Die Linke in Stadtrat und Kreistag Celle

Die Linke in Stadtrat und Kreistag Celle Facebook-Seite der Abgeordneten der LINKEN in Stadtrat und Kreistag Celle, Behiye Uca, Stephan Ohl und Reinhard Rohde.

Wer beim Wohngeld kürzt, kürzt soziale Sicherheit!Wohnen wird immer teurer. Ausgerechnet CDU und SPD kürzen beim Wohngel...
08/09/2026

Wer beim Wohngeld kürzt, kürzt soziale Sicherheit!
Wohnen wird immer teurer. Ausgerechnet CDU und SPD kürzen beim Wohngeld.
Für die Linke Celle passt das kaum zu den Versprechen, die beide Parteien derzeit im Kommunalwahlkampf zum bezahlbaren Wohnen machen.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache:
Niedersächsische Haushalte mussten 2023 durchschnittlich 1.163 Euro monatlich für Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung ausgeben. Zehn Jahre zuvor waren es noch 883 Euro. Ein Anstieg um fast 32 Prozent. Bei Haushalten mit einem Nettoeinkommen unter 3.600 Euro liegt der Wohnkostenanteil inzwischen bei über 40 Prozent.
„CDU und SPD entdecken im Kommunalwahlkampf plötzlich das bezahlbare Wohnen. Gleichzeitig will ihre Bundesregierung ausgerechnet beim Wohngeld den Rotstift ansetzen. Beides zusammen passt überhaupt nicht“, erklärt Stephan Ohl, Kreisvorsitzender der Linken in Celle. „Wer bezahlbares Wohnen auf seine Plakate und in seine Programme schreibt, muss sich auch daran messen lassen, was die eigene Partei macht, wenn sie tatsächlich regiert.“
Für Ohl geht es dabei um mehr als eine einzelne Sozialleistung. „Über soziale Gerechtigkeit lässt sich wunderbar reden. Entscheidend wird es dort, wo Menschen keine Wahl haben. Niemand kann auf Wohnen verzichten. Wenn bei kleinen und mittleren Einkommen mehr als 40 Prozent allein fürs Wohnen draufgehen, läuft etwas grundsätzlich schief. Dann beim Wohngeld zu kürzen, ist keine Sparpolitik; es ist eine Entscheidung darüber, wer die Rechnung bezahlt.“
CDU und SPD wollen unter anderem die vorgesehene Dynamisierung des Wohngeldes aussetzen und die Heizkostenkomponente halbieren. „Die Mieten werden nicht niedriger, weil CDU und SPD beim Wohngeld sparen. Die Heizkosten sinken davon auch nicht. Es bleibt schlicht weniger Unterstützung für diejenigen, die sie brauchen.“ Dabei gehe es längst nicht nur um Menschen am Existenzminimum. Hohe Wohnkosten treffen zunehmend Beschäftigte, Familien sowie Rentnerinnen und Rentner. „Wer arbeitet oder sein Leben lang gearbeitet hat, darf nicht irgendwann vor der Frage stehen, ob die eigene Wohnung noch bezahlbar ist. Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Genau hier entscheidet sich die soziale Frage.“ Für die Linke reicht es deshalb nicht, die geplanten Wohngeldkürzungen zu stoppen. Gleichzeitig müsse der Anstieg der Mieten begrenzt werden. Ein von der Linken in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten zeige Möglichkeiten für einen bundesweiten Mietendeckel auf.
„Wohngeld ist notwendig, solange Menschen vor den Preisen auf dem Wohnungsmarkt geschützt werden müssen. Aber es kann doch nicht die dauerhafte Lösung sein, dass der Staat mit Steuergeld immer höheren Mieten hinterherläuft. Wir müssen an die Mieten ran.“
Ohl richtet deshalb eine klare Forderung an CDU und SPD:
„Soziale Gerechtigkeit entscheidet sich bei den Dingen, auf die niemand verzichten kann: beim Wohnen, bei Energie, Lebensmitteln und Mobilität. Wer hier in Celle bezahlbares Wohnen verspricht und in Berlin beim Wohngeld kürzt, muss diesen Widerspruch erklären. Bezahlbares Wohnen ist kein Wahlkampfversprechen. Es ist eine soziale Verpflichtung.“

Die Linke Celle zur Wahl in Sachsen-AnhaltSozialkürzungen ebnen den Weg zur Mehrheitsfähigkeit der AfD„Dass sich für die...
07/09/2026

Die Linke Celle zur Wahl in Sachsen-Anhalt
Sozialkürzungen ebnen den Weg zur Mehrheitsfähigkeit der AfD
„Dass sich für die rechtsextremistische AfD die Option auf Regierungsverantwortung ergeben würde, war leider absehbar", meint Leni
Greiner, stellvertretende Kreisvorsitzende der Celler Linken und gebürtige Sachsen-Anhalterin: „Wer soziale Sicherheit schleift, darf
sich über den Vertrauensverlust in die Politik nicht wundern. Der Großangriff der Bundesregierung auf erkämpfte Sozialsysteme hat
wesentlich zu dieser Eskalation beigetragen." Dass der Kipppunkt sich in den östlichen Bundesländern ergeben würde, sei angesichts der nach
wie vor in materieller Hinsicht ungleichen Lebensverhältnisse in Ost und West zu erwarten gewesen.
Die Kreisvorsitzende Behiye Uca befürchtet nicht allein für Sachsen-Anhalt, sondern für die ganze bundesdeutsche Gesellschaft eine
weitere Stufe der Entsolidarisierung: „Die AfD steht programmatisch für eine neoliberale Politik, sie macht Politik für die Reichen. Für
diejenigen, die Abstiegsängste haben, ist das Angebot der Rechtsextremisten, dass sie nach unten treten können. Und leider ist
auch zu befürchten, dass der Hass gegen Menschen mit migrantischem Hintergrund offen ausgelebt wird."
Für Greiner zeigt diese Wahl, dass die Politik der Sozialkürzungen zum Vertrauensverlust in die Demokratie und zur Mehrheitsfähigkeit der AfD entscheidend beigetragen hat: „Die Konsequenz kann nur sein, die Leistungskürzungen bei Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Rente zurückzunehmen. Und auch was auf kommunaler Ebene nur negative Wirkungen entfalten wird, muss zurückgenommen werden: die Wohngeldkürzung, die beabsichtigten Kürzungen bei der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Eingliederungshilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen."
77 Prozent der AfD-Wählerinnen und -Wähler haben laut Meinungsforschung Angst vor dem, was kommen wird. Damit liegen sie im Vergleich weit vorn. Doch Zukunfts- und Abstiegsängste reichen längst weit über die AfD-Wählerschaft hinaus.
Greiner abschließend: „Wer die AfD wirklich stoppen will, kann nicht gleichzeitig den Sozialstaat zerlegen. CDU und SPD reden von einer Brandmauer gegen rechts - und reißen mit ihrer Sozialpolitik das Fundament darunter weg. Wer Menschen Angst vor dem sozialen Absturz macht, baut der AfD keine Mauer in den Weg. Er baut ihr die Treppe zur Macht."

02/09/2026

„Die entscheidende Frage ist, für wen wir unsere Innenstadt entwickeln“
Kaum ein Thema nimmt im Celler Kommunalwahlkampf so viel Raum ein wie die Zukunft des ehemaligen Karstadt-Gebäudes. Parteien präsentieren Vorstellungen, bei Podiumsdiskussionen wird über Abriss, Neubau und die Pläne des Oberbürgermeisters gesprochen. Stephan Ohl, Ratsmitglied der Linken im Stadtrat, vermisst dabei inzwischen etwas Entscheidendes: die Grundlagen für all diese Festlegungen.
„Mich wundert, wie viele schon ziemlich genau wissen, was mit Karstadt passieren soll. Ich weiß es nicht. Und solange wesentliche finanzielle, wirtschaftliche und konzeptionelle Fragen nicht beantwortet sind, halte ich das auch für die verantwortungsvollere Position.“
Für Ohl beginnt die Debatte bereits mit der falschen Fragestellung. Es gehe nicht in erster Linie darum, was aus dem Karstadt-Gebäude werde:
„Die entscheidende Frage ist, für wen wir unsere Innenstadt entwickeln und welche Innenstadt Celle in 20, 30 oder 40 Jahren braucht. Erst danach können wir vernünftig entscheiden, was Karstadt dabei für eine Funktion übernehmen soll.“
Ein neues Quartier an dieser Stelle müsse über Jahrzehnte funktionieren. Dafür reiche weder ein attraktiver Architekturentwurf noch die Hoffnung, dass sich anschließend schon Investoren und Nutzer finden würden. Zunächst müsse geklärt werden, welche Angebote in der Celler Innenstadt langfristig gebraucht würden und für welche tatsächlich eine ausreichende Nachfrage bestehe.
Ohl: „Wer soll dort wohnen, wer soll dort einkaufen, arbeiten oder seine Freizeit verbringen? Brauchen wir zusätzlichen Einzelhandel – und wenn ja, welchen? Welche Rolle spielen Wohnen, Gastronomie, Dienstleistungen, Kultur, soziale Angebote und konsumfreie Räume? Und vor allem: Können sich die Menschen die dort entstehenden Angebote und Wohnungen überhaupt leisten? Das sind für mich als Linken keine Nebensächlichkeiten.“
Dabei dürfe das Karstadt-Areal nicht isoliert betrachtet werden. Neue Handels- und Gastronomieflächen könnten Auswirkungen auf bestehende Betriebe in der gesamten Innenstadt haben. Gleichzeitig müsse berücksichtigt werden, was eine möglicherweise lange Abriss- und Bauphase für die unmittelbar angrenzenden Geschäfte und Gastronomiebetriebe bedeute.
„Wir dürfen nicht am Ende ein tolles neues Quartier feiern und feststellen, dass wir auf dem Weg dorthin bestehende Strukturen geschädigt haben. Stadtentwicklung muss auch diejenigen im Blick haben, die heute schon da sind.“
Zur wirtschaftlichen Betrachtung gehöre deshalb weit mehr als die Wirtschaftlichkeit eines einzelnen Grundstücks. Entscheidend seien Kaufkraft, Bevölkerungsentwicklung und Kundenströme in der gesamten Stadt und im Landkreis. Die Frage müsse beantwortet werden, wer die zusätzlichen Angebote künftig tatsächlich nutzen solle.
Untrennbar damit verbunden sei die Mobilität. Eine attraktive Innenstadt könne dauerhaft nur funktionieren, wenn Menschen sie auch erreichen könnten.
„Wenn wir Menschen aus den Stadtteilen und dem Landkreis als Besucher, Kunden oder Beschäftigte gewinnen wollen, müssen wir darüber reden, wie sie morgens, abends und am Wochenende in die Innenstadt und wieder nach Hause kommen. Deshalb gehören Innenstadtentwicklung und ein attraktiver ÖPNV für mich zusammen.“
Auch die Entscheidung zwischen Erhalt, Umbau und Abriss müsse anhand nachvollziehbarer Kriterien getroffen werden. Wenn unterschiedliche Varianten finanziell in ähnlichen Größenordnungen liegen sollten, müssten neben den Kosten unter anderem Nachhaltigkeit, Ressourcenverbrauch, Bauzeiten, Belastungen für das Umfeld und die langfristige Nutzbarkeit berücksichtigt werden.
Und schließlich gebe es Fragen, die bislang öffentlich kaum beantwortet seien: Welche tatsächlichen Gesamtkosten und Verpflichtungen wären mit einem Erwerb verbunden? Welche Risiken übernimmt die Stadt? Was kostet der Weg vom heutigen Gebäude bis zu einem nutzbaren neuen Quartier? Welche Varianten wurden untersucht und miteinander verglichen?
Ohl will daraus ausdrücklich keine eigenen Zahlen ableiten:
„Ich kenne die Antworten auf viele dieser Fragen nicht. Aber genau das ist der Punkt. Ich wundere mich über Politikerinnen und Politiker, die im Wahlkampf schon Antworten präsentieren, obwohl wesentliche Entscheidungsgrundlagen jedenfalls öffentlich nicht vorliegen.“
Bereits im Mai hatte Ohl in der Karstadt-Debatte darauf verwiesen, dass sich die Zukunft der Innenstadt nicht daran entscheide, wie ein einzelnes Gebäude aussehe, sondern welche Angebote dort entstünden und ob Menschen die Innenstadt erreichen und gerne nutzen könnten. An dieser Position habe sich nichts geändert.
Deshalb fordert Ohl, vor einer weitreichenden Entscheidung die finanziellen, baulichen und konzeptionellen Grundlagen so weit wie rechtlich möglich öffentlich vorzulegen und die unterschiedlichen Entwicklungsvarianten nachvollziehbar gegenüberzustellen.
„Ein Architektenwettbewerb kann uns zeigen, wie Karstadt einmal aussehen könnte. Er beantwortet aber nicht, welche Innenstadt Celle in 40 Jahren braucht. Erst müssen wir wissen, für wen wir diesen Ort entwickeln, was dort dauerhaft funktionieren kann, wie die Menschen dorthin kommen und was das Ganze kostet. Dann können wir über Gebäude reden.“
Für Ohl gilt deshalb bei Karstadt eine einfache Reihenfolge:
„Erst die Menschen. Dann die Nutzung. Dann das Konzept. Und erst danach Beton.“

02/09/2026

Was würdest du tun, wenn du Oberbürgermeister*in wärst? Diese Frage...

22/08/2026
Wahlkampf in der Poststraße
15/08/2026

Wahlkampf in der Poststraße

11/08/2026
Tour de Verkehrswende in CelleAm Di, 11.8., ist die "Tour de Verkehrswende" in Celle. Auf dem Brandplatz gibt's 17:30 ei...
10/08/2026

Tour de Verkehrswende in Celle
Am Di, 11.8., ist die "Tour de Verkehrswende" in Celle. Auf dem Brandplatz gibt's 17:30 eine Begrüßung durch Kirsten Lühmann, stellvertretende Landrätin des Landkreises Celle und Präsidentin der Deutschen Verkehrswacht (DVW) --- Um 18:15 wird im Kammer-Kino der Film “Cycling Cities” gezeigt (sehr gut!) und zwar: Eintritt frei" - ab 20:00 gibt's die Möglichkeit zum Austausch zum Film mit der Vorstellung von KLiCeKLEIN, den mobilen Pflanzgefäßen und anderen spannenden Gefährten, sowie Empfehlungen für Superblocks --- und ab 21:00 öffentliches Konzert von “Steffen mit dem Gitarrenfahrrad”

Adresse

Celle
29221

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Die Linke in Stadtrat und Kreistag Celle erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Organisation Kontaktieren

Nachricht an Die Linke in Stadtrat und Kreistag Celle senden:

Verknüpfungen

Teilen