01/09/2026
Die Stadtverordnetenversammlung hat einstimmig ein Hitzeschutzprogramm für Darmstadts Schulen und Kitas beschlossen.
Bis zum Sommer 2027 sollen kurzfristige Maßnahmen vorbereitet und umgesetzt werden: darunter Sonnensegel, Jalousien, Markisen, Sonnenschutzfolien, passive Kühlung und gegebenenfalls auch technische Temperierung. Gleichzeitig soll erhoben werden, welche Schulen und Kitas besonders stark von Hitze betroffen sind. Diese systematische Bestandsaufnahme hatte die AfD-Fraktion bereits mit ihrer Anfrage vom 10. August gefordert. Gut, dass sich nun alle Fraktionen darauf verständigt haben: Kinder, Lehrkräfte und Beschäftigte müssen auch an heißen Tagen vor überhitzten Räumen geschützt werden.
Kritisch bleibt jedoch, dass im Antrag – wie so oft – keine konkreten Kosten genannt werden. Ein wirksamer Hitzeschutz an vielen Schulen und Kitas wird erhebliche Investitionen erfordern. Da die politische Mehrheit in anderen Bereichen offenbar keine Einsparungen vornehmen will, wird Darmstadt dieses Vorhaben nicht allein aus eigenen Mitteln finanzieren können. Deshalb braucht es verlässliche Landesmittel und passende Förderprogramme.
Der Beschluss ist ein erster Schritt. Jetzt muss der Magistrat transparent darlegen, welche Maßnahmen umgesetzt werden, was sie kosten und wie ihre Finanzierung gesichert wird.