Jugendclub Courage Köln e.V.

Jugendclub Courage Köln e.V. antirassistische & interkulturelle Bildung // Materialien – Veranstaltungen – Kontakte german facism.

antiracist & intercultural education // materials - events - contacts

Der Jugendclub Courage ist ein gemeinnütziger Verein und als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt. Wir arbeiten auch mit anderen Initiativen und Jugendverbänden zusammen, so zum Beispiel im Kölner Jugendring. Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt des Jugendclub Courage ist die Beschäftigung mit den Themen Rechtsextremismus und Na

tionalsozialismus. Hierzu bieten wir zahlreiche unterschiedliche Materialien an (Broschüren, Bücher, eine Ausstellung, Filme) und führen Veranstaltungen, wie zum Beispiel ZeitzeugInnengespräche, Abendveranstaltungen und Gedenkstättenfahrten durch. Jugendclub Courage Köln (Youthclub Courage Cologne) is a small non-profit organisation organizing political education on the subjects of extreme right, (history of) national socialism resp. We offer educational material, organizing events and exchange programms.

Am kommenden Donnerstag (03.09.) veranstaltet mindjazz-pictures in Kooperation mit dem Jugendclub Courage Köln e.V. die ...
01/09/2026

Am kommenden Donnerstag (03.09.) veranstaltet mindjazz-pictures in Kooperation mit dem Jugendclub Courage Köln e.V. die Köln-Premiere eines besonderen Dokumentarfilms:

ALBRECHT WEINBERG – ES IST IMMER IN MEINEM KOPF

Albrecht Weinberg wurde 1925 im ostfriesischen Rauderfehn geboren und wuchs mit seinen zwei Geschwistern in einer jüdischen Familie auf.
Nach dem Novemberpogrom 1938 bereiteten sich Albrecht und seine Schwester Friedel auf die Auswanderung nach Palästina vor, zu der es jedoch nicht mehr kam.

Die Geschwister mussten in einem Lager bei Fürstenwalde Zwangsarbeit leisten, im April 1943 wurden sie nach Auschwitz deportiert.
Albrecht arbeitete zwei Jahre im KZ Monowitz (Auschwitz III) und gelangte im Februar 1945 in das KZ Mittelbau-Dora. Er überlebte drei Todesmärsche und wurde im April 1945 in Bergen-Belsen befreit.

Mit seiner Schwester Friedel wanderte Albrecht 1947 in die USA aus und lebte über sechzig Jahre in New York. 1985 kamen sie auf Einladung ihrer Heimatstadt Leer erstmals wieder zu Besuch und kehrten 2012 schließlich nach Ostfriesland zurück - nicht, weil sie Deutschland noch einmal sehen wollten, sondern weil sie krank und auf Hilfe angewiesen waren. Friedel Weinberg starb im Mai 2012.

Albrecht fand in Leer einen Neubeginn an der Seite von Gerda Dänekas, einst seine Pflegerin, die ihn einlud, mit ihm zusammenzuleben.
Albrecht Weinberg berichtete bis zuletzt als Zeitzeuge in deutschen Schulen aus seinem Leben und wurde dabei von Gerda Dänekas begleitet und liebevoll unterstützt. Dabei trug er das Grauen in seinem Kopf und im Herzen ein großes Vertrauen gegenüber den Menschen, die ihm begegneten. Zugewandt, liebevoll, immer neugierig und offen.

Albrecht Weinberg starb am 12. Mai 2026 im Alter von 101 Jahren.
Er hinterlässt hunderte Freund:innen und ihm nahestehende Menschen sowie seine beste Freundin Gerda, die nun nicht mehr mit Albrecht, aber mit seinem Film durch Deutschland reist – gegen das Vergessen.

Köln-Premiere: Donnerstag, 3. September 2026 | 18:00 Uhr
In Anwesenheit von Protagonistin Gerda Dänekas
ODEON Kino Köln

Eine Veranstaltung von mindjazz pictures in Kooperation mit dem Jugendclub Courage Köln e.V.

Am kommenden Donnerstag (03.09.) veranstaltet mindjazz-pictures in Kooperation mit dem Jugendclub Courage Köln e.V. die ...
30/08/2026

Am kommenden Donnerstag (03.09.) veranstaltet mindjazz-pictures in Kooperation mit dem Jugendclub Courage Köln e.V. die Köln-Premiere eines besonderen Dokumentarfilms:

ALBRECHT WEINBERG – ES IST IMMER IN MEINEM KOPF

Albrecht Weinberg wurde 1925 im ostfriesischen Rauderfehn geboren und wuchs mit seinen zwei Geschwistern in einer jüdischen Familie auf.
Nach dem Novemberpogrom 1938 bereiteten sich Albrecht und seine Schwester Friedel auf die Auswanderung nach Palästina vor, zu der es jedoch nicht mehr kam.

Die Geschwister mussten in einem Lager bei Fürstenwalde Zwangsarbeit leisten, im April 1943 wurden sie nach Auschwitz deportiert.
Albrecht arbeitete zwei Jahre im KZ Monowitz (Auschwitz III) und gelangte im Februar 1945 in das KZ Mittelbau-Dora. Er überlebte drei Todesmärsche und wurde im April 1945 in Bergen-Belsen befreit.

Mit seiner Schwester Friedel wanderte Albrecht 1947 in die USA aus und lebte über sechzig Jahre in New York. 1985 kamen sie auf Einladung ihrer Heimatstadt Leer erstmals wieder zu Besuch und kehrten 2012 schließlich nach Ostfriesland zurück - nicht, weil sie Deutschland noch einmal sehen wollten, sondern weil sie krank und auf Hilfe angewiesen waren. Friedel Weinberg starb im Mai 2012.

Albrecht fand in Leer einen Neubeginn an der Seite von Gerda Dänekas, einst seine Pflegerin, die ihn einlud, mit ihm zusammenzuleben.

Albrecht Weinberg berichtete bis zuletzt als Zeitzeuge in deutschen Schulen aus seinem Leben und wurde dabei von Gerda Dänekas begleitet und liebevoll unterstützt. Dabei trug er das Grauen in seinem Kopf und im Herzen ein großes Vertrauen gegenüber den Menschen, die ihm begegneten. Zugewandt, liebevoll, immer neugierig und offen.

Albrecht Weinberg starb am 12. Mai 2026 im Alter von 101 Jahren.
Er hinterlässt hunderte Freund:innen und ihm nahestehende Menschen sowie seine beste Freundin Gerda, die nun nicht mehr mit Albrecht, aber mit seinem Film durch Deutschland reist – gegen das Vergessen.

Köln-Premiere: Donnerstag, 3. September 2026 | 18:00 Uhr
In Anwesenheit von Protagonistin Gerda Dänekas

ODEON Kino Köln

Eine Veranstaltung von mindjazz pictures in Kooperation mit dem Jugendclub Courage Köln e.V.

„SPERREN SIE ENDLICH IHREN KOPF AUF!“- Dada als politische Kunst zwischen den Weltkriegen - Besuch des Zentrums für verf...
20/08/2026

„SPERREN SIE ENDLICH IHREN KOPF AUF!“
- Dada als politische Kunst zwischen den Weltkriegen -

Besuch des Zentrums für verfolgte Künste in Solingen mit Führungen durch die Sonder- und Dauerausstellung

Antibürgerlich, anarchistisch und pazifistisch übte Dada mit scharfem Blick und beißender Satire Gesellschaftskritik, hinterfragte geltende Werte sowie politische und soziale Zustände und Dynamiken, vor allem jene, die zur Katastrophe des Ersten Weltkriegs geführt hatten.
1916 noch während des Krieges gegründet, wird das Ende der Bewegung zwar in den frühen 1920er Jahren verortet, Künstler:innen wie George Grosz, Hannah Höch und John Heartfield kämpften jedoch mit Mitteln der Kunst später auch gegen den aufkommenden Nationalsozialismus. Den Nationalsozialisten gilt Dada als „entartet“.

Die bunte und laute Kunst der Dadaist:innen bediente sich unterschiedlichster Stile und produzierte Literatur, Lyrik, Bühnenstücke, Gemälde, Grafik, Collagen und Fotografien.
Das Politische ist ein zentraler gemeinsamer Nenner, der sich wie ein roter Faden durch die Arbeiten der Bewegung zieht und auf verschiedenste und unerwartete Weisen zum Ausdruck kommt.
Zum 110. Geburtstag feiert die Ausstellung „SPERREN SIE ENDLICH IHREN KOPF AUF!“ die Kunstbewegung "Dada" und zeigt die Aktualität ihres politischen Engagements.

Das Zentrum für verfolgte Künste ist ein Entdeckungsmuseum und widmet sich ausschließlich Künstler:innen deren Entfaltungsmöglichkeiten und Werke durch die Diktaturen des letzten Jahrhunderts und totalitäre Regime bis in die Gegenwart hinein blockiert, verhindert oder vernichtet wurden.
Es erzählt in seiner Kunst- und Literatursammlung von verschollenen, verlorenen, kaum berücksichtigten Kunstwerken, Geschichten und Schicksalen.

In einem zweiten Teil unseres Besuchs werden wir auch einen Blick in die Dauerausstellung des Hauses werfen und etwas über die Arbeit, Forschung und Programmatik des Museums erfahren.

Samstag, 29. August 2026 | 14 bis 17 Uhr (mit Pause)

Wir bitten um Anmeldung bis Dienstag, 25. August, unter:
[email protected]
Gemeinsame Anreise aus Köln möglich (näheres in der Anmeldebestätigung)

Empfohlene Spende: 5.- bis 10.- Euro (Selbsteinschätzung)

Eine Veranstaltung des Jugendclub Courage Köln e.V.

OPFER UND TÄTERINNEN - FRAUENSCHICKSALE IN DER ARBEITSANSTALTFührung durch die Abtei Brauweiler mit Cornelia BreuerIn de...
14/05/2026

OPFER UND TÄTERINNEN - FRAUENSCHICKSALE IN DER ARBEITSANSTALT

Führung durch die Abtei Brauweiler mit Cornelia Breuer

In der ehemaligen Abtei Brauweiler verbrachten viele Frauen ihre schlimmsten Zeiten.
Dies waren weibliche Insassen des Arbeitshauses und Gefangene der Gestapo - aber es gab auch Aufseherinnen und Angestellte.
Bei einem Rundgang über das Abteigelände und einem Besuch der Gedenkstätte werden gegensätzliche Frauenschicksale vorgestellt.
Von Auguste Adenauer, der Ehefrau Konrad Adenauers, über Johanna Langefeld, die spätere Oberaufseherin in den Konzentrationslagern Ravensbrück und Auschwitz, bis hin zu Rosemarie Nitribitt, der in Frankfurt ermordeten Edelprostituierten.
Für sie alle war die Abtei Brauweiler eine entscheidende Zwischenstation in ihrem Leben.

Anmeldung unter: [email protected]

Gemeinsame Anreise mit ÖPNV möglich (Info in der Anmeldebestätigung)

Empfohlene Spende: 5 - 10 Euro

Eine Veranstaltung des Jugendclub Courage Köln e.V.

Samstag, 9. Mai 2026 | 14 - 18 UhrGEDENKEN AN DIE OPFER VON FASCHISMUS UND KRIEG - GEGEN JEDE VEREINNAHMUNG VON RECHTS!Z...
05/05/2026

Samstag, 9. Mai 2026 | 14 - 18 Uhr

GEDENKEN AN DIE OPFER VON FASCHISMUS UND KRIEG -
GEGEN JEDE VEREINNAHMUNG VON RECHTS!

Zwischen 1942 und 1945 befand sich im Gremberger Wäldchen ein Krankenlager für Zwangsarbeiter:innen, überwiegend aus der Sowjetunion und Polen.
Heilung und Pflege standen hier nicht im Vordergrund; hunderte Menschen starben durch medizinische Unterversorgung und systematische Mangelernährung. Der Ort wurde zu einem Sterbelager.

Am 8. April 1945 räumte ein Volkssturmkommando das Lager, zündete die Baracken an und ermordete viele der dort Internierten.

Am 81. Jahrestag der Kapitulation Nazi-Deutschlands wollen wir am historischen Ort der verschleppten und ermordeten Zwangsarbeiter:innen gedenken und über die Geschichte des Lagers informieren.

Wie auch in den Vorjahren ruft die rechtsextreme Gruppierung „Aufbruch Leverkusen“ an diesem Tag ebenfalls zu einer Demonstration in Köln auf.
Es ist zu erwarten, dass russische Nationalist:innen, unterstützt von rechtsextremen deutschen und türkischen Gruppen, im Anschluss an der NS-Gedenkstätte erscheinen.
Im letzten Jahr kam es dabei zu Handgreiflichkeiten und der Zerstörung von Zeichen des Gedenkens, da diese Gruppen nur ihre eigenen Symbole als legitim betrachten.
Das wollen wir in diesem Jahr verhindern!

AG Bodendenkmal

Mahnwache und Blumenniederlegung
📍 NS-Gedenkstätte im Gremberger Wäldchen
📅 Samstag, 9. Mai 2026 | 14 bis 18 Uhr

Dienstag, 28. April 2026 // Raum für Alle // Genovevastr. 94 //  KölnDAS ENDE VON ROJAVA?Gespräch zur aktuellen Lage in ...
26/04/2026

Dienstag, 28. April 2026 // Raum für Alle // Genovevastr. 94 // Köln

DAS ENDE VON ROJAVA?
Gespräch zur aktuellen Lage in Nordostsyrien

Die politische und humanitäre Lage in Nordostsyrien (Rojava) bleibt angespannt. Nach Jahren des Krieges, wiederholten militärischen Eskalationen und anhaltender internationaler Isolation stehen die Menschen in der Region weiterhin vor enormen Herausforderungen.
Das Integrationsabkommen mit Damaskus hat zwar vorerst zu Frieden geführt, wirft aber viele Fragen auf – Ausgang ungewiss. Was bleibt erhalten von der kurdisch geprägten Selbstverwaltung, können lokale zivilgesellschaftliche Strukturen, demokratische Selbstverwaltung, Frauenrechte und ein friedliches Zusammenleben unter den neuen Bedingungen aufrechterhalten werden?

Anita Starosta von der Hilfs- und Menschenrechtsorganisation "medico international" reist seit vielen Jahren in die Region, zuletzt war sie Ende Januar vor Ort.
Sie wird Einblicke in die politischen Entwicklungen, die humanitäre Lage sowie die Arbeit lokaler Partnerorganisationen geben.

medico international unterstützt seit über zwölf Jahren Nothilfe, Menschenrechtsarbeit und Einsatz für Frauenrechte in der Region.

Eine Veranstaltung des Jugendclub Courage Köln e.V.

Freitag, 17. April 2026 | 19 Uhr | LC36 (Köln)GANZ NORMALE FRAUEN? ÜBER TÄTERINNEN IM NATIONALSOZIALISMUSDie nationalsoz...
12/04/2026

Freitag, 17. April 2026 | 19 Uhr | LC36 (Köln)

GANZ NORMALE FRAUEN?
ÜBER TÄTERINNEN IM NATIONALSOZIALISMUS

Die nationalsozialistische Geschlechterordnung war zutiefst patriarchal und heteronormativ strukturiert.
Männer galten als die Überlegenen, als Macher und Krieger, während Frauen mit dem Auftrag ins Heim verwiesen wurden, als „Quelle der Nation“ möglichst viele Kinder für die Volksgemeinschaft zu gebären.
Dennoch gab es Frauen, die aktive Nationalsozialistinnen waren und genau dadurch aus der Rolle fielen: Sekretärinnen, die Massenerschießungen von Juden und Jüdinnen im besetzten Osteuropa zur Unterhaltung besuchten; KZ-Aufseherinnen, die folterten; Krankenpflegerinnen, die ihren Patient:innen tödliche Injektionen setzten.
Der Vortrag von Sabine Reimann (Historikerin) stellt exemplarisch verschiedene Fälle und Typen weiblicher Täterschaft vor, ordnet sie in Bezug auf NS und Gender ein und gibt damit einen Einblick in die Forschung zum Thema Täterschaft.

Beginn: 19 Uhr, anschließend Kneipe

Eine Veranstaltung des Jugendclub Courage Köln e.V. und der LC36

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