Liste undogmatischer StudentInnen - LUST

Liste undogmatischer StudentInnen - LUST Die parteiunabhängige, linke Hochschulgruppe an der Uni Bonn 🔴⚫

*** Der Start der 1. Mai Demo wurde auf den Kaiserplatz verschoben! ***Auf ins Sommersemester und hinein in die LUSTDas ...
19/04/2022

*** Der Start der 1. Mai Demo wurde auf den Kaiserplatz verschoben! ***

Auf ins Sommersemester und hinein in die LUST

Das Sommersemester hat gerade begonnen und der 1. Mai steht
schon vor der Tür. Wie in den Jahren zuvor organsiert die LUST
zusammen mit anderen linken Gruppen aus Bonn die Libertäre 1. Mai Demo. Wir laden alle Interessierte ein uns und unsere Arbeit
kennenzulernen.
So, 24. April – Gemeinsames Transpi-Malen zum 1. Mai
16 Uhr, Oscar-Romero-Haus (Heerstr. 205)
Wir malen Transparente und Schilder für die 1. Mai Demo und
setzen uns anschließend noch mit ein paar Kaltgetränken
zusammen.

Mo, 25. April. – Kennenlernabend
20:30 Uhr, Buchladen LeSabot (Breite Str. 76)
Kommt zu unserem wöchentlichen Plenum und lernt unsere Arbeit
kennen.

SA, 30. April. – Auftaktveranstaltung der FAU zum 1. Mai
ab 16 Uhr, Oscar-Romero-Haus (Heerstr. 205)
Auftaktveranstaltung zum 1. Mai unserer Genoss*innen von der
FAU mit Küche für alle, Soli-Cocktails, Infoständen, Redebeiträgen
und Punk-Konzerten. Einlass mit tagesaktuellem Test.
Spendenempfehlung: 5-10€

So, 1. Mai – Libertäre 1. Mai Demo
14 Uhr, Kaiserplatz
»Her mit dem guten Leben – Gegen Lohnarbeit, Kapital, Staat &
Patriachat!« Geht mit uns zusammen auf die Straße. Hinaus zum
Libertären 1. Mai!

Bitte macht vor jeder Veranstaltung einen Test und bringt eine medizinische Maske mit.

07/03/2022

Zur Rezeption der Maßnahmen aufgrund des russischen Angriffskrieges

Die Universität Bonn hat am Dienstag den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine verurteilt und sich mit der ukrainischen Bevölkerung solidarisiert. Wir begrüßen dies und schließen uns dem an. Die Universität kündigte in derselben Pressemitteilung an, sämtliche Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Russland "einzufrieren". Genauere Angaben zur Bedeutung des Wortes und den Konsequenzen für den Austausch mit russischen Forscher*innen fehlen leider.

Diese Reaktion der Universität Bonn ähnelt den Stellungnahmen von anderen Institutionen: Sie bleibt unbestimmt und ihre konkrete Sinnhaftigkeit wird nicht näher erläutert. In der Zivilgesellschaft erfährt derzeit fast alles Unterstützung, was unter dem Motto "Solidarität mit der Ukraine" irgendeinen Ausschluss irgendetwas – gleich wie entfernt – Russischem beinhaltet. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem eins: Man selbst will handeln. Nicht die Abwehr des russischen Angriffskrieges scheint im Fokus zu stehen, sondern die Bekämpfung des eigenen Ohnmachtsgefühls. Nur so lassen sich auch gewisse, sich selbst als Aufklärungsarbeit begreifende, Aktionen erklären, zu denen in den sozialen Netzwerken aufgerufen wird. Werden Russ*innen wirklich erst durch die von Deutschen auf Google verfassten Rezensionen russischer Restaurants an Informationen gelangen? Diese Zwecke treten hier anscheinend in den Hintergrund, denn sonst wäre aufgefallen, dass in Russland vor allem Yandex genutzt wird – und nicht Google. Unter dem Deckmantel der Ukraine-Solidarität beschäftigen sich die Deutschen in erster Linie mit sich selbst. So lässt sich erklären, dass die Beschlagnahmungen von Yachten russischer Milliardäre derart großen Anklang bei der deutschen Bevölkerung gefunden haben. Zwar begrüßen wir solche Beschlagnahmungen, doch üblicherweise sehen viele Bewohner*innen dieses Landes in staatlichem Zugriff auf Privateigentum keinen Akt der Gerechtigkeit, sondern das Schreckgespenst des Kommunismus. In der großen (Schaden-)Freude erscheint ein die Kritik am kapitalistischen System ersetzender Verdrängungsprozess. Einem großen Teil der Bevölkerung ist unwohl angesichts der weltweit enormen Ungleichverteilung von Kapital, jedoch wird der Kapitalismus als System weiterhin verteidigt – die Beherrschten identifizieren sich mit der Herrschaft. Doch endlich kann dieses Unwohlsein kompensiert werden: Es ist erlaubt sich zu freuen, denn genommen wird nur den "schlechten" Milliardären. Passenderweise werden diese auch als "Oligarchen" bezeichnet, um sie von anderen, scheinbar "rechtschaffenen" Milliardären unterscheiden zu können.

Wir hoffen, dass die Universität bei ihrer Ankündigung keine reine Symbolpolitik betrieben hat, sondern noch detaillierte Erläuterungen, welche Kooperationen eingefroren und inwieweit diese Maßnahmen den Kreml unter Druck setzen werden, folgen. Ansonsten bleibt die Sorge, dass es sich hierbei um eine Maßnahme handelt, die sich vor allem gegen russische Staatsbüger*innen richtet. Ähnliches ereignet sich derzeit auch beim Ausschluss von russischen Sportler*innen. Gerade im Individualsport werden, allein aufgrund der Herkunft, sämtliche Russ*innen ausgeschlossen, einschließlich jener, die sich bereits offen gegen das Putin-Regime äußerten. Natürlich sollte man Unterstützer*innen des Angriffskrieges isolieren, jedoch ist das Erzwingen öffentlicher "Bekenntnisse" von allen russischen Staatsbürger*innen geprägt von deutscher Ignoranz, da Meinungsfreiheit in Russland schon länger nicht mehr besteht und Kreml-Kritiker*innen brutale Repressionen drohen.

Unsere Solidarität gilt uneingeschränkt allen Menschen, die unter der Herrschaft Putins leiden. Das sind zurzeit vor allem die, die in der Ukraine leben und vom Angriffskrieg betroffen sind. Sie gilt aber auch den zahlreichen Menschen in Russland, die seit Jahrzehnten in einer sich immer deutlicher manifestierenden Diktatur leben; insbesondere queeren Menschen und politisch Oppositionellen, darunter über eintausend festgenommene Bürger*innen, die in den letzten Tagen friedlich gegen den Krieg demonstrierten. Bezüglich des Vorstoßes der Universität Bonn können wir daher nur der Abteilung für Osteuropäische Geschichte derselben zustimmen: "Wir bleiben den KollegInnen in der russischen Wissenschaft verbunden, die sich gegen den Krieg ausgesagt haben und sehen in der Aussetzung des wissenschaftlichen Dialogs einen Fehler. KollegInnen, die öffentlich Protest zeigen, dürfen gerade jetzt nicht aus der globalen wissenschaftlichen community ausgeschlossen werden."

Während es sich bei oben diskutierter Maßnahme möglicherweise um außenwirksamen Aktionismus mit fraglichem Nutzen handelt, begrüßen wir die Einrichtung der Hotline zur Unterstützung von ukrainischen und russischen Studierenden seitens der Universität Bonn. Wir hoffen, dass sich die Universität auch den Bestrebungen anderer Universitäten, wie Tel Aviv oder Haifa, anschließt und zügig Stipendien und Unterkünfte für ukrainische Studierende und Wissenschaftler*innen bereitstellt sowie nach Möglichkeit außerplanmäßige Stellen für letztere an der Universität schafft.

Leider versuchen in Bonn immer wieder rechte Gruppen ihre Propaganda zu verbreiten und Fuß zu fassen. Dieses Jahr sind v...
04/01/2022

Leider versuchen in Bonn immer wieder rechte Gruppen ihre Propaganda zu verbreiten und Fuß zu fassen. Dieses Jahr sind vor allem die sogenannten Querdenker*innen hinzugekommen, deren unsolidarischen Verschwörungsmythen wir uns als Teil des Bonner Bündnis gegen Rechts immer wieder entgegenstellen. Universitätsbezogen klärten wir über das Schaffen der neuberufenen Professorin Ulrike Guérot auf. Bei der Kommunalwahl waren wir - auch als Teil des Bündnisses - bei den Protesten gegen die Stände der AfD vertreten und freuen uns über das verhältnismäßig schlechte Wahlergebnis der Rechtsradikalen.
Auch vor der Universität macht rechtes Gedankengut keinen Halt, was sich an zahllosen Studentenverbindungen, vereinzelten rechten Kulturgruppen und rechten Professor*innen zeigt. Wir konnten im Studierendenparlament die Auszahlung von Geldern an eine homophobe Kirchenorganisation und einen sexistischen Prediger verhindern.

Ohne Vaterland, Mutterpartei oder Realoflügel ist die LUST seit 1980 die kritische und antifaschistische Stimme in der B...
03/01/2022

Ohne Vaterland, Mutterpartei oder Realoflügel ist die LUST seit 1980 die kritische und antifaschistische Stimme in der Bonner Hochschulpolitik und setzt sich für die Interessen der Studierenden ein. Wir stellen die einzige linke parteiunabhängige Liste im Studierendenparlament, arbeiten ohne Hintergedanken an Karriere, Parteiapparat oder den Aufstieg in parteinahen Stiftungen. Mit den Mitteln, die uns hier zur Verfügung stehen, kämpfen wir für konkrete Verbesserungen der Lern- und Lebenssituation der Studierenden und stets dafür, Veränderungen zum Schlechten zu verhindern. Doch auch die politische Arbeit außerhalb des Studierendenparlaments spielt für uns eine entscheidende Rolle. Wir sind der Überzeugung, dass die Hochschulpolitik nicht aus der gesamtgesellschaftlichen, politischen Situation ausgeklammert werden kann, sondern einen Teil dieser darstellt. Aus diesem Grund wirken die Kandidat*innen der LUST auch außerhalb der Hochschulpolitik in feministischen und emanzipatorischen Strukturen mit, leisten antifaschistische und antirassistische Arbeit oder setzen sich für offene Kulturräume in Bonn ein. So ist die LUST Teil des Bonner Bündnis gegen Rechts, organisiert die jährliche, libertäre 1. Mai-Demo und engagiert sich in der Alten VHS. Zudem setzen wir uns weiterhin für die Zusammenarbeit zwischen AStA, studentischen Kulturgruppen und außeruniversitären Initiativen ein.

Was uns eint, ist das Streben nach einer solidarischen Gesellschaft ohne Staat, Nation und Kapital. Wir sind uns allerdings bewusst, dass es Schlimmeres gibt als das Ausbleiben der Revolution und kämpfen deswegen auch gegen all jene gegenaufklärerischen Bestrebungen, die dem gesellschaftlichen Status quo repressive, antiindividualistische Gemeinschaftsideologien entgegensetzen.

Gerne verweisen wir auf diese spannende Veranstaltung des Referat für politische Bildung - AStA Bonn:Thomas Galli: Wegge...
18/11/2021

Gerne verweisen wir auf diese spannende Veranstaltung des Referat für politische Bildung - AStA Bonn:
Thomas Galli: Weggesperrt - Warum Gefängnisse niemandem nützen

Der Vortrag wird live gestreamt und ist bei YouTube abrufbar:

+++ Online-Vortrag +++Weggesperrt - Warum Gefängnisse niemandem nützen. Vortrag und Diskussion mit Thomas Galli18. November 2021, 19:00Teil der Veranstaltung...

via Gegen das Vergessen Bonn"In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 kam es im gesamten Deutschen Reich zu Pogrome...
10/11/2021

via Gegen das Vergessen Bonn

"In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 kam es im gesamten Deutschen Reich zu Pogromen gegen Jüdinnen und Juden. Synagogen wurden zerstört und angezündet, Geschäfte mit jüdischen Inhaber*innen geplündert und Jüdinnen und Juden misshandelt und getötet. Die Pogrome markierten den Übergang von der systematischen Diskriminierung zur systematischen Verfolgung und Ermordung der Jüdinnen und Juden im Reich und später in ganz Europa.

Die Erinnerung an das Pogrom und die Shoah sollten sich nicht zum phrasenhaften, abstrakten Gedenkritual entwickeln. Die Pogrome vom 9. und 10. November hatten konkrete Orte, Täter*innen und Opfer. Auch in Bonn.

Die Synagoge in Bonn stand auf dem Gebiet des heutigen Hilton-Hotels am Rheinufer und bot der sich als liberal verstehenden Bonner Synagogengemeinde ein Zuhause. Im Gegensatz zu den meisten anderen Städten folgten die Angriffe auf die Synagoge und die Geschäfte mit jüdischen Inhaber*innen erst am Morgen des 10. November. Um die Propagandalüge einer „spontanen Volkserhebung“ aufrecht zu erhalten, sollten Gewalttaten von auswärtigen SA- und SS-Männer ausgeführt werden. Die Bonner Nationalsozialisten warteten daher am 10. November noch auf Verstärkung aus dem Kölner Raum, im Gegenzug unterstützten Bonner N***s das Pogrom in Euskirchen.

Zwischen acht und neun Uhr morgens fuhren mutmaßliche Gestapo-Beamte zur Synagoge und entwendeten Thorarollen. Kurz darauf drangen fünf oder sechs halbuniformierte Männer in die Synagoge und versuchten sie anzuzünden. Ihr erster Versuch scheiterte an den massiven und schwer entflammbaren Eichenbänken im Innenraum der Synagoge. Das kleine Feuer konnte von der herbeigerufenen Feuerwehr problemlos gelöscht werden. Bei einem zweiten Versuch gelang es den Nationalsozialisten, die Synagoge in Brand zu stecken. Der mittlerweile eingetroffene Bonner Polizeidezernent und SA-Standartenführer Peter Reinartz und der Leiter der Schutzpolizei Peter Schäfer untersagten der Feuerwehr weitere Löscharbeiten. Neben den Gebetsräumen wurden auch die Gemeinderäume und die sich zwangsweise in dem Gebäude befindliche Arztpraxis des jüdischen Arztes Dr. Arthur Samuel verwüstet. Die Synagoge brannte auf ihre Grundmauern nieder. Die Kosten für die Abbrucharbeiten sowie für weitere Schäden, die im Zuge des Pogroms entstanden sind, wurde wie in den meisten deutschen Städten der Synagogengemeinde aufgetragen.

Im Laufe des Tages wurden meist prominente oder reiche Juden verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. In Bonn waren das u.a. der Mehlhändler Leonard Salomon und Max Marx. Erst nach einigen Wochen kamen die Männer meist psychisch und physisch gebrochen nach Bonn zurück. Leonard Salomon nahm sich am 24. Dezember 1938 zusammen mit seinen Eltern das Leben. Max Marx wurde nach seiner Haftentlassung in eine Heilanstalt gebracht, wo er am 18. Februar 1940 starb.

Auch die Synagogen im damals noch eigenständigen Beuel und Godesberg sowie die Synagogen in Poppelsdorf und Mehlem fielen dem Pogrom zum Opfer. Neben den Synagogen erfolgten auch Angriffe auf Geschäfte von Jüdinnen und Juden.

So wie auf das Damenmodegeschäft von Amalie Heumann am Martinsplatz 6. Amalie Heumann gelang es Dank des Tipps eines jüdischen Bekannten und der Hilfe ihrer nicht-jüdischen Beschäftigten, die wertvollste Ware vom Verkaufsraum in den Keller zu bringen. Gegen 11 Uhr betraten SA-Männer mit Äxten und Hammer den Laden, schickten die Beschäftigten weg und verwüsteten das Geschäft. Amalie Heumann konnte in ihrer Wohnung über dem Geschäft Zuflucht finden. Amalie Heumann wurde am 20. Juli 1942 nach Minsk deportiert. Dort oder im nahegelegen Vernichtungslager Maly Trostinec wurde sie am 24. Juli 1942 bei einer Massenhinrichtung ermordet.

Oder das Juweliergeschäft von Samuel Satorsky in der ehemalige Bahnhofsstraße. Am 10. November drangen SA-Männer in das Geschäft von Samuel Satorsky und verwüsteten es. Zudem klebten sie einen Judenstern an die Hauswand. Samuel Satorsky wurde zusammen mit seiner Frau Emma und ihrer gemeinsamen erst 6 oder 7jährigen Tochter Lotte am 8. Juni 1939 nach Polen abgeschoben und gelten seit dem als verschollen.

Ebenfalls verwüstet wurde dass Heißmangelgeschäft der Familie Bucki in der Sternstraße. Nach dem Pogrom musste die Familie das Geschäft aufgeben. In der Schule nahmen antisemitische Übergriffe und die Ausgrenzung gegen die beiden Söhne Günther und Egon zu. Die Familie plante nach dem Novemberpogrom die Ausreise nach Palästina, die aber an der fehlenden Einreisegenehmigung scheiterte. Nur Sohn Günter konnte 1939 15jährig mit Hilfe der „Jugend-Alija“ nach Palästina emigrieren und entkam so dem Holocaust. Die verbliebene dreiköpfige Familie wurde 1941/42 in das Kloster Endenich interniert, wo Philipp Bucki Arbeitsdienst leisten musste. Am 20. Juli 1942 wurden Alwine, Egon und Philipp Bucki wie viele weiteren Juden und Jüdinnen aus Bonn und der Region nach Minsk deportiert und dort oder im nahegelegenem Maly Trostinec bei einer Massenhinrichtung ermordet. Sohn Günther kehrt als britischer Soldat am Ende des Krieges nach Deutschland zurück.

Der Großteil der nicht in NS-Gruppen organisierten Bonner*innen beteiligte sich nicht aktiv an den Pogromen, blieb aber gleichzeitig untätig oder machte sich durch Schaulust mitschuldig. Es gab aber auch Bonner*innen, die aktiv beim Pogrom mitmachten. Einige davon waren der Kaufmann Matthias B. oder der SS-Mann und Professor für Neuere Deutsche Literaturgeschichte Justus Obenauer.

Auch in Bonn stellte das Novemberpogrom den Auftakt zur Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten dar. In der Folgezeit litten die Bonner Jüdinnen und Juden unter weiteren Restriktionen und Repressionen. Ab 1939 wurden Jüdinnen und Juden aus ihren Häusern gedrängt und in sogenannte Judenhäuser gezwungen und dort isoliert. Am 30. April 1941 beschlagnahmte die Gestapo das Benediktinerinnenkloster „Zur ewigen Anbetung“ in Endenich. In den nächsten Monaten wurden nahezu alle Jüdinnen und Juden aus Bonn und der Region in das Kloster interniert. Das Kloster, welches nur für ein Drittel der Internierten Platz geboten hätte, war völlig überfüllt und die Zustände katastrophal. Es gab nur unzureichend fließendes Wasser und die Gestapo soll mehrfach verschimmeltes Essen verteilt haben. Trotz der menschenfeindlichen Umstände versuchte der Synagogenkantor und Lehrer Siegfried Winterberg noch im Kloster seinen Unterricht aufrechtzuerhalten. Der Unterricht Winterbergs war somit der letzte Unterricht für jüdische Kinder aus Bonn und der Region. Ab 1942 folgte die Deportation der Bonner Jüdinnen und Juden in Konzentrations- und Vernichtungslager im Osten.
Am 27. Juli 1942 wurden die letzte Bonner Jüdinnen und Juden in das KZ Theresienstadt deportiert.

Nie wieder:
heißt Solidarität mit Jüdinnen und Juden
heißt jeder Form von Antisemitismus entgegenzutreten.
heißt Verteidigung von Schutzräumen für Jüdinnen und Juden.
Gegen jeden Antisemitismus

Während es in den meisten deutschen Städten in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zu den Pogromen gegen Synagoge...
09/11/2021

Während es in den meisten deutschen Städten in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zu den Pogromen gegen Synagogen, Geschäfte mit jüdischen InhaberInnen und Jüdinnen und Juden kam, erfolgten die Angriffe in Bonn erst ab dem Morgen des 10. November. Wir werden daher morgen einen Überblick über den Verlauf des Pogroms in Bonn geben.

Gegen jeden Antisemitismus!
Nie wieder Judenhass!

Ihre Name wiederholen, damit sie niemals vergessen werden.Kein Schlussstrich. Kein Vergeben. Kein Vergessen.Enver Şimşek...
04/11/2021

Ihre Name wiederholen, damit sie niemals vergessen werden.
Kein Schlussstrich. Kein Vergeben. Kein Vergessen.

Enver Şimşek
Abdurrahim Özüdoğru
Süleyman Taşköprü
Habil Kılıç
Mehmet Turgut
İsmail Yaşar
Theodoros Boulgarides
Mehmet Kubaşık
Halit Yozgat
Michèle Kiesewetter

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