30/08/2026
Und nun stellen sich die Sulinger Kandidat*innen vor.
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Mein Name ist Lukas Terstiege, ich bin 21 Jahre alt, gelernte Fachkraft für Lagerlogistik und kandidiere
bei der Kommunalwahl 2026 für DIE LINKE für den Stadtrat in Sulingen sowie für den Kreistag im
Wahlbereich Stuhr.
Ich bin kein Mensch, der behauptet, auf alles sofort eine Antwort zu haben. Aber ich bin jemand, der
zuhört, nachfragt und sich einmischt, wenn ich das Gefühl habe, dass etwas ungerecht läuft.
Seit einigen Jahren beschäftige ich mich deshalb intensiv mit der sozialen Frage. Mich interessiert
dabei vor allem: Wie schaffen wir es, dass unsere Kommunen Orte sind, an denen alle Menschen gut
leben können – unabhängig davon, wie viel Geld sie haben, wie alt sie sind, woher sie kommen oder
wen sie lieben?
Ein Punkt, der mich dabei immer wieder stört, ist, wie kompliziert und weit entfernt Kommunalpolitik
manchmal wirkt. Entscheidungen werden getroffen, Vorlagen geschrieben und Sitzungen abgehalten –
aber viele Menschen wissen am Ende kaum, was eigentlich entschieden wurde und warum.
Das möchte ich ändern. Kommunalpolitik muss transparent, verständlich und zugänglich sein.
Einwohnerinnen und Einwohner, Jugendliche, Vereine und auch das örtliche Gewerbe müssen stärker in
politische Prozesse einbezogen werden. Denn eine Kommune lebt von den Menschen, die in ihr
wohnen, arbeiten und sich engagieren.
Gleichzeitig dürfen wir die wirtschaftliche Entwicklung unserer Städte und Gemeinden nicht vergessen.
Wir brauchen starke lokale Unternehmen, Arbeitsplätze und gute Bedingungen für das Gewerbe. Denn
eine Kommune braucht auch finanzielle Möglichkeiten, um anschließend in das investieren zu können,
was das Leben vor Ort ausmacht: Familien, Bildung, Jugendangebote, soziale Einrichtungen, Kultur
und eine funktionierende Infrastruktur.
Besonders wichtig sind mir Kinder und Jugendliche. Immer wieder heißt es: „Die Jugend ist unsere
Zukunft.“ Dieser Satz bringt aber wenig, wenn wir nicht entsprechend handeln. Junge Menschen
brauchen Treffpunkte, Freizeitangebote, bezahlbare Mobilität und echte Möglichkeiten zur
Mitbestimmung. Vor allem brauchen sie einen Grund zu sagen: Ich möchte hierbleiben. Hier sehe ich
meine Zukunft.
Auch der Schutz von Minderheiten und gesellschaftlicher Vielfalt ist für mich nicht einfach irgendein
Punkt auf einem Wahlprogramm. Er betrifft mich auch persönlich, denn ich gehöre selbst zur q***ren
Community.
Ich weiß deshalb, wie wichtig es ist, dass Menschen das Gefühl haben, in ihrer eigenen Stadt oder
Gemeinde sicher und akzeptiert leben zu können. Niemand sollte Angst davor haben müssen,
ausgegrenzt, beleidigt oder benachteiligt zu werden, nur weil er anders lebt oder liebt.
Deshalb möchte ich mich dafür einsetzen, dass Minderheiten geschützt, Diskriminierung ernst
genommen und Beratungs- und Unterstützungsangebote gestärkt werden. Gleichzeitig müssen wir
Integration verbessern und vor allem einfacher gestalten. Menschen, die zu uns kommen, sollten die
Chance bekommen, Teil unserer Gemeinschaft zu werden, statt immer wieder vor neuen
bürokratischen oder gesellschaftlichen Hürden zu stehen.
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Für mich bedeutet eine starke Kommune deshalb mehr als ausgeglichene Haushalte und
funktionierende Straßen. Eine starke Kommune ist ein Ort, an dem Menschen gerne leben, sich
sicher fühlen, mitreden können und eine Zukunft für sich sehen.
Ich kandidiere, weil ich meinen Teil dazu beitragen möchte.
Ich möchte eine Politik, die zuhört, verständlich ist und die Menschen vor Ort mitnimmt. Eine
Politik, die wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht, ohne das Soziale zu vergessen. Und eine Politik, die
niemanden zurücklässt – egal ob jung oder alt, arm oder reich, alteingesessen oder neu
dazugekommen, q***r oder nicht q***r.
Denn am Ende sollte Kommunalpolitik vor allem eines sein: Politik für die Menschen, die hier leben.