01/09/2026
“Wir treten nicht nach unten, sondern legen uns mit denen an, die Geld und Macht haben.
Umverteilung statt Ausgrenzung: Denn Solidarität ist unsere Stärke. Gegen Hass und Hetze: wir stehen fest an der Seite derjenigen, die von der extremen Rechten bedroht werden”, sagt Niklaas Hofmann, unser Politischer Leiter des DGB Tagungszentrum Hattingen, bei der heutigen Gedenkveranstaltung der IG Metall in Hattingen anlässlich des Antikriegstags, der jährlich am 1. September stattfindet.
“Heute vor 87 Jahren begann der Zweite Weltkrieg mit dem Überfall auf Polen durch die N***s und brachte unendliches Leid über Europa und die Welt. In Hattingen wurden wie überall im Deutschen Reich die Gewerkschaften Anfang Mai 1932 zerschlagen, Gewerkschafter*innen kamen in Zuchthäuser und Konzentrationslager. Die N***s zerstörten in der Reichspogromnacht am 10. November 1938 die jüdische Synagoge in der Stadt, jüdische Geschäfte und Wohnungen. 1942 wurden alle noch verbliebenen jüdischen Bewohner Hattingens deportiert und im Holocaust umgebracht. Gleichzeitig kamen über 10.000 Zwangsarbeiter als Kriegsgefangene in über 90 Lagern in der Region unter. „Vernichtung durch Arbeit“ fand auch hier statt, in Hattingen. Heute stehen wir an den Gräbern einiger dieser Menschen, ehren die Toten und verurteilen die Täter. Die Opfer waren Menschen wie wir, mit Hoffnungen, Wünschen und Träumen, für die diese Gegend ein Alptraum wurde”, so Niklaas Hofmann in seiner Rede heute.
Und auch wenn sich Geschichte nicht wiederholt, reimt sie sich mitunter. Weil wir als Gewerkschafter*innen aber aus der Geschichte lernen, sagen wir heute und an jedem Tag mit aller Deutlichkeit: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!