25/07/2026
Kompliment für unser Viertel! 🏛️✨
Die Stadt Düsseldorf hat Oberkassel zum „Denkmal des Monats Juli 2026“ erklärt. Neben der 125-jährigen Geschichte der Rheinkirmes auf unseren Rheinwiesen würdigt der Beitrag die einmalige Stadtbaukunst unseres linksrheinischen Stadtteils. Ein Blick auf die Geschichte vor unserer Haustür! 🏛️
- -
Seit 125 Jahren zieht es Menschen von Nah und Fern zu Düsseldorfs großem Volksfest auf die Rheinwiesen. 🎡1901 fand das Fest erstmals im Linksrheinischen statt. Beim heutigen Besuch der Rheinkirmes, nähert man sich auch gleichzeitig einem einzigartigen Werk der Stadtbaukunst – dem Stadtteil Oberkassel, der vom Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege zum Denkmal des Monats Juli erklärt wurde. 🏛️
ℹ️ Der heutige Düsseldorfer Stadtteil Oberkassel entstand Ende des 19. Jhrds. auf ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen. Anlass für die städtebauliche Erschließung war das rapide Wachstum Düsseldorfs, das sich im Zuge der Industrialisierung zur Großstadt entwickelt hatte. Durch den Bau der Oberkasseler Brücke und den Oberkasseler Bahnhofs konnte die ehemals dörfliche Siedlung zu einer schnell erreichbaren Vorstadt Düsseldorfs werden.
Die bauliche Entwicklung erfolgte in raschen Schritten. Sie integrierte die vorhandene dörfliche Bebauung und den Verlauf der Rheinbiegung in Form von Ringstraßen in ihr städtebauliches Konzept. Mit der Luegallee als Hauptachse in Verlängerung der Brücke teilten parallel und strahlenförmig abzweigende Straßen das Gebiet in Baublöcke. Straßenkreuzungen wurden durch Plätze, wie den Lueg- oder Barbarossaplatz, hervorgehoben.
🏘️Die Bebauung sollte gehobenes Wohnen ermöglichen und richtete sich nach der Bauordnung von 1898. Diese Vorschrift ließ eine weit dichtere Bebauung als in den übrigen Landkreisen zu. Unterschieden wurde zwischen drei Zonen: An der Luegallee und an der Rheinfront waren Häuser von maximal 20 Metern Höhe und an den Straßen hinter der südlichen Rheinfront von maximal 15 Metern Höhe zulässig. In der dritten Zone, an den Straßen hinter der nördlichen Rheinfront, war eine niedrigere offene Bebauung vorgesehen, wie sie auch sonst im Landkreis üblich war. Kirchen und öf-fentliche Bauten, wie Schulen und Gartenanlagen sollten das Gesamtkonzept vervollständigen. ⛪
Seit fast 35 Jahrenbesteht denkmalrechtlicher Schutz für den gesamten Stadtteil. Seither sind Veränderungen am Äußeren des Denkmalbereichs vorher mit dem Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege abzustimmen.
➡️ https://ow.ly/7HzH50Zsc7b