07/11/2025
CDU Dossenheim ruft zur Teilnahme am Bürgerentscheid auf – Demokratie lebt vom Mitmachen
Am Sonntag, den 9. November 2025, steht in Dossenheim und Schriesheim eine wichtige Entscheidung an. Die Bürgerinnen und Bürger stimmen darüber ab, ob die laufende Planung für Windkraftanlagen auf dem Weißen Stein gestoppt werden soll.�Ein Nein auf dem Stimmzettel bedeutet ein Ja zur Windenergie – und damit ein Ja zu einer zukunftsfähigen, sauberen und unabhängigen Energieversorgung.
Wir möchten alle Dossenheimerinnen und Dossenheimer aufrufen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Wir werden im Bürgerentscheid mit Nein stimmen, weil wir nur so in der Lage sind, den begonnenen Weg fortzusetzen und damit unsere Energiezukunft selbst gestalten. Der Gemeinderat hat sich frühzeitig entschieden, die Planungen für Windkraftanlagen eigenständig voranzutreiben, um die Energiepolitik nicht dem Zufall oder externen Entscheidungen zu überlassen. Wenn wir jetzt die Planung beenden, geben wir Verantwortung und eigene Gestaltungsmöglichkeit aus der Hand. Wenn wir aber den eingeschlagenen Weg weiter beschreiten, bleibt die Entscheidung in unserer Gemeinde – bei uns Bürgerinnen und Bürgern.
Gemeinsam mit der Nachbargemeinde Schriesheim und unterstützt vom Forum Energiedialog Baden-Württemberg wurde ein Konzept für vier Windräder mit je sieben Megawatt Leistung erarbeitet. Zwei davon sollen auf Dossenheimer Gemarkung entstehen, zwei in Schriesheim. Ein Windrad dieser Größe kann rechnerisch bis zu 3.500 Haushalte mit Strom versorgen und spart jedes Jahr viele tausend Tonnen CO₂ ein. Damit leisten wir direkt vor Ort einen großen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende.
Windkraft benötigt nur sehr wenig Fläche – rund einen halben Hektar pro Anlage. Um die gleiche Energiemenge mit Photovoltaik zu erzeugen, wären etwa 14 Hektar nötig. Die Lage am Weißen Stein ist zudem windstark und damit besonders effizient.
Es geht hier um mehr als Technik oder Stromproduktion. Es geht um Verantwortung, um Zukunft und um Selbstbestimmung. Die Einnahmen aus Pacht und Beteiligung bleiben in der Gemeinde, sie fließen in Projekte, von denen alle profitieren: Kindergärten, Straßen oder soziale Einrichtungen. Auch Bürgerbeteiligungsmodelle sind vorgesehen, damit alle, die möchten, direkt von den Erträgen profitieren können.
Wir haben die Möglichkeit, Energie wieder zu einem Teil unserer eigenen regionalen Wertschöpfung zu machen. Das stärkt unsere Gemeinde, schafft Unabhängigkeit und ist ein Schritt in Richtung wirklicher Nachhaltigkeit. Es geht darum, Klimaschutz, wirtschaftliche Vernunft und Verantwortung vor Ort zu verbinden. Genau das tun wir hier in Dossenheim.
Damit der Bürgerentscheid gültig ist, müssen mindestens 20 Prozent der Wahlberechtigten teilnehmen. Deshalb unsere Bitte: Gehen Sie am 9. November zur Wahl.�Demokratie funktioniert nur, wenn wir sie leben.
Wir werden mit Nein stimmen, damit wir gemeinsam Ja sagen können zu einer sicheren, sauberen und selbstbestimmten Energiezukunft.�Lassen wir nicht andere über uns entscheiden, nehmen wir unsere Energieversorgung in die eigene Hand. So sichern wir nicht nur eine verlässliche Energiequelle, sondern auch die Lebensqualität unserer Kinder und Enkel.
(Oliver Fassoth-Matthias Harbarth-Sören Ducati)