13/08/2026
Billerbecker Akustiksession an Billerbecks Bahnhof
Musik-Event mit Gleisanschluss
Neuer Ort, altes Konzept: Die traditionelle Billerbecker Akustiksession zieht zum Bahnhof. Ab dem 2. September startet das Musikertreffen in den Räumen des Bahnhof-Cafés.
Zuletzt fand die Akustiksession bei Mertens am Dom statt, entweder im kleinen Saal oder im gemütlichen Biergarten. Mit dem Umzug wollen die Macher der Session wieder zurück zu den Wurzeln. Jahrelang haben sich die Musiker im Billerbecker Forum getroffen. „Das hatte mehr Konzertcharakter“, erinnert sich Jochen Leifeld. Er gehört zu den Gründern der Session, die ursprünglich 1998 im „Cha Cha“ geboren wurde. Damals hatten die Baumberger Musiker Günther Leifeld-Strikkeling, Norbert Weigang, Hermann-Josef Vieth und Gerd und Hedwig Schlüter das lockere Musikertreffen aus der Taufe gehoben. Motto: Jeder kann spielen, alles ist erlaubt. Schluss ist nach drei Stücken.
Seither hat die Session öfter mal den Ort gewechselt: Vom Cha-Cha ins Forum, als das schloss, ging es in Jöppis Kneipe und von dort zu Mertens am Dom. Während der Corona-Zeit fand die Session sogar im Internet statt und brachte dort Musiker aus Brandenburg auf die Mattscheibe.
Bemerkenswert immer wieder, welche musikalische Vielfalt sich in den Baumbergen versteckt. Zu den Dauergästen der Session gehören Peter Päßler mit Band, die Billerbeats, der Mundharmonikanist Gerd Gorke oder der Ex-Fidel-Michel-Gitarrist Martin Hannemann, ebenso wie das Duo Dorothee Stennecken und Georg Hallekamp oder Markus Dassmann und Harry Helmer. Immer wieder gibt es Überraschungen wie die ukrainische Ärztin Vladylsava Stasii mit eigenen Liedern. Oder Patou Madita aus Coesfeld mit afrikanischen Einschlägen.
Während Kneipensänger Wolf Lüerßen sich wie in irischen Musikclubs auch gegen Gläserklirren und Gespräche durchsingen kann, hatten allerdings manche Künstler in den vergangenen Jahren Probleme mit den Nebengeräuschen in der Kneipe am Dom. „Das wird jetzt wieder ruhiger“, verspricht Jochen Leifeld. Im Alexianer-Café wird man sich die Getränke an der Theke holen müssen, Service am Tisch soll es nicht geben. Der Raum ist konzert-erprobt und es gibt sogar ein Klavier. Im Sommer kann auch draußen gespielt werden. Die Lautstärke der Musiker ist meist dezent – eben akustisch.
„Wir hoffen, dass uns die Stammgäste erhalten bleiben“, meint Robert Wilken. Der Billerbecker Fotograf ist Gitarrist bei mehreren Bands und ebenfalls Session-Urgestein. Künftig sollen in unregelmäßigen Abständen Musiker als „Opener“ eingeladen werden. Sie werden dann eine Dreiviertelstunde spielen können, ehe die offene Session beginnt. Auch in der Vergangenheit gab es solche Sonderkonzerte, etwa mit dem kanadischen Gitarristen Don Alder oder Adam Rafferty aus New York.
Künftig werden die offenen Sessions an Billerbecks Bahnhof an jedem 1. Mittwoch im Monat (außer im Januar 2027) um 19:00 Uhr beginnen. Schluss ist dann um 22 Uhr. Gut für Gäste, die mit der Bahn kommen: um 22:19 Uhr fährt die letzte Baumberge-Bahn nach Münster, in Richtung Coesfeld um 22:38 Uhr.
Musikerinnen und Musiker aller Genres und Stilrichtungen sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen und jede Session zu einem Unikat zu machen! Eine Anmeldung ist nicht nötig und der Eintritt ist natürlich frei!
www.facebook/akustiksessionbillerbeck