17/05/2026
🏳️🌈„Wenn sie ein Denkmal wollen, sollen sie nach Köln gehen.“ Das soll ein ehemaliger Düsseldorfer Bürgermeister gesagt haben. Mehr als 20 Jahre lang hat die queere Community trotzdem gekämpft – und gewonnen. Seit 2021 steht es hier, direkt am Rhein: Vier Bronzefiguren, unterschiedlich in Kleidung, Alter und Geschlecht, Hände und Fäuste kämpferisch in die Luft gestreckt. Stellvertretend für alle, die verfolgt wurden. Und für alle, die gekämpft haben.
🌈Heute ist IDAHOBIT – der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie, der jedes Jahr am 17. Mai begangen wird. Das Datum erinnert an den 17. Mai 1990, an dem die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus ihrer Liste psychischer Krankheiten strich. Ein wichtiger Meilenstein – und gleichzeitig eine Erinnerung daran, wie viel Weg noch vor uns liegt.
👤Denn die Lage ist ernst. Laut der NRW-Studie „Queer durch NRW“ befürchten mehr als 80 Prozent der befragten LSBTIQ*-Personen, dass sich ihre Situation verschlechtern wird. 2.048 queerfeindliche Straftaten wurden allein 2025 in Deutschland registriert – und das Dunkelfeld ist wahrscheinlich noch viel größer, weil 87 Prozent der Betroffenen Übergriffe gar nicht erst anzeigen.
✊Dieses Denkmal steht als Erinnerung. Und als Versprechen: Wir hören nicht auf zu kämpfen.
Quellen:
Denkmal & Geschichte
Demokratie Geschichte – LSBTIQ+ Erinnerungsort Düsseldorf:
www.demokratie-geschichte.de/karte/5982
Studie „Queer durch NRW“ (Volltext)
Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration NRW:
www.mkjfgfi.nrw/system/files/media/document/file/queer-durch-nrw-gesamtfassung_bf.pdf
Pressemitteilung zur Studie
Land NRW:
www.land.nrw/pressemitteilung/lsbtiq-blicken-mit-sorge-die-zukunft-gewalt-und-diskriminierung-sind-verbreitet
Queerfeindliche Straftaten 2025 (Bundestagsdrucksache)
Deutscher Bundestag, Drucksache 21/4006:
dserver.bundestag.de/btd/21/040/2104006.pdf