24/07/2026
BWG fordert Rücktritt von AfD-Stadtrat Markus Leopold
Die Burglengenfelder Wählergemeinschaft (BWG) hat die persönlichen Entgleisungen von Stadtrat Markus Leopold zunächst bewusst zurückhaltend kommentiert. "Wir wollten ihm die Gelegenheit geben, sein Verhalten ehrlich einzuordnen, Verantwortung zu übernehmen und sich aufrichtig zu entschuldigen", so Fraktionssprecher Gregor Glötzl.
Die von Herrn Leopold am Mittwoch in der Stadtratssitzung abgegebene Erklärung hat diese Hoffnung jedoch vollständig enttäuscht. Statt Bedauern, Reue oder Selbstreflexion war vor allem der Versuch erkennbar, sich mit Verweis auf laufende polizeiliche Ermittlungen selbst zu schützen. Eine glaubwürdige Entschuldigung sieht anders aus.
Dabei geht es keineswegs um ein Bagatelldelikt. Im Raum stehen Vorwürfe des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie rassistische Beleidigungen. Wer sich nicht einmal zu einer klaren Entschuldigung für rassistische Äußerungen im alkoholisierten Zustand durchringen kann, lässt erhebliche Zweifel daran aufkommen, ob es sich tatsächlich nur um einen einmaligen Ausrutscher handelt.
Auch wenn die rechtlichen Hürden für einen Mandatsverlust hoch sind, gilt für politische Mandatsträger ein anderer Maßstab. Als Repräsentant unserer Heimatstadt trägt Herr Leopold Verantwortung für das Ansehen Burglengenfelds und für die Werte, die wir Demokraten vertreten. Durch die überregionale Berichterstattung ist unserer Stadt bereits erheblicher Schaden entstanden.
Deshalb fordert die BWG Markus Leopold unmissverständlich auf:
Herr Leopold, übernehmen Sie Verantwortung und treten Sie unverzüglich von Ihrem Stadtratsmandat zurück.