08/09/2026
Heute erinnert der Internationale Tag der Alphabetisierung daran, dass Lese- und Schreibschwächen selten sichtbar sind. Sie zeigen sich in einem unausgefüllten Formular, in der Entschuldigung beim Unterschreiben, im Rückzug, wenn im Meeting etwas vorgelesen werden soll. Und sie trifft Menschen mitten im Leben – laut LEO-Studie 2018 über 6,2 Millionen Erwachsene in Deutschland.
Für das IBB ist das kein abstraktes Thema. Viele Menschen, die wir begleiten, kennen diese Erfahrung.
Drei Dinge, die du im Alltag tun kannst, um Betroffene zu unterstützen:
-Formuliere kurze Sätze in klarer Sprache. Das nimmt Druck, ohne jemanden bloßzustellen.
-Hilfe anbieten, ohne zu fragen. „Soll ich kurz mitlesen?" – ein Satz, der vieles leichter macht.
-Scham nicht vergrößern. Kein Kommentar, kein Blick, kein Seufzen. Wertschätzung kostet nichts.
Denn Grundbildung ist die Voraussetzung für Teilhabe.
Wie geht ihr in eurem Umfeld damit um? Schreibt es in die Kommentare.
Bildquelle: AdobeStock