12/10/2023
Save the Date: 24. - 25.11.2023
Liebe Kolleg*innen,
gerne möchten wir Sie auf unsere Fachtagung „Rechtsextremismus als Thema der Bildungsarbeit in NS-Gedenkstätten und - Erinnerungsorten in NRW“ in Düsseldorf hinweisen. Wir laden Sie herzlich ein, sich den Freitag, den 24.11.2023 (9:30 – 17:30 Uhr) und Samstag, den 25.11.2023 (9:30 – 14:00 Uhr) in Ihrem Kalender zu reservieren.
„Die Relevanz von Rechtsextremismus für unsere Vermittlungsarbeit nimmt zu.“
Dies ist das klare Ergebnis einer Befragung, die im vergangenen Jahr am Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus unter nordrhein-westfälischen NS-Erinnerungsstätten durchgeführt wurde. Jetzt möchten wir diese Erkenntnisse im Rahmen unserer Fachtagung zur Diskussion stellen und einen intensiven Austausch zum Thema Rechtsextremismus in der Bildungspraxis von Gedenkstätten anregen.
Leitfragen:
Mit welchen didaktischen Methoden, in welchen Formaten greifen wir implizit oder explizit Erscheinungsformen, aber auch Ideologien der extremen Rechten auf? Welche Fragen, welche Haltungen bringen Besucher*innen zu diesem Thema mit in die Einrichtungen? Wie gehen wir dabei mit den Spezifika der historischen Orte um? In welchen Themenfeldern sind wir kompetent, wann arbeiten wir mit Expertise durch Kooperation? Und was bedeutet in diesem Kontext antisemitismus- und rassismuskritische Bildung in der postmigrantischen Gesellschaft?
Ziele:
Ziel ist es, Erfahrungen und Ansätze aus der Vermittlungsarbeit zu diskutieren und eine Bestandsaufnahme zu wagen. Für viele Gedenkstätten gehört es zum Selbstverständnis, dass das „Nie wieder!“ auch die kritische Auseinandersetzung mit aktuellem Rechtsextremismus bedeutet. Gerade jetzt sind Mitarbeiter*innen und Aktive an NS-Erinnerungsorten besonders herausgefordert, in Zeiten, in denen auch tätliche Angriffe auf diese Orte zunehmen. Wir möchten gemeinsame Perspektiven für bildungspraktische Konzepte entwickeln und Themenfelder definieren, in denen wir uns fortbilden und vernetzen möchten. Wichtig sind uns Kooperationen und Bündnisse für eine Gedenkstättenarbeit der Vielen.
An wen richtet sich die Tagung?
Deswegen richtet sich die Tagung nicht nur an wissenschaftlich, pädagogisch und bildnerisch Tätige an NS-Erinnerungsstätten und an Ehrenamtliche und freiberufliche Kräfte. Ausdrücklich angesprochen sind ebenfalls Mitarbeitende aus Vereinen, Institutionen und Projekten, die zur extremen Rechten, zu rechten Ideologien wie z.B. Antisemitismus und Rassismus arbeiten. Eingeladen sind zudem Engagierte, „Expert*innen des Alltags“, zivilgesellschaftliche Akteur*innen, die in Netzwerken und in Initiativen mit Gedenkstätten und im Themenfeld extreme Rechte und Erinnerungskultur arbeiten.
Ihr Projekt?
Wir bieten Projekten zum Thema die Möglichkeit, sich zu präsentieren, sei es in Form von Infotischen, Stellwänden, Auslagen oder QR-Codes. Bitte nehmen Sie im Vorfeld Kontakt mit uns auf: [email protected].
Die Teilnahme an der Fachtagung ist kostenfrei. Ein Mittagsimbiss, Getränke und Snacks werden bereitgestellt. Die Unterkunft muss eigenständig gebucht und bezahlt werden, wir stehen Ihnen jedoch gerne bei der Auswahl zur Seite. Die Gebäude der HSD sind barrierefrei zugänglich. Falls Sie Assistenz benötigen, lassen Sie es uns bitte wissen.
Diese Fachtagung wird durch eine Förderung des BMFSFJ Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“, ermöglicht und mit Unterstützung der Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus (lks.nrw) in der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen durchgeführt.
Organisatorisches:
Wir nehmen bereits jetzt Anmeldungen entgegen. Bitte kontaktieren Sie uns per E-Mail: [email protected].
An diese Adresse können Sie sich auch mit Fragen zur bisherigen Programmplanung oder bei anderen Anliegen richten.
Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch!
Erinnerungsort Alter Schlachthof und Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus an der HSD