21/06/2026
Großübung im Schemelsberg-Tunnel
Das Szenario ging von einem schweren Verkehrsunfall mit einem voll besetzten Reisebus aus. Infolge des Unfalls entwickelte sich ein Brand mit starker Rauchentwicklung, der die Rettungskräfte vor anspruchsvolle Aufgaben stellte. Schwerpunkte der Übung waren die Evakuierung der Betroffenen über den Rettungsstollen, die medizinische Erstversorgung an zwei Patientenablagen sowie der Aufbau und Betrieb eines Behandlungsplatzes 25. Zusätzlich wurden der Transport der Verletzten und die Übergabe an die Kliniken unter möglichst realistischen Bedingungen geübt.
Die Übung bot zugleich die Gelegenheit, den kürzlich modernisierten Schemelsberg-Tunnel einschließlich des Rettungsstollens unter realitätsnahen Bedingungen zu testen. Dabei wurden bestehende Rettungs- und Evakuierungskonzepte überprüft und wichtige Erkenntnisse für mögliche Ernstfälle gewonnen.
Allein von ASB, DRK und der LNA-Gruppe waren 96 Einsatzkräfte beteiligt. Insgesamt mussten 59 Verletztendarsteller versorgt werden. Die hohen Temperaturen zwischen 30 und 38 Grad Celsius stellten dabei eine zusätzliche Herausforderung für alle beteiligten Organisationen und Behörden dar.
Fazit: Solche Übungen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Gefahrenabwehr. Auch wenn nicht jeder Ablauf perfekt funktioniert, liefern die gewonnenen Erfahrungen wertvolle Erkenntnisse zur Optimierung von Einsatzstrategien, Kommunikationswegen und Rettungsabläufen. Dadurch können sich alle Beteiligten noch besser auf zukünftige Einsatzlagen vorbereiten.