18/08/2026
106 Einsatzkräfte beim Waldbrand in Lugau – warum eigentlich so viele?
Beim Waldbrand in Lugau, Doberlug-Kirchhain, waren am vergangenen Wochenende 106 Einsatzkräfte mit 17 Fahrzeugen gefordert. Die Lage verteilte sich auf zwei rund 1,2 Kilometer voneinander entfernte Einsatzstellen.
106 Einsatzkräfte für einen Waldbrand – da kann man sich durchaus fragen:
Warum braucht es eigentlich so viele Menschen?
Denn längst nicht alle stehen mit einem Strahlrohr direkt am Feuer.
Während ein Teil der Feuerwehrkräfte den Brand bekämpft, sorgen andere dafür, dass überhaupt genügend Löschwasser ankommt. Schläuche werden verlegt, Pumpen betrieben, Wasser transportiert und Material an die richtigen Stellen gebracht.
Andere erkunden die Lage, kontrollieren bereits abgelöschte Bereiche oder suchen nach Glutnestern. Gleichzeitig müssen Fahrzeuge und Einsatzkräfte koordiniert werden, damit an unterschiedlichen Stellen gemeinsam gearbeitet werden kann.
Und dann spielt ein Faktor eine große Rolle, den man auf einem Einsatzfoto kaum erkennt:
Zeit.
Ein Waldbrand kann viele Stunden dauern. Menschen brauchen Pausen und müssen gegebenenfalls abgelöst werden. Und auch wenn keine offenen Flammen mehr zu sehen sind, kann die Arbeit noch lange nicht beendet sein. Glut kann sich im Waldboden, unter Wurzeln oder in abgestorbenem Pflanzenmaterial halten.
Bei diesem Einsatz kam hinzu, dass gleichzeitig zwei voneinander getrennte Bereiche bearbeitet werden mussten.
106 Einsatzkräfte bedeuten also nicht 106 Menschen mit 106 Strahlrohren.
Sie bedeuten viele unterschiedliche Aufgaben, die ineinandergreifen müssen.
Oder ganz einfach:
Damit vorne Wasser aus dem Strahlrohr kommt, muss im Hintergrund eine ganze Menge funktionieren.
Für dich. Für mich. Für alle.