31/05/2026
Knapp 2.000 Menschen haben gestern in Wiesbaden unter dem Motto „Keine Mittelstreckenwaffen! Nirgends“ gegen die Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland protestiert. Weitere 250 Menschen kamen im oberpfälzischen Grafenwöhr zu einer parallel stattfindenden Kundgebung zusammen. Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ hatte mit 60 weiteren Friedensinitiativen zu dem Protest in Wiesbaden und Grafenwöhr aufgerufen.
Die Demonstrant*innen begrüßten die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, keine Tomahawk-Marschflugkörper in Deutschland zu stationieren als eine gute Nachricht für die Sicherheit in Deutschland und Europa. Statt jetzt eigene Mittelstreckenwaffen mit anderen europäischen Staaten zu entwickeln und bei den USA Tomahawk und Typhon-Startsysteme zu bestellen, solle sich die Bundesregierung für einen Neuanlauf bei Abrüstung und Rüstungskontrolle einsetzen, forderte Kampagnenrat Marvin Mendyka bei der Auftaktkundgebung.
„Wir lehnen Mittelstreckenwaffen in Deutschland und Europa genauso ab wie die russischen Mittelstreckenwaffen. Dass die USA jetzt vorerst
keine Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationieren, muss als Gelegenheit für neue Initiativen zur internationalen Rüstungskontrolle und Abrüstung genutzt werden“, erklärt Kampagnensprecherin Angelika Wilmen.