17/05/2026
Realität anerkennen. Kinder schützen: Antrag zur Verlegung des Spielplatzes im Herrngarten
Die Debatte um den Spielplatz im Herrngarten wird aktuell sehr emotional geführt. Deshalb ist uns wichtig, nochmal klar zu sagen, worum es uns eigentlich geht:
Wir müssen uns zwei Realitäten stellen:
Erstens: Das Scentral und die Drogenhilfe werden sich kurzfristig realistisch nicht verlagern lassen. Jeder mögliche Alternativstandort würde neue massive Konflikte auslösen. Und selbst wenn ein geeigneter Ort gefunden würde, bräuchte die Stadt erhebliche finanzielle Mittel und Zeit für eine Umsetzung.
Zweitens: Die Situation rund um den bestehenden Spielplatz ist seit vielen Jahren problematisch. Familien erleben den Bereich als vermüllt, belastend und unsicher. Viele meiden ihn inzwischen ganz. Wenn man beide Realitäten anerkennt, wird klar: So wie es aktuell ist, kann es nicht bleiben.
Deshalb haben wir beantragt:
• den Spielplatz innerhalb des Herrngartens an einen geschützteren Standort zu verlegen,
• insbesondere die Nähe zum Aktivspielplatz zu prüfen,
• und zusätzlich neue zentrale Spielangebote in der Innenstadt zu schaffen.
Es geht mit diesem Antrag nicht um eine Lösung des Drogenproblems. Es geht um sichere Räume für Kinder. Gleichzeitig brauchen die Menschen im Johannesviertel die Sicherheit, dass ihre Sorgen auch künftig ernst genommen werden. Auch dann, wenn der Spielplatz verlegt ist. Denn es darf nicht sein, dass die Sicherheit von Kindern zum politischen Druckmittel werden muss, damit Belastungen überhaupt Gehör finden.
Den Antrag und die dazugehörige Rede findet ihr auf unserer Homepage.
Der Antrag wurde in Punkt 1 angenommen, Punkt 2 und 3 wurden abgelehnt. Von der SPD wurde ergänzend der Antrag gestellt (der auch angenommen wurde), den Eingang des Spielplatzes, der in Richtung Rondell geht, als Kurzfristmaßnahme auf eine andere Seite zu verlegen.