04/09/2026
Nach Angriffen auf neuralgische Infrastruktur - Macher sind wichtiger denn je!
Gestern Abend wurde am Umspannwerk Dormagen ein verdächtiger Gegenstand gefunden. Es ist der zweite Verdachtsfall in NRW innerhalb weniger Tage. Am Dienstag hatte ein Kurzschluss am Umspannwerk Bergheim fünf Kraftwerksblöcke vorübergehend vom Netz genommen. NRW-Innenminister Herbert Reul sagte dazu am Mittwoch in Düsseldorf: „Das war kein kaputter Schalter, das war Absicht, das war eine Straftat. […] Wer so vorgeht, der will nicht nur Kabel treffen, der will unser Land treffen."
Angesichts aktueller Entwicklungen und der zunehmenden Häufung hybrider Angriffe auf versorgungsrelevante Infrastruktur in letzter Zeit, wie Kraftwerke und Verkehrsanlagen, erneuert der DBB NRW Beamtenbund und Tarifunion seine Forderungen nach der Ausweitung des Berufsbeamtentums, insbesondere zur Sicherung und Aufrechterhaltung empfindlicher Infrastrukturen, wie Mobilität und Logistik, Energie- und Wasserversorgung, Kommunikationseinrichtungen und der Gesundheitsversorgung, einschließlich Arzneimittelversorgung.
Hierzu der 1. Vorsitzende des DBB NRW, Roland Staude: „Die Angriffe der letzten Tage auf kritische Infrastrukturen haben gezeigt, dass die Gefahr durch Sabotageakte und andere Bedrohungslagen konkret ist. Für die Sicherung und Aufrechterhaltung neuralgischer Infrastruktur bietet das Berufsbeamtentum die ideale Garantie, da es pflicht- und verantwortungsbewusst auf dem Boden des Grundgesetzes und unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht."
Der DBB NRW sieht die Politik in der Pflicht, nun endlich ein Gesamtkonzept zur 24/7-Gewährleistung öffentlicher Daseinsvorsorge zu erarbeiten, stets weiterzuentwickeln und an die unbeständigen inneren und äußeren Problemlagen anzupassen. Ohne Zweifel gehört der Öffentliche Dienst und das Berufsbeamtentum zu diesem Gesamtkonzept.
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