31/05/2026
Die Philippinen sind wunderschön - und können für Gewerkschafter*innen richtig gefährlich werden. Warum?
Darum: Eine Form der Einschüchterung und Verleumdung gewerkschaftlicher Arbeit ist das sogenannte Red-Tagging: Einzelpersonen oder Organisationen werden als kommunistisch, subversiv oder sogar terroristisch markiert.
Red-Tagging wird von Sicherheitspersonal, Regierungsmitarbeitern und Handlangern genutzt, um legitimen demokratischen Aktivismus zu stören und zu delegitimieren.
Betroffen sind NGOs, politische Aktivist*innen, Gewerkschafter*innen, aber auch Anwälte, Journalist*innen oder Personen der Öffentlichkeit.
Das Anti-Terror-Gesetz wurde 2020 vom ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duerte eingeführt. In der Praxis wird es dazu benutzt sogar milde Kritiker*innen der Regierung anzugreifen.
Red-Tagging ist eine gesetzliche Grundlage für Hausdurchsuchungen, Beschattung und Inhaftierung. Doch die Abstempelung als Staatsfeind führt auch zu Gewalt und sogar zu Mord.
In der internationalen Gewerkschaftsarbeit setzen sich Beschäftigte, Gewerkschaften und NGOs deshalb auch für die Abschaffung des Gesetzes ein.
Im Projekt “Digitale Arbeit menschenwürdig gestalten” arbeitet das DGB Bildungswerk mit Beschäftigten und Gewerkschaften in den Philippinen gemeinsam für Stärkung der Arbeitsrechte im digitalen Dienstleistungssektor.
(Quellen: Amnesty International; Uni Global Union, Nord Süd Netz)