16/06/2026
Hintergrund der „großen Sozialreformen“
Milliarden aus zivilen Haushaltsmitteln wandern in die Rüstung
Im Herbst 2025 hat die Bundesregierung einen Haushaltsplan für die Jahre 2026 bis 2029 vorgelegt.
Neben einer Steigerung des Gesamthaushalts fällt vor allem der Anstieg der Rüstungsausgaben von 75 im Jahre 2025 auf 168 Mrd. Euro auf. Durch die zusätzliche Kreditaufnahme, vor allem bedingt durch die Rüstungsausgaben, steigt die Zinslast von 30 auf 66 Mrd. Euro. Dies bedeutet, dass die Ausgaben für zivile Zwecke nach dem Abzug von Rüstung und Zinsen im Bundeshaushalt um 60 Milliarden Euro sinken. Unterstellt, es gäbe eine Inflation von 10 Prozent in den vier Jahren, würde der Haushaltsanteil für zivile Zwecke, vor allem Sozialausgaben, weiter an Wert verlieren.
Die Haushaltsplanung belegt eindeutig, dass der gestiegene Rüstungsanteil die Ausgaben für zivile Zwecke verdrängt.
Da der Bundeshaushalt jedoch nicht dauerhaft durch zusätzliche Kredite finanziert werden kann, die Kreditaufnahme in 2029 ist mit 122 Mrd. Euro veranschlagt, soll es Kürzungen in anderen Bereichen geben.
Große Teile der „Agenda 2030“ den Kürzungen bei Rente, Gesundheit, Grundsicherung, .. sind also dem gestiegenen Rüstungsausgaben geschuldet. Lohnarbeitende, Rentner*innen und Menschen die medizinische Behandlung in Anspruch nehmen, müssen durch Zuzahlungen und Kürzungen indirekt für den Anstieg der Ausgaben für Panzer und Drohnen bezahlen.