und bodendenkmalpflegerische Ziele. Ihr Engagement trägt dazu bei, das archäologische Erbe dauerhaft zu schützen, zu erforschen und im Bewusstsein der Bevölkerung nachhaltig zu verankern.

Danke! 😊

📷 Jens Berthold/LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

Klein, aber geflügelt! 👼Bei Ausgrabungen im Bonner Legionslager kam in der südöstlichen Ecke des Stabsgebäudes (principi...
06/11/2025

Klein, aber geflügelt! 👼

Bei Ausgrabungen im Bonner Legionslager kam in der südöstlichen Ecke des Stabsgebäudes (principia) ein besonderer Fund ans Licht: eine Merkurstatuette aus gegossener Bleibronze. Der römische Gott der Reisenden, Händler und Diebe ist gut an seinen typischen Attributen – Reisemantel (chlamys), Flügelhut (petasos) und -schuhe (talaria), Geldbeutel sowie Heroldstab (caduceus) – zu erkennen. Diese entsprechen seinem griechischen Vorbild und Pendant Hermes, der im Unterschied zu Merkur auch Götterbote war.

Der Statuettentypus der 7,5 cm hohen, unbekleideten Götterfigur lässt sich in das 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. datieren. Ähnliche Merkurstatuetten finden sich auch an anderen Fundorten entlang des Rheins.

Merkur war die am weitesten verbreitete Gottheit in den römischen Rheinprovinzen. Gaius Julius Caesar berichtet in seinem Werk „Der Gallische Krieg/de bello gallico“, dass er in Gallien als Hauptgott verehrt wurde. Besonders in den zentralen Gebäuden der Legionslager, wie dem Stabsgebäude mit Fahnenheiligtum, sind Statuetten wie diese häufig für kultische Handlungen verwendet worden. Aber auch im alltäglichen Leben hatte der Gott in den zumeist kleinen Hausaltären (lararien), die als Nische, als Häuschen oder als Fresko gestaltet sein konnten, seinen festen Platz 🏛

📷 (1) Jürgen Vogel/LVR-Landesmuseum Bonn; (2) Wikimedia Commons

LVR-Landesmuseum Bonn

"Alles begann mit dem Schmieden der großen Ringe... "🧝‍♀️Nicht nur in Mittelerde, sondern auch im Rheinland wurden Ringe...
23/10/2025

"Alles begann mit dem Schmieden der großen Ringe... "🧝‍♀️

Nicht nur in Mittelerde, sondern auch im Rheinland wurden Ringe hergestellt: Am Niederrhein sind Funde aus Bronze oder Hinweise auf Bronzeverarbeitung sehr selten (fast schon so unscheinbar wie ein Hobbit), weshalb die Entdeckung einer Steingießform in Düren-Merken besonders überraschend war. Die Gießform stammt aus einer spätbronzezeitlichen Grube (1300–800 v. Chr.) in unmittelbarer Nähe eines kleinen Gehöfts der sog. Urnenfelderkultur.

Sie besteht aus dem vulkanischen Gestein Trachyt, das den hohen Temperaturen beim Bronzeguss gut standhält. Die Vorderseite zeigt das Gussnegativ für einen kleinen Ring von 18 mm Durchmesser 💍

Ein weiteres konzentrisches Negativ deutet auf eine Ringherstellung im Reihengussverfahren hin. Gleichzeitig ist das Stück auch eine Mehrzweckform: Auf der Rückseite befinden sich nämlich ebenfalls Negative – vermutlich für Haarnadeln.

Nur rund ein halbes Dutzend Gießformen aus Bronze oder Keramik sind bislang in der niederrheinischen Bucht gefunden worden. Die Form ist bislang die einzige Steinform aus dieser Region ✨

📷 (1) Jürgen Vogel/LVR-Landesmuseum Bonn; (2) Marcel Zanjani/LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

LVR-Landesmuseum Bonn

Adresse

Endenicher Str. 133
Bonn
53115

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von LVR-Bodendenkmalpflege erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Organisation Kontaktieren

Nachricht an LVR-Bodendenkmalpflege senden:

Teilen