Der Bauspielplatz am Senkelsgraben ist eine private Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit, seit 1994 getragen vom gleichnamigen gemeinnützigen Förderverein Senkelsgraben in Wahnheide e.V. Dabei liegt der Schwerpunkt jedoch auf der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Dementsprechend liegt der Fokus pädagogischer Betreuung durch die Einrichtung vor allem auf Kindern und Jugendlichen im Alte
r von 6 bis 14 Jahren aus Wahnheide und den angrenzenden Stadtteilen. Der Alltag in der Einrichtung orientiert sich besonders an der Lebenswelt, den Wünschen und den Bedürfnissen dieser primären Zielgruppe. Die Geschichte des Bauspielplatzes nahm ihren Ursprung in einer Ferienspielaktion im Sommer des Jahres 1979; dabei hatte das Konzept der Gründer von Beginn an gestimmt:
Aus einer Porzer Sommerferien-Spielaktion mit Hüttenbauen im Jahre 1979 wurde der heutige Bauspielplatz Senkelsgraben in Wahnheide geboren. Bis 1993 wurde der Spielbetrieb unter städtischer Regie geführt, seit 1994 sichert alleine der private, gemeinnützige Förderverein Bauspielplatz Senkelsgraben in Wahnheide e.V. den Fortbestand des Ganzjahres-Spiel- und Freizeitangebotes für Kinder und Jugendliche ausschließlich in bürgerschaftlichem Engagement. Als Mitte 1993 in Zeiten knapper Haushaltskasse der Stadt das Geld zum weiteren Betrieb auf dem 6.500 qm großen Gelände fehlte, stand das einzigartige Spiel- und Freizeitangebot auf „der Kippe“. Mit der Schließung wurden enttäuschte Kinder und Eltern zurück gelassen und standen vor verriegelten Toren. Die Hütten verfielen, Container rosteten, das Außengelände drohte zu verwildern. Im Mai 1994 erhielten die Bauspielplatzkinder endlich eine neue Chance: Der Förderverein Bauspielplatz Senkelsgraben in Wahnheide e.V. wurde gegründet und übernahm die Leitung in ehrenamtlichem Engagement. Ohne materielle und finanzielle Unterstützung der Stadt hatten es Anwohnergemeinschaft und Gründungsmitglieder vom Start an nie leicht. Betreuungspersonal musste ebenso wie Baumaterial, Holz und alles Weitere bezahlt werden, wozu alleine die spärlichen Mitgliedsbeiträge selten ausreichten. Der Förderverein ist seither Träger, Betreiber und Förderer des Bauspielplatzes in ehrenamtlichem Engagement; er ist eine anerkannte Jugendhilfeeinrichtung, wird jedoch nicht als reguläre Jugendeinrichtung der Stadt finanziert. Die Finanzierung der Stadt umfasst eine halbe Planstelle, die über die Jugendzentren Köln gGmbH gestellt wird. Dazu bekommt der Förderverein einen jährlichen Betriebskostenzuschuss seitens der Stadt, der allerdings jährlich neu beantragt werden muss und in der Höhe nicht festgeschrieben ist. Alle weiteren Kosten für Zusatzpersonal in Betreuung oder im Küchendienst zur Essensversorgung, Verwaltung, Programmgestaltung, Instandhaltung, Pflege und Ausstattung des Platzes mit Bauholz, Werkzeuge und Gerätschaften werden vom Förderverein und dessen Drittmittel-Aquise getragen. Endgültiges Ziel des Fördervereins ist es, den Bauspielplatz als eine reguläre Jugendeinrichtung und der damit verbundenen Finanzierung der Stadt Köln zu etablieren, um dessen Zukunft dauerhaft zu sichern.