07/09/2026
Sachsen-Anhalt hat gewählt. Das Ergebnis ist ein Weckruf für unsere Demokratie.
Dass die AfD bei dieser Landtagswahl stärkste Kraft geworden ist, erfüllt uns mit großer Sorge. Gerade als SPDqueer blicken wir mit besonderer Aufmerksamkeit auf dieses Ergebnis. Denn dort, wo rechtsextreme Kräfte stärker werden, geraten auch die Rechte und die Sicherheit queerer Menschen unter Druck.
Wir werden nicht zulassen, dass Menschen gegeneinander ausgespielt werden. Nicht Herkunft gegen Herkunft, nicht Religion gegen Religion, nicht Ost gegen West und schon gar nicht heterosexuelle gegen queere Menschen.
Die Herausforderungen, vor denen Sachsen-Anhalt und unser Land stehen, sind real. Aber Ausgrenzung ist keine Antwort darauf. Wer Ängste schürt und gesellschaftliche Gruppen zu Sündenböcken macht, löst kein einziges Problem.
Heute ist deshalb nicht die Zeit für Resignation. Es ist die Zeit, unsere Demokratie umso entschlossener zu verteidigen. Für eine Gesellschaft, in der alle Menschen frei und selbstbestimmt leben können. Für Menschenrechte. Für Vielfalt. Für Solidarität.
Wir stehen an der Seite aller Menschen, die sich einer Politik von Hass, Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit entgegenstellen.
Unsere Antwort auf den Rechtsruck muss mehr Demokratie sein – und eine Politik, die konkrete Lösungen schafft, statt Menschen gegeneinander auszuspielen.