01/09/2026
👍 Ein neues Zuhause für das historische Gedächtnis unserer Region - Heute wurde das neue Dokumentationszentrum für Regional- und Wirtschaftsgeschichte in Borna offiziell eröffnet. Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit ist an der Lobstädter Straße 36a ein moderner Ort für Geschichte, Forschung und Bildung entstanden.
Unter einem Dach arbeiten künftig das Kreisarchiv des Landkreises Leipzig, das Sächsische Wirtschaftsarchiv e.V. (SWA) und der Förderverein zum Aufbau des Dokumentationszentrums IndustrieKulturlandschaft Mitteldeutschland (DOKMitt e. V.) zusammen. Sie bewahren wertvolle Zeugnisse zur Regional-, Wirtschafts-, Industrie- und Bergbaugeschichte – von historischen Akten, Karten und Fotografien bis hin zu Unternehmensarchiven und Zeitzeugenberichten.
Zur feierlichen Eröffnung sprachen Landrat Henry Graichen und Regina Kraushaar, Sächsische Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung. Grußworte hielten außerdem Peter Krümmel, Vorsitzender des Fördervereins DOKMitt e. V., Jens Hertwig, Vizepräsident der IHK Chemnitz und Präsident der IHK-Regionalkammer Zwickau, Martin Röhrenbeck, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig, sowie Matthias Forßbohm, Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig. Musik spielte das Horn-Trio der Kunst- und Musikschule Landkreis Leipzig.
Landrat Henry Graichen betonte: „Mit dem Dokumentationszentrum sichern wir einen wichtigen Teil unserer regionalen Geschichte dauerhaft und unter modernen Bedingungen.“
Das Projekt zeigt zugleich, was durch gute Ideen, gemeinsames Engagement und die Unterstützung mit Strukturmitteln möglich ist: Rund 17,7 Millionen Euro wurden investiert, 16,5 Millionen Euro davon stammen aus Mitteln des Investitionsgesetzes Kohleregionen und des Freistaates Sachsen.
Das neue Zentrum soll aber nicht nur bewahren, sondern Geschichte erlebbar und zugänglich machen – für Wissenschaft und Forschung ebenso wie für Heimat- und Familienforscher und alle Bürgerinnen und Bürger, die mehr über die Geschichte ihrer Region erfahren möchten.