02/06/2026
Viele von uns sind mit der Vorstellung aufgewachsen, Gefühle ließen sich auf einer einfachen Skala einordnen: schlecht – neutral – gut.
Doch unser emotionales Erleben ist natürlich viel komplexer.
Gerade Menschen mit Traumaerfahrungen kennen Zustände, die sich nicht so leicht einordnen lassen. Da gibt es innere Unruhe, Leere, Anspannung, diffuse Angst oder gleichzeitig widersprüchliche Gefühle. Und überhaupt ist es wahnsinnig schwer, sich überhaupt zu spüren.
Unser Nervensystem arbeitet nicht in einfachen Kategorien. Gefühle sind vielmehr Signale, die uns etwas über unsere Bedürfnisse, Grenzen und unsere Sicherheit sagen. Und wenn man von Kindesbeinen an gelernt hat, dass seine eigenen Bedürfnisse nicht wichtig sind, dann ist es brutal schwer, diese wahrzunehmen und einordnen zu können.
Ein wichtiger Schritt in der Selbstwahrnehmung kann deshalb sein, Gefühle nicht sofort zu bewerten, sondern sie zunächst genauer zu beschreiben.
Nicht „gut“ oder „schlecht“, sondern vielleicht: erschöpft, angespannt, traurig, erleichtert oder verbunden.
Diese differenzierte Wahrnehmung kann helfen, sich selbst besser zu verstehen und angemessener auf die eigenen Bedürfnisse zu reagieren.
Schrittchen für Schrittchen 🌻
Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team