Staatsarchiv Bremen

Staatsarchiv Bremen Das Staatsarchiv Bremen ist der Schlüssel zu Bremens Geschichte.

Klaben, Knipp und Kohl sind die Klassiker unter den kulinarischen Köstlichkeiten aus der Region. Dass die heimische Küch...
03/09/2026

Klaben, Knipp und Kohl sind die Klassiker unter den kulinarischen Köstlichkeiten aus der Region.
Dass die heimische Küche allerdings noch erheblich mehr zu bieten hat, zeigt ein erst kürzlich dem Staatsarchiv aus privater Hand übergebenes Rezeptbuch (StAB 7,500-671). Das Büchlein ist nicht eindeutig datiert, es dürfte aber von der 1928 geborenen Ingelore Oetting als junges Mädchen begonnen worden sein und stammt aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Es erlaubt nicht nur Einblicke in die traditionelle Bremer Küche, sondern dokumentiert auch die sich zunehmend verschlechternde Versorgungslage.

Während einige der aufgeführten Rezepte auch heute noch verbreitet sind (z.B. Bremer Klaben, Gebackenes Lammfleisch oder Schokoladenpudding), muten andere für heutige Gaumen zunächst etwas ungewohnt an (z.B. Nudeln mit Äpfeln, Zunge in Würzbrühe, Hagebuttentunke, Schildkrötensuppe, Gerstenschleim, Gebratene Tauben, Biersuppe).

Im hinteren Teil des Büchleins finden sich vermehrt Notrezepte – ein Indiz für die Entbehrungen jener Zeit. Als Ersatz für Getreide finden sich etwa auffällig viele Kartoffelrezepte, darunter ein Kartoffelkuchen als Brotersatz, der auf 2 Pfund Kartoffeln lediglich 2 Esslöffel Mehl benötigte. Schließlich enthält das kleinformatige Notizbuch auch Strickanleitungen u.a. für Ohrenklappen für Soldaten.

Und noch etwas dokumentiert das Kochbuch in anschaulicher Weise: Durch die ab 1941 verordnete lateinische Schrift lernte und verwendete die Verfasserin zwei Schriftsysteme, die sich z.T. vermischen.

Die Spurensuche geht wieder los!Ab heute, dem 1. September 2026, startet der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten....
01/09/2026

Die Spurensuche geht wieder los!

Ab heute, dem 1. September 2026, startet der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Die Körber-Stiftung lädt Schülerinnen und Schüler zur Spurensuche ein. Das Thema lautet in diesem Jahr „Über den Tellerrand – Essen und Trinken in der Geschichte“.

Welche Ess- und Trinkgewohnheiten gibt es in Bremen und Umgebung?
Wie ist die Schaffermahlzeit entstanden und wer darf daran teilnehmen?
Und wer kocht eigentlich für wen?
Diese und weitere Fragen gilt es zu klären.

Das Staatsarchiv unterstützt Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Tutor:innen gerne bei der Recherche. Eine Themenauswahl, Literaturvorschläge sowie weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite.
Bildquellen:
10, B Kartei 8801
10, B FN 7 - 744
10, B FN 7 – 147

Kleine Münzen, große Geschichte – Einblicke in unsere Sammlungen.Vor einiger Zeit haben wir euch unsere Plakatsammlung v...
27/08/2026

Kleine Münzen, große Geschichte – Einblicke in unsere Sammlungen.

Vor einiger Zeit haben wir euch unsere Plakatsammlung vorgestellt. Heute möchten wir wieder einen Einblick in unsere Bestände geben. Als Staatsarchiv bewahren wir hauptsächlich die schriftliche Überlieferung der Behörden unseres Landes und der Stadt Bremen.
Aber wir haben nicht nur Schriftgüter, sondern auch andere Archivalien: Zum Beispiel Münzen!
Unsere ursprüngliche Sammlung an Münzen, Medaillen und Orden wurde Ende 1942 nach Bernburg/Saale ausgelagert und ist seit Kriegsende leider verschollen. Münzen sind strenggenommen eher Museums- denn Archivgut. Daher haben sich unsere Vorgängerinnen und Vorgänger bewusst gegen einen aktiven Neuaufbau der Sammlung nach dem Krieg entschieden.
Das wir jetzt doch wieder über einen kleinen Schatz an Münzen verfügen verdanken wir hauptsächlich Privatpersonen, deren Spenden zu neuen Zugängen führten.

Unsere Sammlung lässt sich vornehmlich in drei Gruppen einteilen:
Bremer Münzen,
Deutsche Münzen und
Münzen aus dem Ausland

Unter den Bildern findet ihr eine Auswahl der schönsten Exemplare aus unserer Sammlung.

Alle StAB:

Bild 1:13.M – 2 (Vierfache Groten, 1499)
13.M – 3 (2€-Münze, 2010)
Bild 2 und 3: 9.B – 1 (100 Mark, 1898)
Bild 4: 13.M – 3 (50 Pfennige, 1922)
Bild 5: 13.M – 2 (Vierfache Groten, 1499)
Bild 6: 13.M – 3 (2 Mark, 1888)
Bild 7: 13.M – 3 (2€-Münze, 2010)

Geschichte entdecken: Gemeinsam Handschriften entschlüsseln!Einmal wie Historiker:innen arbeiten und in die frühneuzeitl...
24/08/2026

Geschichte entdecken: Gemeinsam Handschriften entschlüsseln!

Einmal wie Historiker:innen arbeiten und in die frühneuzeitlichen Handschriften der Hansezeit eintauchen? Das geht beim ersten Citizen-Science-Tag im Staatsarchiv Bremen! Am 18. September findet die gemeinsame Veranstaltung der Forschungsstelle für die Geschichte der Hanse und des Ostseeraums und des Staatsarchivs Bremen statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Was erwartet Sie? Im Mittelpunkt steht das Lesen und Entziffern historischer Dokumente – konkret der sogenannten Hanserezesse, also der Verhandlungsprotokolle der Städtetage der Hanse aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Der älteste Band der Hanserezesse im Staatsarchiv Bremen gehört sogar zum Weltdokumentenerbe und kann exklusiv am 18. September bestaunt werden.

Sowohl erfahrene Schriftkundler:innen als auch Einsteiger:innen ohne Vorkenntnisse sind herzlich willkommen. Unsere erfahrenen Archivar:innen und Historiker:innen begleiten Sie und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. So können Sie Schritt für Schritt in die spannende Welt der Hansequellen eintauchen und aktiv zur Erforschung und Zugänglichmachung dieser bedeutenden Dokumente beitragen.

Am ersten Termin steht das Kennenlernen im Mittelpunkt. Sie erhalten eine Einführung in das Projekt, lernen die Grundlagen der historischen Schriftkunde kennen und bekommen eine praktische Einführung in den Umgang mit der Transkriptionssoftware Transkribus. So sind Sie bestens vorbereitet, um in die Arbeit einzusteigen. Um Anmeldung wird gebeten, ein Laptop ist erforderlich.

Anmeldung unter: [email protected]

Blau, blau, blau sind alle meine Kleider!Durch das Voranschreiten des weltweiten Handels wurden immer mehr verschiedene ...
21/08/2026

Blau, blau, blau sind alle meine Kleider!

Durch das Voranschreiten des weltweiten Handels wurden immer mehr verschiedene Waren nach Europa importiert - so auch Indigo, das genutzt wurde um Stoffe blau zu färben. Um die heimische Waidpflanze zu schützen, wurde das Färben mit Indigo aber durch Kaiser Ferdinand III. im 17. Jahrhundert verboten. Dagegen wehrten sich unter anderem die Tuchhändler aus Bremen mit einem Schreiben. Als Leseübung hier die Außenadresse in einer Kanzleischrift, einer Antiqua-Kursive und einer Kurrentschrift. Könnt ihr das entziffern?

Hier die Auflösung:
ranskription:
Unterdienstliches Remon-
strations Schrifftlein mit
angeheffter Bitte

Unserer der von Brehmen
undt Hamburg ietzo al-
hier anwesenden Tuch-
handler.

Liebe Besucher:innen des Staatsarchivs,bitte beachten Sie:Wegen einer internen Veranstaltung bleibt das Staatsarchiv amD...
17/08/2026

Liebe Besucher:innen des Staatsarchivs,
bitte beachten Sie:
Wegen einer internen Veranstaltung bleibt das Staatsarchiv am
Donnerstag 20. August
ganztägig geschlossen.

Schulstart im Bremen! Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülerin einen schönen Start ins Neue Schuljahr. Die Bilder z...
13/08/2026

Schulstart im Bremen!

Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülerin einen schönen Start ins Neue Schuljahr. Die Bilder zeigen Schülerinnen der privaten Mädchenschule von Anna Vietor. Die Bilder sind 1914 entstanden.

Bildquellen :
10, B Kartei 3055

Alte Handschriften richtig entziffern ... Wer in einem Archiv mit Originalquellen arbeitet, wird oft vor der Herausforde...
10/08/2026

Alte Handschriften richtig entziffern ...

Wer in einem Archiv mit Originalquellen arbeitet, wird oft vor der Herausforderung stehen, sich auch mit alten Schriften auseinandersetzen zu müssen. Sei es ein handschriftlich ausgefülltes Formular aus den 1930ern, ein Geschäftsbuch von 1650 oder gar eine Urkunde von 1200 – im Archiv begegnet man den verschiedensten Schriften. Das zugehörige Fachgebiet nennt sich Paläographie.

Unser Leitfaden soll einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Schrift vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert geben und einige Hinweise bieten, um vor allem Handschriften des 19. und 20. Jahrhunderts lesen zu können.

Den Leitfaden findet ihr auf unser Webseite unter https://www.staatsarchiv.bremen.de/service/recherchehilfen-researching-tools-14908 Viel Spaß beim

Das verschwundene 2. Bremer StadttheaterDas 2. Bremer Stadttheater war ein klassizistischer Bau, der auf Initiative des ...
06/08/2026

Das verschwundene 2. Bremer Stadttheater

Das 2. Bremer Stadttheater war ein klassizistischer Bau, der auf Initiative des 1835 gegründeten Theater-Aktien-Vereins an den Wallanlagen entstehen sollte. Er stammt aus der Feder des Architekten Heinrich Seemann. Letztlich wurde das repräsentative Gebäude 1843 fertiggestellt.
Seitdem wurden zahlreiche erfolgreiche Aufführungen gezeigt, darunter klassische, aber auch moderne Stücke und Opern. 1889 wurde der Zuschauerraum vergrößert, sodass sogar bis zu 1.400 Personen Platz fanden.

Am 31. August 1943 wurde das Theater bei dem 137. Luftangriff auf Bremen fast vollständig zerstört. In der Ruine waren nur wenige Räumlichkeiten erhalten geblieben, die für Übungen und Proben weiterhin genutzt werden konnten. 1952 fragte der Architekt Karl Heinrich Müller die Stadt Bremen, was aus dem Standort werden solle. Sein Wunsch nach einem neuen Opernhaus unter dem Leitgedanken "Dem Wahren, Guten, Schönen" fand kein Gehör, sodass die Stadt sich am Ende im Jahr 1965 endgültig für den Abriss der Ruine entschied.

Heute erinnert der Theatergarten an den einstigen imposanten Bau. An dem Ort, an dem einst Opern und Ballette aufgeführt wurden, steht nun die von Gerhard Marcks gestaltete Skulptur "die liegende Aegina". Gleichzeitig erinnern die treppenartig angelegten Beete an die ehemaligen Theaterlogen.

Abbildungen
10.B Kartei 827 (Stereogram 1, Bild)
10.B Kartei 373
10.B Kartei 5597 (Ruine)
10.B FN 7 1826
3-S.23., c.2.49
10.B Kartei 3577

Lehrkräfte aufgepasst! Geschichtswettbewerb des BundespräsidentenAuftaktveranstaltung für Lehrkräfte zum Geschichtswettb...
03/08/2026

Lehrkräfte aufgepasst! Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
Auftaktveranstaltung für Lehrkräfte zum Geschichtswettbewerb 2026/27 am 25. August 2026 im Staatsarchiv Bremen

Damit sich Lehrerinnen und Lehrer gut auf den Wettbewerb vorbereiten und ihn in ihre Planung integrieren können, wird die Landesjury Bremen in diesem Jahr wieder eine Auftaktveranstaltung im Staatsarchiv Bremen anbieten. Die Einladung richtet sich vor allem an Geschichtslehrer und Geschichtslehrerinnen, gerne möchten wir aber auch Lehrkräften anderer Fächer bei Interesse die Teilnahme ermöglichen. Es wird eine Einführung in den Geschichtswettbewerb und einen Impulsvortrag zum aktuellen Thema sowie eine methodische Einführung in die Arbeit und das Material im Archiv geben.

Wann: Dienstag 25.08.2026, 16.00 bis 18.30 Uhr
Wo: Staatsarchiv Bremen, Lesesaal
Anmeldung über: E-Mail [email protected]

Mehr Informationen unter www.staatsarchiv.bremen.de

Adresse

Am Staatsarchiv 1
Bremen
28203

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 16:00
Dienstag 09:00 - 16:00
Mittwoch 09:00 - 16:00
Donnerstag 09:00 - 16:00
Freitag 09:00 - 13:00

Telefon

+494213616221

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