LVR-Bodendenkmalpflege

LVR-Bodendenkmalpflege Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von LVR-Bodendenkmalpflege, Public & Government Service, Endenicher Str. 133, Bonn.

Auf unserer Facebook-Seite wollen wir interessante Einblicke in die Welt der Bodendenkmalpflege im Rheinland bieten und unser Online-Angebot Schritt für Schritt ausbauen.

Besuch aus der Ukraine 🇺🇦Letzte Woche durften wir Kateryna Chuyeva, Vorstandsmitglied der Ukrainian Association of Archa...
15/07/2026

Besuch aus der Ukraine 🇺🇦

Letzte Woche durften wir Kateryna Chuyeva, Vorstandsmitglied der Ukrainian Association of Archaeologists, im Rahmen ihrer Reise zu verschiedenen deutschen Denkmalfachämtern bei uns begrüßen, die in Zusammenarbeit mit dem Verband der Landesarchäologien und mit Unterstützung des Programms „Culture Moves Europe – Individual Mobility“ stattfand.

Im Mittelpunkt des intensiven Austauschs standen, neben dem gegenseitigen Kennenlernen und Erläuterungen zur Situation in der Ukraine, die Rahmenbedingungen der Bodendenkmalpflege in Nordrhein-Westfalen, unsere Art der „präventiven“ Archäologie, die Qualitätssicherung bei archäologischen Maßnahmen und das Datenmanagement.

Auch das Depot des LVR-Landesmuseum Bonn und dessen Restaurierungswerkstätten waren Teil des Besuches. Darüber hinaus reiste die Präsidentin des European Archaeological Council Marjolein Verschuur aus Arnhem an und nutzte die Gelegenheit, um die Möglichkeiten zur europäischen Vernetzung aufzeigen.

Von links nach rechts: Amtsleiter Dr. Erich Claßen, Kateryna Chuyeva, Marjolein Verschuur

📷 Jens Schubert/LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

Eichthaler Archäologie-Tag 2026 🏺🔍Am Sonntag, den 21. Juni, öffnet die Außenstelle Overath des LVR-Amtes für Bodendenkma...
16/06/2026

Eichthaler Archäologie-Tag 2026 🏺🔍

Am Sonntag, den 21. Juni, öffnet die Außenstelle Overath des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland von 10-18 Uhr auf Gut Eichthal ihre Türen.

Begebt euch auf Entdeckungsreise und erfahrt, wie die Menschen vor Hunderten und Tausenden von Jahren im Rheinland lebten. Unsere Archäolog*innen und ehrenamtlich Engagierte präsentieren aktuelle Funde und geben Einblicke in ihre Arbeit.

Euch erwartet:
• ein spannendes Mitmachangebot für Kinder
• Living History
• zahlreiche Vorträge
• eine kleine Ausstellung
• Einblick in die bodendenkmalpflegerische Arbeit im Bergischen Land und am Rhein

Der Eintritt ist kostenfrei. Parkplätze stehen am Schulzentrum Cyriax zur Verfügung.

🍰☕Für das leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt.

Eine Ausstellung, drei Museen 🏛️Fast 400 Millionen Jahre alte Riffbewohner, luxuriöse römische Glaskunst, die liebevolle...
19/03/2026

Eine Ausstellung, drei Museen 🏛️

Fast 400 Millionen Jahre alte Riffbewohner, luxuriöse römische Glaskunst, die liebevolle Bestattung des Knaben Neutus und ein ultramarinblaues Wunder – all dies und vieles mehr erwartet euch in der neuen Ausstellung „Archäologie im Rheinland 2025“ 🙌

Hier präsentiert unser Amt neueste Forschungsergebnisse und herausragende Funde des Jahres 2025 aus Archäologie und Paläontologie des Rheinlands 🥰

Die Wanderausstellung ist derzeit noch bis zum Sonntag, den 22. März im LVR-Landesmuseum Bonn zu sehen, bevor sie dann vom 27. März bis 30. August in den Römerthermen Zülpich - Museum der Badekultur gezeigt wird. Im Anschluss zieht die Ausstellung an den Niederrhein weiter und gastiert im Römermuseum des LVR-Archäologischen Park Xanten (Termin folgt noch!).

Es lohnt sich übrigens alle drei Standorte zu besuchen, denn in Zülpich und in Xanten werden auch ergänzend noch jeweils weitere Funde gezeigt! ☝️

Quadratisch, informativ, rot 🟥Am Deutzer Rheinufer in Köln ist gestern das neue UNESCO-Welterbeinformationszentrum zum N...
04/03/2026

Quadratisch, informativ, rot 🟥

Am Deutzer Rheinufer in Köln ist gestern das neue UNESCO-Welterbeinformationszentrum zum Niedergermanischer Limes an den Start gegangen. Der Infocontainer vor dem LVR-Landeshaus lädt dazu ein, das Welterbe und seine archäologischen Fundplätze interaktiv, barrierefrei und kostenlos zu entdecken.

Bei der Eröffnung anwesend: LVR-Kulturdezernentin Dr. Corinna Franz, Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, stellv. Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland, und Dr. Erich Claßen, Leiter des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland.

Der Infocontainer ist unter der Woche von 11-15 Uhr geöffnet. Am Wochenende ist der Container von 12-16 Uhr offen und wird vom Verein FHPD - Förderverein Historischer Park Deutz e.V. betreut!

Auch außerhalb der Öffnungszeiten können Interessierte die interaktiven Inhalte nutzen: Per Smartphone lassen sich die Bildschirme von außen bedienen.

Der Container bleibt noch bis zum 29. März am Deutzer Rheinufer stehen. Anschließend ist er ab dem 16. April auf der Landesgartenschau in Neuss zu sehen.

📷 Marcel Zanjani/LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

Murmeln ma(h)l anders 🔵Was aussieht wie alte Murmeln, sind in Wahrheit Mahlkugeln aus einer alten Ultramarinfabrik 🧐 Bei...
13/02/2026

Murmeln ma(h)l anders 🔵

Was aussieht wie alte Murmeln, sind in Wahrheit Mahlkugeln aus einer alten Ultramarinfabrik 🧐 Bei Bauarbeiten im Diusburger Dellviertel wurden die Fundamente der im Jahr 1849 gegründeten Fabrik ausgegraben. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde dort Ultramarin synthetisiert.

Ursprünglich wurde der Farbstoff aus Lapislazuli hergestellt, einem tiefblauen Gestein, das aufgrund seiner Seltenheit preislich seinem Gewicht in Gold entsprach. In den 1820er Jahren fand man heraus, dass ein ähnlicher Farbton auch künstlich hergestellt werden konnte. Das brachte eine entscheidende Veränderung mit sich: Die Herstellung war wesentlich günstiger und der Farbstoff hatte eine kräftigere und gleichmäßigere Farbe.

Die Mahlkugeln spielten dabei eine wichtige Rolle: Sie mahlten in sog. Kugelmühlen das das aus Kaolin, Soda und Schwefel gemischte rohe Ultramarin. So wurde durch einen Prozess aus Brennen, Mahlen und Schlämmen der Farbstoff so lange aufbereitet, bis sich Ultramarin-Pigmente in verschiedenen Feinheitsklassen bildete. Dieser Vorgang konnte mehrere Monate andauern ... wehe es ging etwas schief🫠

Synthetisches Ultramarin kam in der Kunst, Kosmetik, aber auch im Haushalt zum Einsatz. Da es die Komplementärfarbe zu Gelb darstellt, konnte es u.a. als Zusatz zu Waschmittel dafür sorgen, dass die Wäsche weißer wirkte.

📷 Jürgen Vogel/LVR-Landesmuseum Bonn

LVR-Landesmuseum Bonn

Der Bischof auf der Pfeife 🙏Zwar etwas kopflos, aber auf dieser Tonpfeife steht tatsächlich ein Miniaturbischof. Kein Wu...
30/01/2026

Der Bischof auf der Pfeife 🙏

Zwar etwas kopflos, aber auf dieser Tonpfeife steht tatsächlich ein Miniaturbischof. Kein Wunder (pun intended), denn bei dem 4,5 cm hohen Pfeifenkopf handelt es sich um das Fragment eines Pilgerandenkens. Gefunden wurde das gute Stück bei Ausgrabungen in der Aachener Franzstraße.

Die kaum erhaltene Inschrift auf der Vorderseite weist darauf hin, dass es sich bei der Figur um den heiligen Cornelius handelt. Seine Reliquien werden seit der Mitte des 9. Jahrhunderts in der Reichsabtei Kornelimünster in Aachen aufbewahrt. Kornelimünster ist eine wichtige Station des Jakobsweges im Rheinland.

Der Pfeifenkopf wurde wahrscheinlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Westerwald produziert. Die Inschrift auf seiner Rückseite lautet: "In Kornelimünster / hab ich an dich gedacht / und dir von dort dieses /Andenken mitgebracht". Bei der Pfeife handelt es sich also um ein Touristensouvenir, dass ein Pilger, vielleicht für ein Familienmitglied, auf seiner Wanderung erstand.

Der Fund macht klar, welche große wirtschaftliche Bedeutung die Tourismusbranche schon damals erfüllte. Die Pilger machten entlang ihrer Reise auf dem Jakobsweg in Kornelimünster Station, kauften Pilgerandenken und Souvenirs und wollten natürlich auch beherbergt und bewirtet werden – ganz so, wie wir es als Touristen heute auch tun 😁

📷 (1)(2) Jürgen Vogel/LVR-Landesmuseum Bonn; (3) Marcel Zanjani/LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

LVR-Landesmuseum Bonn

Was ist rot und steht vorm Landeshaus?Richtig, ein Welterbeinformationszentrum! ☝️🤓Der gläserne Container soll künftig a...
19/01/2026

Was ist rot und steht vorm Landeshaus?

Richtig, ein Welterbeinformationszentrum! ☝️🤓

Der gläserne Container soll künftig an den 24 Fundplätzen des UNESCO-Welterbes Niedergermanischer Limes "auf Tour gehen" und dort als Infozentrum dienen. Besucher*innen erfahren darin allgemeine Infos über die Welterbestätte an sich und zum jeweiligen Fundort. Die erste Station ist Köln-Deutz: Hier wird der Container in den kommenden Tagen ausgestattet und dann über das spätantike Kastell Divitia informieren. Im April geht es dann weiter nach Neuss zur Landesgartenschau 🙌

Stay tuned!

📷 Ramona Rütt/LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

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Was ist rot und steht vorm Landeshaus? Schreibt eure Ideen und Vermutungen gerne mal in die Kommentare, was es mit diese...
16/01/2026

Was ist rot und steht vorm Landeshaus?

Schreibt eure Ideen und Vermutungen gerne mal in die Kommentare, was es mit diesem Container vor dem LVR-Landeshaus auf sich haben könnte! Die Auflösung gibt es am Montag 😊

📷 Ramona Rütt/LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

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Glasklar ✨Bei Ausgrabungen im Vorfeld des Braunkohlentagebaus wurden in Kerpen-Manheim-Alt Überreste eines römischen Gut...
12/12/2025

Glasklar ✨

Bei Ausgrabungen im Vorfeld des Braunkohlentagebaus wurden in Kerpen-Manheim-Alt Überreste eines römischen Gutshofes (villa rustica) und Burgus entdeckt. Außerhalb des Hofgeländes lag der zur Villa gehörige Bestattungsplatz. Trotz starker Störungen erhielten sich in einem der Brandgräber alle Beigaben. Es wurde unter anderem ein Glaskrug gefunden sowie weitere im Block geborgene Glasgefäße.

Der hellblaue, dünnwandige Glaskrug mit Glasfadenauflage von 20,5 cm Höhe ist ein eindrucksvolles Beispiel für die hohe Glaskunst in römischer Zeit. Seine Herstellung erforderte großes handwerkliches Geschick und schnelles Arbeiten, um die heiße Glasmasse präzise modellieren zu können

Das zähflüssige Material wurde mit Hilfe der Glasmacherpfeife zunächst leicht ballonartig aufgeblasen und mit einem kurzen, zylindrischen Hals versehen. Danach umwickelte der Glasmacher die Oberfläche mit einem dünnen Glasfaden. Die untere Gefäßhälfte wurde anschließend in eine einteilige Negativform mit geradem Boden und verzierter Wand gesteckt und erneut ausgeblasen. Abschließend erfolgte die freihändige Modellierung der Mündung und des zweirippigen Henkels.
Der Krug war sicherlich ein Eye-Catcher auf dem Esstisch. Er beinhaltete wie die meisten Krüge und Kannen Flüssigkeiten, wie Öle, Würzessenzen, vielleicht auch Wein.

Die vollständige Grabausstattung wird im Rahmen der Ausstellung „Archäologie im Rheinland 2025“ vom 2. Februar bis 22. März 2026 im LVR-Landesmuseum Bonn zu sehen sein!

📷 Jürgen Vogel/LVR-Landesmuseum Bonn

Adresse

Endenicher Str. 133
Bonn
53115

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