VVN-BdA Chemnitz

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18/09/2012

Mit großem Entsetzen haben die Mitglieder des VVN BdA Sachsen am Tag der Sachsen in Freiberg mit ansehen müssen, das innerhalb des von der Staatsregierung genehmigten Demonstrationszuges, Teile der alten Wehrmacht mit Rangabzeichen, Fahnen und Symbolen aufmarschieren durften.
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Presseerklärung des VVN BdA Sachsen zum Aufmarsch der ehemaligen Wehrmacht anlässlich des Tages der Sachsen in Freiberg

Mit großem Entsetzen haben die Mitglieder des VVN BdA Sachsen am Tag der Sachsen in Freiberg mit ansehen müssen, das innerhalb des von der Staatsregierung genehmigten Demonstrationszuges, Teile der alten Wehrmacht mit Rangabzeichen, Fahnen und Symbolen aufmarschieren durften.

Als standhafte Antifaschisten sind wir empört, dass unter dem Mantel „unpolitischer deutscher Traditionen“ gerade Symbole jener Armee öffentlich gezeigt werden dürfen, die als williger Vollstrecker des Hitlerfaschismus für den millionenfachen Völkermord ,der Vernichtung und Tod über Europa gebracht hat , mit verantwortlich ist.

Es ist mehr als beschämend, dass Symbole dieser faschistischen Armee, ohne auch nur einen Hinweis auf ihr verbrecherisches wirken im 3.Reich, im Festumzug zum Tag der Sachsen gezeigt werden durften

Es verwundert nicht, dass gerade angesichts solch skandalöser Bilder der Rechtsextremismus in Sachsen immer wieder Nährboden erhält.

Die Mitglieder unseres Verbandes fordern deshalb den Landtag und die Staatsregierung auf, eine kritische Auswertung des Aufmarsches von Teilen der alten deutschen Wehrmacht vorzunehmen und Sorge dafür zu tragen, dass eine Wiederholung derartiger Vorkommnisse für immer ausgeschlossen wird.

Getreu dem Schwur von Buchenwald:

„Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!“ wenden wir uns mit aller Entschiedenheit gegen eine Verharmlosung und unpolitische Darstellung der ehemaligen faschistischen Wehrmacht zum Tag der Sachsen in Freiberg 2012!

Dresden, 12.September 2012

VVN BdA Sachsen

im Auftrag des Vorstandes

21/06/2012

Erklärung Lidice 2012

Erklärung der FIR zum 10.Juni 1942 – 2012

Die Opfer von Lidice mahnen noch heute!

Faschistische Politik war eine Vernichtungspolitik, die auch vor barbarischen Morden an der

Zivilbevölkerung nicht zurückschreckte. Dies betraf nicht nur den Krieg gegen die Sowjetunion, der wegen der zahlreichen Massenmorde zurecht als „Vernichtungskrieg“ bezeichnet wird, sondern auch die anderen Kriegsschauplätze, an denen Wehrmacht und SS - Einheiten gemeinsam Verbrechen gegen die Bevölkerung begingen.

Vor 70 Jahren, am 10.Juni 1942 ermordeten deutsche Truppen in der Tschechoslowakei in dem 500-Einwohner-Dorf Lidice rund 20 Kilometer nordwestlich von Prag die gesamte männliche Bevölkerung,

deportierten die Frauen in Konzentrationslager und brachten die meisten Kinder zur Umerziehung nach Deutschland. Zwei Wochen später töteten deutsche Truppen mehr als 30 Männer in Lezaky, rund hundert Kilometer östlich von Prag. Als Rechtfertigung für diese Massaker nannten die faschistischen Okkupanten den erfolgreichen Bombenanschlag auf Reinhard Heydrich, den Planungsbeauftragten für die "Endlösung" der Judenfrage und höchsten NS-Funktionär im damaligen Böhmen und Mähren.

In der Tat gelang es Ende Mai 1942 einer Gruppe in Großbritannien trainierter tschechischerWiderstandskämpfer direkt in Prag diesen Verantwortlichen für zahllose Verbrechen auch gegen die tschechische Bevölkerung zu töten. Aus Rache und, um die tschechische Zivilbevölkerung einzuschüchtern, wurden das Dorf Lidice vernichtet und später die Männer von Lezarky erschossen.

Doch auch dieser Terror konnte den illegalen Widerstandskampf in der CSR nicht unterdrücken. Auch tschechoslowakische Antifaschisten leisteten ihren Beitrag zur Befreiung ihres Landes vom Faschismus.

Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) erinnert an diesem Tag an die Kämpferinnen und Kämpfer gegen den Faschismus, die trotz Terror und Verfolgung ihren Mut und Kampfeswillen bewahrt haben.

Die FIR gedenkt aller Opfer von Lidice. Und es gilt dabei gegen alle Versuche der Geschichtsfälschung deutlich zu machen: Nicht der antifaschistische Widerstand war verantwortlich für dieses Massaker, sondern die faschistische Okkupationspolitik.

Keine Relativierung faschistischer Verbrechen zulassen!

Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

Für den Exekutivausschuss Dr. Ulrich Schneider, Generalsekretär

Selbstauslöser 2.0 in Sachsenburg – Geschichte zum Greifen nahTechniken entwickeln für das Zusammenleben in einer demokr...
21/06/2012

Selbstauslöser 2.0 in Sachsenburg – Geschichte zum Greifen nah

Techniken entwickeln für das Zusammenleben in einer demokratischen Gesellschaft – darum geht es bei der Workshopwoche “Selbstauslöser” vom 13. bis zum 19. August 2012. Auch in diesem Jahr macht die Jugendinitiative “Klick” den kleinen Ort Sachsenburg bei Frankenberg wieder zu einem Zentrum der modernen Gedenkstättenpädagogik, zu einer wichtigen Ideenschmiede für die Aufarbeitung regionaler Geschichte.


Was die wenigsten wissen: in Sachsenburg befand sich – direkt vor unserer Haustür – von 1933 bis 1937 ein Konzentrationslager. Vieles auf dem ehemaligen Lagergelände liegt noch im Dunkeln und wartet darauf, in vier spannenden Workshops (Landart, Audioguide, Fotokunst, Videoblog) entdeckt zu werden. Das Prinzip learning by doing steht dabei im Vordergrund. Wir setzen auf neue Konzepte und Ideen, denn Sachsen ist das Land der Innovationen und kreativen Köpfe. Ob im Bereich des Automobilbaus oder in der aktuellen Kulturszene – überall gibt es hier Marken, die für den Fortschritt stehen. Überall möchten Sachsen einen Schritt weiter gehen. Auch in Sachsenburg wird Neuland betreten, Geschichte neu entdeckt, erfasst und hinterfragt. Wie kann die Vergangenheit aufgearbeitet, wie können Konflikte bewältigt werden? Das sind die brennenden Fragen der Zeit. Fragen, denen wir uns im August wieder stellen.

Das Wochenende des 3. Sachsenburger Dialogs inspirierte ein paar begeisterte BesucherInnen spontan zu einem musikalische...
21/06/2012

Das Wochenende des 3. Sachsenburger Dialogs inspirierte ein paar begeisterte BesucherInnen spontan zu einem musikalischen Beitrag.




http://www.youtube.com/watch?v=vBOeb_LYiW8&feature=plcp

Eine Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus im dritten Reich hier im KZ-Sachsenburg bei Frankenberg

21/06/2012

Selbstauslöser - Workshopwoche 2012

Es war ein bisschen Still um die Workshopwoche geworden, aber nur weil wir fleißig geplant und gewerkelt haben.
Die neuen Flyer sind diese Woche frisch aus der Druckerei gekommen und wer keinen abbekommt, kann den Selbstauslöser-Flyer für 2012 herunterladen.

Flyer:http://selbstausloeser.eu/media/selbstausloeser2012.pdf

Natürlich ist die Website auch schon auf dem aktuellen Stand und es kann sich auch schon angemeldet werden.

Wir freuen uns auf euch!

Anmeldung: http://selbstausloeser.eu/anmeldung/

21/06/2012

selbstausloeser.eu Workshopwoche in Sachsenburg

Die Idee

Lange Zeit hatten wir keinerlei Wissen von diesem Gedenkort nationalsozialistischer Verbrechen in unserer unmittelbaren Umgebung. Einige von uns haben bereits als Jugendliche/junge Erwachsen die Konzentrationslager Buchenwald, Sachsenhausen und auch Auschwitz besucht, doch regionale Bezüge und Gedenkorte sind uns bisher weniger bekannt. Die Erkenntnis und Vermutung, dass es anderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen trotz schulischen Geschichtsunterrichts ähnlich geht, veranlasste uns darüber nachzudenken, wie wir den Gedenkort Sachsenburg bekannter machen können. So brachten wir in Erfahrung, dass es eine Lagerarbeitsgemeinschaft Sachsenburg gibt, die vorwiegend aus Senior_innen besteht und kamen nach einem ersten Kontakt zu dem Entschluss, dass es ein jugendgemäßes Angebot braucht. Dafür gründeten wir die Jugendinitiative und im Mittelpunkt unseres Tuns steht dabei die Frage: „Wie wollen wir in einer demokratischen Gesellschaft zusammenleben und Verantwortung für Geschichte übernehmen?

Sachsenburg wird als Ausflugsziel touristisch stark frequentiert – doch die Ereignisse von 1933-1937 sind bei vielen Menschen kaum bekannt oder sehr verblasst. Innerhalb unserer Workshopwoche wollen wir über ein kulturelles Rahmenprogramm wie z.B. eine Kunstausstellung bei zufälligen Besucher_innen Interesse wecken und erste Zugänge zur Geschichte des Ortes ermöglichen. Am Ende der Woche ist zudem geplant, die Erfahrungen und Ergebnisse der Workshops öffentlich auf dem Gelände zu präsentieren und damit vielen Menschen zugänglich zu machen. Mit Interessierten wollen wir über die Zukunft der Gedenkstätte ins Gespräch kommen und uns nachhaltig für deren Ausbau einsetzen.

Selbstsauslöser ist eine Workshopwoche, die den Fokus auf das KZ Sachsenburg richten soll. Sie wird von jungen Erwachsenen selbts organisiert und bietet Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Multiplikatoren die Möglickeit diesen Teil der regionalen Geschichte wiederzuentdecken.

Adresse

Chemnitz
09126

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