11/08/2026
Wir trauern um Dieter Grützner, der am 8. August 2026 verstorben ist.
Mit Dieter verlieren wir einen Menschen, der unseren Verband über Jahrzehnte geprägt hat – mit Haltung, mit Herz und mit einem tiefen Verständnis davon, was Solidarität bedeutet.
Dieter war seit seiner Jugend bei den Falken. Er blieb es sein Leben lang. Als Gruppenleiter, im Unterbezirksvorstand, als Jugendbildungsreferent und als verlässlicher Begleiter vieler Generationen hat er unsere Arbeit mitgestaltet und getragen. Er war jemand, der Verantwortung suchte, der junge Menschen ernst nahm und ihnen zutraute, die Welt zu verändern.
Besonders prägend war sein Einsatz für die Mahn und Gedenkstätte Steinwache. Dieter gehörte zu denjenigen, die über Jahre dafür kämpften, diesen Ort des Erinnerns zu erhalten. Sein antifaschistisches Engagement war tief verwurzelt – auch in seiner eigenen Familiengeschichte, die er bewahrte und weitergab.
Dieter war ein Mensch, der Brücken baute: im Jugendring Dortmund, in der Zusammenarbeit der Verbände und später auch im Humanistischen Verband, wo er die Jungen Humanist*innen vertrat und wichtige Grundlagen für die heutige Jugendarbeit mitlegte. Auch wenn dies nicht unser Verband war, zeigt es doch, wie sehr Dieter Menschen und Strukturen stärken konnte.
Sein Engagement reichte weit über Dortmund hinaus: Nach dem Mauerfall unterstützte er den Aufbau der Jugendarbeit in Zwickau und brachte seine Erfahrungen in internationale Begegnungen ein – etwa bei Studienreisen und Projekten in Großbritannien. Diese Arbeit war ihm wichtig, weil er wusste, wie sehr internationale Erfahrungen junge Menschen prägen können.
Nach seinem Umzug nach Köln blieb er den Dortmunder Falken eng verbunden. Wenn es seine Zeit zuließ, war er bei großen Veranstaltungen dabei – mit einem Lächeln, einer Erinnerung aus früheren Zeiten und seiner unverwechselbaren, warmen Art, die viele von uns so geschätzt haben.
Und er blieb Dortmund verbunden – nicht zuletzt, weil sein Herz immer auch schwarzgelb schlug.
Wir verlieren mit Dieter einen Menschen, der uns geprägt hat.
Wir verlieren einen Freund.
Wir behalten sein Lachen, seine Haltung, seine Geschichten.
Und wir tragen weiter, was ihm wichtig war: Solidarität, Antifaschismus, Humanität – und die Überzeugung, dass junge Menschen die Welt verändern können.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau Waltraut und seiner Familie.
In Dankbarkeit und Trauer
Freundschaft!
Die Falken Dortmund