31/05/2026
Angesichts der konjunkturellen Entwicklung der letzten Jahre ist der Förderstopp politisch keine wirkliche Überraschung. Wie Sie sicher aus der Presse erfahren haben, ergibt die Mai-Steuerschätzung des Bundes für 2027 allein 10,1 Milliarden Euro weniger an Einnahmen als bisher erwartet, wie das Finanzministerium mitteilt. Auch in den folgenden Jahren bis 2030 dürften weniger Steuergelder hereinkommen als gedacht. Hieraus ergeben sich wohl auch Entwicklungen für den städtischen Haushalt sowie mögliche Zuwendungen von Bundes- und Landesmitteln.
Ebenfalls bei der Baumaßnahme Sporthalle Stürzelberg fallen fast die Hälfte der Mittel weg, es gibt hier im Moment keine tragfähige Finanzierung. Dies betrifft weitere Projekte der Stadt.
Daher fordert die Zentrumsfraktion:
1.Dass die Verwaltung dem Rat eine Liste mit Priorisierung und Sparmaßnahmen vorlegt.
2. Eine Anpassung an die Orientierungsdaten des Finanzministers.
3. Planung neuer Maßnahmen der Verwaltung, um die Einnahmenseite zu optimieren?
4. Neue strategische Forderungen an Land und Bund z.B. über Deutschen
Städtetag oder den DStGB formuliert.
Konkret holt uns nun der vom ZENTRUM schon im Kommunalwahlkampf 2025 annoncierte Reformstau ein. Mangelndes Lagebild über Immobilien: Das vom ZENTRUM geforderte Immobilienkataster, welches Auskunft über städtische Liegenschaften gibt, ist immer noch nicht fertig. Die wichtige Entscheidungs-grundlage fehlt der Politik weiter.
Auch das wohl zu Recht kritisierte Verlassen auf Mittel Dritter fällt der Stadt jetzt auf die Füße. Wir stehen in Dormagen vor einem Scherbenhaufen. Jetzt klingen die vollmundigen Versprechungen im Wahlkampf schon anders, oder? Die Realität hätte im September 2025 schon jedem klar sein müssen.
Jetzt gilt es, sich von roten Luftschlössern zu verabschieden, und harte Entscheidungen für die Realität zu treffen. Die drei Szenarien, welche die Verwaltung für das Leibniz-Gymnasium ausarbeitet, sind ein logischer, aber später Schritt. Ehrlich und sachlich wären bei jedem Projekt drei Szenarien: notwendig und finanzierbar, Anforderungsrecht und teurer sowie goldene Wasserhähne, dann kann die Politik entscheiden. Dormagen hat ein Ausgabeproblem!