Traumavereint

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04/06/2026

Oft versucht unser Körper uns etwas mitzuteilen, was wir mit Worten noch gar nicht greifen können. Ob es der ständige Druck im Kopf ist, das Herzrasen ohne Grund oder die ewige Müdigkeit, unser Körper erinnert sich.

Was er in diesen Momenten braucht, ist Sicherheit und Mitgefühl 🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Viele von uns sind mit der Vorstellung aufgewachsen, Gefühle ließen sich auf einer einfachen Skala einordnen: schlecht –...
02/06/2026

Viele von uns sind mit der Vorstellung aufgewachsen, Gefühle ließen sich auf einer einfachen Skala einordnen: schlecht – neutral – gut.

Doch unser emotionales Erleben ist natürlich viel komplexer.
Gerade Menschen mit Traumaerfahrungen kennen Zustände, die sich nicht so leicht einordnen lassen. Da gibt es innere Unruhe, Leere, Anspannung, diffuse Angst oder gleichzeitig widersprüchliche Gefühle. Und überhaupt ist es wahnsinnig schwer, sich überhaupt zu spüren.

Unser Nervensystem arbeitet nicht in einfachen Kategorien. Gefühle sind vielmehr Signale, die uns etwas über unsere Bedürfnisse, Grenzen und unsere Sicherheit sagen. Und wenn man von Kindesbeinen an gelernt hat, dass seine eigenen Bedürfnisse nicht wichtig sind, dann ist es brutal schwer, diese wahrzunehmen und einordnen zu können.

Ein wichtiger Schritt in der Selbstwahrnehmung kann deshalb sein, Gefühle nicht sofort zu bewerten, sondern sie zunächst genauer zu beschreiben.
Nicht „gut“ oder „schlecht“, sondern vielleicht: erschöpft, angespannt, traurig, erleichtert oder verbunden.
Diese differenzierte Wahrnehmung kann helfen, sich selbst besser zu verstehen und angemessener auf die eigenen Bedürfnisse zu reagieren.
Schrittchen für Schrittchen 🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team










01/06/2026

Viele Menschen mit Entwicklungstrauma haben jahrelang funktioniert. Durchgehalten. Weitergemacht.
Wenn der Körper dann irgendwann auf die Bremse tritt, nennt die Welt das Prokrastination.

Das Nervensystem nennt es Schutz.🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Das Schmerzgedächtnis ist ein neurobiologisches Phänomen.  Bei anhaltendem Schmerz verändern sich Nervenbahnen und Verar...
31/05/2026

Das Schmerzgedächtnis ist ein neurobiologisches Phänomen. Bei anhaltendem Schmerz verändern sich Nervenbahnen und Verarbeitungsprozesse im Gehirn. Die Schwelle für Schmerz sinkt, das Nervensystem reagiert schneller und intensiver.
Dabei geht es nicht um „Einbildung“, sondern um reale Veränderungen in der Reizverarbeitung.

Besonders bei chronischem Stress oder traumatischen Erfahrungen kann das System dauerhaft sensibilisiert bleiben.

Die gute Nachricht ist aber, dass unser Nervensystem plastisch ist. Durch sichere, regulierende Erfahrungen kann es sich neu ausrichten. Dazu braucht es Wiederholung, Sicherheit und gaaaaaaanz viel Geduld.🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

30/05/2026

Manchmal vergessen wir, wie viel unser Nervensystem trägt. Wie lange es ausgehalten hat. Wie treu es uns durch Dinge gebracht hat, die niemals ein Mensch hätte allein tragen sollen.

Reguliert oder dysreguliert, es versucht immer, uns zu schützen.

Wie fühlt sich dein Nervensystem heute an?🌻

#️

Kinder in belastenden Herkunftssystemen entwickeln innere Erklärungen für das, was sie erleben.Wenn Bindung unsicher ist...
29/05/2026

Kinder in belastenden Herkunftssystemen entwickeln innere Erklärungen für das, was sie erleben.
Wenn Bindung unsicher ist, sucht das Kind nach Lösungen. Und oft findet es diese bei sich selbst:
„Wenn ich mich mehr anstrenge, wird alles gut.“
„Wenn ich still bin, bleibt es ruhig.“
„Wenn ich besser werde, werde ich geliebt.“
„Morgen wird es anders.“

Diese frühen Illusionen hatten eine wichtige Funktion. Sie sicherten Zugehörigkeit.
Sie bewahrten Hoffnung. Und sie schützten vor Überforderung.

Aus entwicklungspsychologischer Sicht sind solche inneren Konstruktionen logisch und zum Teil überlebensnotwendig. Ein Kind kann komplexe familiäre Dynamiken nicht einordnen. Es kann Sucht, psychische Erkrankung, Gewalt oder emotionale Kälte nicht systemisch verstehen.

Also entsteht eine selbstbezogene Erklärung, weil sie Kontrolle verspricht. Und Kontrolle fühlt sich sicherer an als Ohnmacht.

Viele von uns tragen diese frühen Überzeugungen bis ins Erwachsenenalter.
Manche treiben uns an. Manche erschöpfen uns. Manche halten uns in alten Anpassungsmustern fest.

Es geht nicht darum, das jüngere Ich zu entwerten oder gar "wegzumachen". Ganz im Gegenteil. Es geht vielmehr darum, diese Überlebensleistung zu würdigen.

Und vielleicht dürfen wir heute prüfen, was davon noch gebraucht wird und was wir behutsam und dankbar verabschieden können.🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Borderline und ADHS überschneiden sich in vielen Symptomen, insbesondere in Impulsivität und Emotionsregulation. Dennoch...
28/05/2026

Borderline und ADHS überschneiden sich in vielen Symptomen, insbesondere in Impulsivität und Emotionsregulation. Dennoch unterscheiden sich Entstehung, innere Dynamik und therapeutischer Schwerpunkt deutlich.

Während ADHS primär neurobiologisch begründet ist, steht bei Borderline häufig eine komplexe Bindungs- und Traumageschichte im Hintergrund. Beide können gemeinsam auftreten.

Was habt ihr für Erfahrungen mit diesen beiden Diagnosen?

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Trauma wird häufig mit extremen Ereignissen gleichgesetzt. Die man äußerlich auch sofort als solche erkennt. Doch viele ...
26/05/2026

Trauma wird häufig mit extremen Ereignissen gleichgesetzt. Die man äußerlich auch sofort als solche erkennt.

Doch viele traumatische Erfahrungen sind leise, chronisch und unsichtbar.
Entscheidend ist absolut nicht, wie es „von außen“ wirkt, sondern wie dein Nervensystem es verarbeitet hat.
Und das darf und soll im besten Falle immer ernst genommen werden. 🌻
Deswegen ist das Vergleichen von traumatischen Erlebnissen auch so unnütz, weil da so viele weitere Faktoren eine Rolle spielen und nicht
"nur" das Ereignis selbst.

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Viele Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben, zweifeln an sich selbst. An ihrer Geschichte, ihren Erinneru...
25/05/2026

Viele Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben, zweifeln an sich selbst. An ihrer Geschichte, ihren Erinnerungen, ihren Erlebnissen.
„Warum erinnere ich mich nicht klar?“
„Bilde ich mir das ein?“
„War es wirklich so schlimm?“

Trauma verändert die Art, wie unser Gehirn speichert. In Momenten überwältigender Bedrohung geht es nicht um geordnete Erinnerung ,sondern um Überleben. Das Nervensystem priorisiert Schutz, nicht Protokoll oder Beweisssicherung.

Deshalb sind fragmentierte, lückenhafte oder rein körperliche Erinnerungen nichts Ungewöhnliches. Häufig bleibt vor allem das Gefühl:
Etwas war zu viel.
Etwas war nicht sicher.
Etwas hat mich geprägt.

Diese innere Wahrheit ist erst mal real, auch wenn sie nicht vollständig in Worte gefasst werden kann.
In der traumasensiblen Arbeit geht es nicht darum, Erinnerungen zu erzwingen oder Fakten zu rekonstruieren. Es geht darum, das eigene Erleben ernst zu nehmen, den Körper zu verstehen und Schritt für Schritt Sicherheit aufzubauen.

Um etwas zu verändern, muss man nicht jedes Detail kennen. Aber man darf sich selbst und seinen Symptomen glauben, die fallen nämlich nicht einfach so vom Himmel. 🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Wie ist es denn bei dir? Hast du auch bestimmte Schutzstrategien entwickelt? Wir zeigen dir hier nur ein  paar Beispiele...
24/05/2026

Wie ist es denn bei dir? Hast du auch bestimmte Schutzstrategien entwickelt? Wir zeigen dir hier nur ein paar Beispiele. Es gibt natürlich noch so viele mehr. Sie sind so individuell.

Sie entwickeln sich als Anpassung an frühe Beziehungserfahrungen.
Was in der Kindheit notwendig war, um Sicherheit oder Zugehörigkeit zu sichern, kann im Erwachsenenalter aber halt zu Belastungen führen.

Verstehen ist der meist der erste Schritt.
Selbstmitgefühl der zweite.
Schritt für Schritt 🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Adresse

Bremen
28211

Webseite

https://traumavereint.de/unterstuetze-uns/, https://www.facebook.com/groups/1389709912833345/

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