JSAG Sachsen

JSAG Sachsen Wir sind die Interessenvertretung der Schüler*innen, Azubis und Freidis (Freiwilligendienstleistenden

Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres hat das sächsische Kultusministerium ein Schreiben an alle sächsischen Schulen ver...
31/08/2021

Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres hat das sächsische Kultusministerium ein Schreiben an alle sächsischen Schulen verschickt, in welchem es die Lehrkräfte anweist, keine Sonderzeichen für gendergerechte Sprache zu verwenden. Wir sind davon überrascht, dass solch eine Anweisung aus einem CDU-besetzten Ministerium stammt, ist es doch stets die CDU, welche immer für die Freiheit der Sprache ausspricht, wenn irgendwo gendergerechte Sprache Pflicht ist.

Die Vielfalt der Gesellschaft findet sich auch an den Schulen wieder. Wenn Kinder und Jugendliche von klein auf lernen, dass es nicht nur Politiker, Wissenschaftler und Informatiker, sondern genauso Politiker*innen, Wissenschaftler*innen und Informatiker*innen gibt.

Wir sind nicht nur für die Nutzung von gendergerechten Sprache mit all ihren Sonderzeichen, sondern auch für die Freiheit zur Entscheidung, ob man gendert oder nicht. Was Kultusminister Piwarz hier macht, ist reinste Doppelmoral und verurteilen wir sehr!

Gestern hat die Staatsregierung ihre neuen Corona-Maßnahmen bekannt gegeben: - Schulen sollen zukünftig inzidenzunabhäng...
31/03/2021

Gestern hat die Staatsregierung ihre neuen Corona-Maßnahmen bekannt gegeben:
- Schulen sollen zukünftig inzidenzunabhängig offen bleiben
- aber härtere Maßnahmen wie zwei verpflichtende Corona-Tests pro Woche
- Bis 18.04. soll die Schulpflicht ausgesetzt werden, um freiwilliges, aber nicht gleichwertiges Homeschooling zu ermöglichen.

Wir halten diese Maßnahmen für falsch und fordern wieder die Schließungen der Sekundarschulen ab einer Inzidenz von 100, sowie die Schließungen von Grund- und Förderschulen ab einer Inzidenz von 200, denn mit der Gesundheit ist nicht zu spielen.
Die Abschlussjahrgänge sollen auch weiterhin bis zu einer Inzidenz von 200 im Präsenzunterricht unter strengen hygienischen Vorkehrungen verbleiben.

Auch wir wollen eigentlich keine Schulschließungen. Homeoffice funktioniert von Natur aus nicht so gut wie Präsenzunterricht. Es hätten funktionierende Konzepte für den Fernunterricht erarbeitet werden können. Doch das wurde versäumt, zu Lasten der Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern.

Das Bildungsticket kommt!Heute Morgen wurde die Einführung eines sächsischen Bildungstickets verkündet. Dieses soll zum ...
18/01/2021

Das Bildungsticket kommt!

Heute Morgen wurde die Einführung eines sächsischen Bildungstickets verkündet. Dieses soll zum Schuljahr 2021/22 eingeführt werden, nur 15€ monatlich kosten, aber für den gesamten Verkehrsverbund gelten. Erwerbsberechtigt sollen alle Schüler*innen von allgemeinen Schulen sowie Auszubildende von berufsbildenden Schulen, welche keine duale Ausbildung absolvieren, sein.
Als JSAG Sachsen sind wir glücklich darüber, dass Verkehrsminister Dulig das Bildungsticket erfolgreich eingeführt hat. Mit diesem vergünstigten Ticket wird es auch Schüler*innen aus ärmeren Familien ermöglicht, mit Bus und Bahn zur Schule und in der Umgebung herum zu fahren. Dadurch wird soziale Ungleichheit bekämpft. Außerdem wird mittels des Tickets ein Anreiz geschaffen, Schüler*innen aus dem Auto in den umweltfreundlicheren ÖPNV zu bringen.

Allerdings sind weder Auszubildende von Betrieben, noch Freiwilligendienstleistende in dem Ticket beinhaltet.
Wir fordern daher ein richtiges (kostenfreies) Bildungsticket, welches alle Menschen, welche sich bilden lassen. Denn wer sich bildet, darf nicht auf den Kosten sitzenbleiben!

Im Bezug auf die stetig steigenden COVID-19-Neuinfektionen gilt ab dem 11. Januar die neue sächsische Corona-Schutz-Vero...
11/01/2021

Im Bezug auf die stetig steigenden COVID-19-Neuinfektionen gilt ab dem 11. Januar die neue sächsische Corona-Schutz-Verordnung, welche auch neue Regelungen für Schulen und Kitas vorsieht. Diese sollen demnach bis zum 7. Februar geschlossen werden, wobei Ausnahmen gelten werden für die Schüler*innen der Abschlussklassen jeglicher Schulart. Diese Schüler*innen müssen bereits ab dem 18. Januar mit Vorlage eines PCR-Tests vor Ort die Schulen wieder besuchen. Alle anderen Schüler*innen verweilen in häuslicher Lernzeit.

Wir kritisieren das Vorgehen der Staatsregierung und die verfrühte Wiedereröffnung der sächsischen Schulen. In Sachsen ist die 7-Tage-Inzidenz so hoch wie in keinem anderen Bundesland, Tendenz steigend. Vor Ort in den verschiedenen Landkreisen sieht es mitunter dramatischer aus: Alleine Meißen und Bautzen liegen mit ihren Werten über 500. In Anbetracht dieser schweren Phase, in der wir uns immer noch befinden, ist dieser Vorgang unverhältnismäßig und gefährlich. Und es ist bisher kein eindeutiges Abflachen der Infektionszahlen zu erkennen, weder heute, noch bis zum 18. Januar. Durch diese Aktion werden Menschenleben aufs Spiel gesetzt. Das Testen vor Ort ist dabei nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Die JSAG Sachsen ist nicht allein mit ihrer Kritik an der voreiligen Schulöffnung. Am vergangenen Samstag hat eine Gruppe sächsischer Schüler*innen unter dem Namen "Schulstreik 2021" eine Petition gegen die Wiedereröffnung der Schulen zum 18. Januar gestartet. Diese hat derzeit über 1000 Unterschriften.

Wir solidarisieren uns als JSAG Sachsen mit den Ersteller*innen und Unterzeichner*innen der Petition. Sie zeigt klar, dass viele Schüler*innen und Eltern nicht mit dem Vorgehen des Kultusministeriums zufrieden sind und Angst davor haben, dass durch die Wiedereröffnungen der Schulen es erneut mehr Infektionen und auch Tote geben wird. Bildung darf nicht mit gesundheitlichem Risiko bezahlt werden!

Deshalb: Lasst die Schulen zu!

*in -19

  ist heute das Motto!In Freiwilligendiensten wie FSJs, FÖJs oder BFDs engagieren sich bundesweit jährlich ca. 100.000 M...
04/12/2020

ist heute das Motto!

In Freiwilligendiensten wie FSJs, FÖJs oder BFDs engagieren sich bundesweit jährlich ca. 100.000 Menschen. Dabei setzen sie sich in Kindergärten, Umweltverbänden, Altenheimen und in noch viel mehr Einsatzstellen täglich für die Gesellschaft ein. Leider erfahren sie dafür nicht sehr viel Anerkennung. Von ihrem geringen Taschengeld kann man nur schwerlich leben. Dazu kommen bei vielen noch hohe Fahrkosten zu ihren Einsatzstellen, die sie oftmals selbst tragen müssen. Zwar dürfen Freiwilligendienstleistende in Sachsen seit August 2020 das Azubiticket nutzen, doch kostet es 48€ pro Monat für einen Verbund, was für viele schwer erschwinglich bleibt.
Wer sich gesellschaftlich engagiert, muss mehr Anerkennung verfahren!✊

Der Lockdown ist beendet, die Schulen werden mit Hygienekonzepten wiedereröffnet und Präsenzunterricht kann zu großen Te...
11/08/2020

Der Lockdown ist beendet, die Schulen werden mit Hygienekonzepten wiedereröffnet und Präsenzunterricht kann zu großen Teilen wieder wie gewohnt stattfinden. Ist die Krise damit vorbei?

Keineswegs! Denn nicht nur die Abschlussjahrgänge, die jetzt ihr Abitur in den Händen halten können, sind von Corona betroffen: Vor allem die Jahrgänge, die im Schuljahr 2020/21 ihren Abschluss absolvieren wollen, leiden unter dem Ausbleiben des Präsenzunterrichts, der an Gymnasien die 11/II (für berufliche Gymnasien die 12/II) und an Oberschulen die 9. Klasse sehr erschwert hat. Der beinahe komplette Ausfall von Präsenzunterricht erschwerte das Lernen, erforderte eine große Umstellung und stellte eine psychische Belastung für Schüler- und Lehrer*innen dar. Der zum Teil liegen gebliebene oder unverstandene Unterrichtsstoff muss nun im nächsten Schuljahr nachgeholt werden, auch das ist eine schwierige Situation für die 2021-Abschlussjahrgänge.

So wie eine Befragung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit Schüler*innen der gymnasialen Oberstufen angab, haben diese nur täglich weniger als 2 Stunden mit digitalen Schulaufgaben verbracht. - Diese Befragung zeigt, wie weit Schüler*innen mit dem Schulstoff in Verzug sind.

Daher fordern wir spezielle thematische Festlegungen für die Abschlussprüfungen aller Schulformen im nächsten Jahr, sowie einen Fokus dieser auf Themen, die vor und auch nach Corona im Präsenzunterricht behandelt wurden und werden.

Endlich wurde der Gesetzentwurf zum "Längeren gemeinsamen Lernen in Sachsen" vom sächsischen Landtag, wenn auch mit eine...
15/07/2020

Endlich wurde der Gesetzentwurf zum "Längeren gemeinsamen Lernen in Sachsen" vom sächsischen Landtag, wenn auch mit einem Wehmutstropfen, beschlossen!

Die Gemeinschaftsschule ermöglicht längeres gemeinsames Lernen der Schüler*innen in Sachsen. Dadurch wird die vorherrschende Aufteilung der Kinder in Gymnasium und Oberschule, bei der die Abschlüsse der Eltern eine große Rolle spielen, aufgebrochen und den Kindern in der 4. Klasse der Druck des sogenannten "Grundschulabiturs" genommen. Zudem kommen soziale Schichten in Kontakt, der durch eine Trennung nach der 4. Klasse vermieden bleibt.

Doch ist auch Kritik berechtigt: durch Änderungen auf Initiative und Beharren der CDU wurden Hürden eingebaut, welche die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule erschweren. So sind 4 Klassen pro Jahrgang eine Notwendigkeit zur Erhaltung einer Gemeinschaftschule, was Standorten im ländlichen Raum es sehr schwer macht. Doch gerade in diesen Räumen wäre eine Schule, an welcher alle Abschlüsse den Schüler*innen offen stehen, wichtig!

Deshalb ist das Ermöglichen des längeren gemeinsamen Lernen ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch müssen die Hürden abgebaut werden und in Zukunft noch weitere Maßnahmen folgen!

Zum Abschluss der Online-Demonstration   haben wir gemeinsam mit Jusos Sachsen und Juso-Hochschulgruppen Sachsen in unse...
08/04/2020

Zum Abschluss der Online-Demonstration haben wir gemeinsam mit Jusos Sachsen und Juso-Hochschulgruppen Sachsen in unserer Pressemitteilung klar gemacht, dass es in der aktuellen Krise aber auch darüber hinaus deutliche Verbesserungen im Bildungssystem braucht. Neben ausbaufähigen Online-Angeboten wie Lernsax, sowie flexiblen Lösungen, benötigen insbesondere benachteiligte Schüler*innen Unterstützung in Form eines Nachhilfe-Topfes. Zudem ist eine Verschiebung der Prüfungen nötig! Auszubildende in systemrelevanten Berufen benötigen faire Bedingungen und Bezahlung! Zudem muss es staatliche Hilfe für Ausbildungsbetriebe geben, welche mit der Existenz kämpfen.

Unsere Forderungen könnt Ihr im Detail in der Pressemitteilung durchlesen: http://jusossachsen.de/gute-bildung-fuer-alle-besonders-jetzt/

Das Coronavirus hat die gesamte Welt in Alarmbereitschaft versetzt. Eine etwas späte aber dennoch richtige Konsequenz wa...
22/03/2020

Das Coronavirus hat die gesamte Welt in Alarmbereitschaft versetzt. Eine etwas späte aber dennoch richtige Konsequenz war die Schließung aller Schulen in Deutschland. Nun muss die nächste Konsequenz die Verschiebung der Termine aller schulischen Abschlussprüfungen sein!

Eine nicht-Verschiebung geht auf Kosten der Leistungen der Schüler*innen. In vielen Fächern fehlen noch Noten, welche für die Endnoten ausschlaggebend sein können und tendenziell die Zeugnisse der Schüler*innen verbessern. Zudem fehlt es an Prüfungsvorbereitung. Im Gegensatz zu dem, was das sächsische Kultusministerium behauptet, fehlt es noch in mehreren Fächern an Unterrichtsstoff. Und die Prüfungsvorbereitung funktioniert auch nicht über das "selbst Lernen" zu Hause, da das Schulsystem einfach nicht darauf ausgelegt ist. Die verschlafene Digitalisierung ist an der Stelle auch nicht hilfreich, wie man schon an der seit den Schulschließung dauerhaft überlastenden Lernplattform Lernsax erkennen kann.

Andere Bundesländer wie Bayern haben schon die Verschiebung angekündigt, Sachsen ist bei dem Thema noch nicht so weit. Hier zeigen sich auch wieder die Probleme des Bildungsföderalismus. Für uns steht fest: die Prüfungstermine müssen verschoben werden!

Anlass zur Sorge:Aus der Antwort des sächsischen Kultusministeriums auf eine Anfrage von Kerstin Köditz (DIE LINKE) zum ...
21/02/2020

Anlass zur Sorge:
Aus der Antwort des sächsischen Kultusministeriums auf eine Anfrage von Kerstin Köditz (DIE LINKE) zum Thema "Vorfälle mit rechtsextremen Hintergrund an Schulen 2019" (Drucksache 7/1000) geht hervor, dass der Rechtsextremismus an allen Schularten tief verankert ist. Hierbei reicht die Spannweite vom Hakenkreuz-Graffiti bis zur Gewaltausübung.

Es ist besorgniserregend, wie niedrig die Hemmschwelle für junge Menschen ist, schon vermeintlich kleine Straftaten, wie den Hitlergruß, zu begehen. Dieser Rechtsextremismus darf nicht ignoriert werden, denn er führt im schlimmsten Fall zu Terroranschlägen wie jenen in Hanau am 19. Februar.

Wir fordern, dass die politische Aufklärung für Schüler*innen verbessert wird. Verpflichtender Besuch von Gedenkstätten und eine kritischere Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus im Unterricht wären erste Schritte dahin. Zudem muss der Blick auch auf Lehrkräfte und Eltern gerichtet werden, welche rechtsextremen Gedankengut pädagogisch wirksam entgegentreten müssen.

Für Rechtsextremismus darf kein Platz in unserer Gesellschaft sein!

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