Martin Menzel

Martin Menzel Verfahrensbeistand gem. § 158 FamFG, Honorarprofessor an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf

Das Sommersemester 2026 geht zu Ende – und damit mein 𝟮𝟬. 𝗦𝗲𝗺𝗲𝘀𝘁𝗲𝗿 an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf .Es war ein...
08/09/2026

Das Sommersemester 2026 geht zu Ende – und damit mein 𝟮𝟬. 𝗦𝗲𝗺𝗲𝘀𝘁𝗲𝗿 an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf .

Es war ein Semester voller spannender Diskussionen – über Kinder- und Familienarmut in meiner Lehrveranstaltung im Studiengang Kindheitspädagogik und über häuslichen Kinderschutz im MAS Kinderschutz. Dazu kamen berührende Exkursionen, intensive Methoden wie ein Moot Court und hochwertige Abschlussarbeiten.

Ein abwechslungsreiches Semester also, das mir einmal mehr gezeigt hat, dass ich noch immer sehr gerne an dieser Hochschule lehre und Lehrformate entwickele.

📚 Und auch im kommenden Wintersemester 2026/2027 wird es nicht langweilig.

Bewährtes und Neues stehen auf dem Programm: Im MAS Kinderschutz werde ich erneut zum Umgang mit Kindeswohlgefährdungen im institutionellen Kontext lehren.

Neu ist eine Grundlagenveranstaltung zum Kinderschutz im Blended-Learning-Format, die ich gemeinsam mit Madita Pries entwickelt habe und erstmals durchführen werde. Sie richtet sich an Studierende aller Studiengänge unserer Hochschule – ein Ziel, auf das wir lange hingearbeitet haben.

Im Studiengang Soziale Arbeit kommt außerdem eine Lehrveranstaltung zum Umgang mit gefährlichen Weltbildern im Kinderschutz hinzu. Ein Thema, das sicher für kontroverse Diskussionen sorgen wird – und auf das ich mich sehr freue.

Fortgesetzt wird auch die von mir verantwortete offene Ringvorlesung „Kinderschutz braucht eine starke Verantwortungsgemeinschaft“.

𝟮𝟬 𝗦𝗲𝗺𝗲𝘀𝘁𝗲𝗿 𝗮𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗙𝗙𝗛 – 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗶𝗲 𝗙𝗿𝗲𝘂𝗱𝗲 𝗮𝗻 𝗟𝗲𝗵𝗿𝗲, 𝗔𝘂𝘀𝘁𝗮𝘂𝘀𝗰𝗵 𝘂𝗻𝗱 𝗻𝗲𝘂𝗲𝗻 𝗜𝗱𝗲𝗲𝗻 𝗶𝘀𝘁 𝘂𝗻𝗴𝗲𝗯𝗿𝗼𝗰𝗵𝗲𝗻. 😊

𝗞𝗲𝘆𝗻𝗼𝘁𝗲 𝘇𝘂𝗿 𝗘𝗿𝗼̈𝗳𝗳𝗻𝘂𝗻𝗴 𝗱𝗲𝘀 𝗖𝗵𝗶𝗹𝗱𝗵𝗼𝗼𝗱-𝗛𝗮𝘂𝘀𝗲𝘀 𝗶𝗻 𝗟𝗮𝗻𝗱𝗮𝘂📍 Am 17. November 2026 wird in Landau das 𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲 𝗖𝗵𝗶𝗹𝗱𝗵𝗼𝗼𝗱-𝗛𝗮𝘂𝘀 𝗶𝗻 𝗥...
03/09/2026

𝗞𝗲𝘆𝗻𝗼𝘁𝗲 𝘇𝘂𝗿 𝗘𝗿𝗼̈𝗳𝗳𝗻𝘂𝗻𝗴 𝗱𝗲𝘀 𝗖𝗵𝗶𝗹𝗱𝗵𝗼𝗼𝗱-𝗛𝗮𝘂𝘀𝗲𝘀 𝗶𝗻 𝗟𝗮𝗻𝗱𝗮𝘂

📍 Am 17. November 2026 wird in Landau das 𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲 𝗖𝗵𝗶𝗹𝗱𝗵𝗼𝗼𝗱-𝗛𝗮𝘂𝘀 𝗶𝗻 𝗥𝗵𝗲𝗶𝗻𝗹𝗮𝗻𝗱-𝗣𝗳𝗮𝗹𝘇 eröffnet. Ich freue mich sehr, dass ich eingeladen wurde, im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung die Keynote zum Thema „𝗪𝗶𝗲 𝗶𝗻𝘁𝗲𝗿𝗱𝗶𝘀𝘇𝗶𝗽𝗹𝗶𝗻𝗮̈𝗿𝗲𝗿 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝘀𝗰𝗵𝘂𝘁𝘇 𝗴𝗲𝗹𝗶𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗸𝗮𝗻𝗻!“ zu halten. 🎤

Ein Childhood-Haus ist ein geschützter Ort für Kinder und Jugendliche, die körperliche oder sexualisierte Gewalt erlebt haben. Medizinische Untersuchung, polizeiliche Vernehmung, Angebote der Kinder- und Jugendhilfe und psychologische Hilfe finden hier unter einem Dach statt.

Damit soll Kindern und Jugendlichen erspart werden, von einer Institution zur nächsten weitergereicht zu werden – und damit möglichst auch weitere Belastungen und Re-Traumatisierungen.

Doch ein Childhood-Haus kann zunächst nur den äußeren Rahmen für gelingenden Kinderschutz schaffen. Entscheidend ist, wie die beteiligten Fachkräfte und Professionen diesen Rahmen gemeinsam gestalten.

In meiner Keynote möchte ich deshalb der Frage nachgehen, welche Haltung, Kooperation und Zusammenarbeit es braucht, damit interdisziplinärer Kinderschutz tatsächlich gelingen kann. 🤝

Ich freue mich sehr auf die Eröffnung, den Vortrag und die hoffentlich intensive Diskussion!

Guter Kinderschutz lebt vom Zusammenspiel verschiedener Fachrichtungen. Genau deshalb setzen wir auch bei unseren Fortbi...
01/09/2026

Guter Kinderschutz lebt vom Zusammenspiel verschiedener Fachrichtungen. Genau deshalb setzen wir auch bei unseren Fortbildungen auf Interdisziplinarität.

Mit dem interdisziplinären Fortbildungsteam des Kompetenzzentrums Kinderschutz an der Fliedner Fachhochschule kommen wir gerne zu Ihnen und führen maßgeschneiderte Inhouse-Fortbildungen durch.

Unsere thematische Bandbreite reicht vom vorgeburtlichen Kinderschutz bis zum Umgang mit hocheskalierenden Fallverläufen jugendlicher Klient*innen. Unser Team aus Sozialarbeiter*innen, Kindheitspädagog*innen und Jurist*innen verbindet fachtheoretische Expertise mit vielfältiger Praxiserfahrung aus nahezu allen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe.

Ob Kindertagespflege, Kindertageseinrichtung, ambulante oder (teil-)stationäre Kinder- und Jugendhilfe, Schule oder Frauenhaus: Wir orientieren unsere Angebote an Ihren konkreten Bedarfen und Strukturen.

Besonderen Wert legen wir auf einen abwechslungsreichen Methodenmix und darauf, dass die Teilnehmer*innen das erworbene Wissen unmittelbar in ihrer Praxis anwenden können.

📩 Sie haben Interesse an einer Inhouse-Fortbildung?
Nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf.

𝗘𝗶𝗻 𝗙𝗮𝗹𝗹, 𝗱𝗲𝗿 𝗵𝗲𝗿𝗮𝘂𝘀𝗳𝗼𝗿𝗱𝗲𝗿𝘁.Eine Jugendliche, die bereits eine Odyssee durch Jugendhilfeeinrichtungen hinter sich hat.Ei...
27/08/2026

𝗘𝗶𝗻 𝗙𝗮𝗹𝗹, 𝗱𝗲𝗿 𝗵𝗲𝗿𝗮𝘂𝘀𝗳𝗼𝗿𝗱𝗲𝗿𝘁.
Eine Jugendliche, die bereits eine Odyssee durch Jugendhilfeeinrichtungen hinter sich hat.
Eine Mutter, bei der viele Fachpersonen große Zweifel haben, ob sie die Bedürfnisse ihrer Tochter ausreichend erfüllen kann.

Und gleichzeitig ist da der Wunsch der Jugendlichen:
Sie möchte bei ihrer Mutter leben.

Die Situation spitzt sich zu. Die Jugendliche lebt seit Monaten in einer Notaufnahmeeinrichtung, die sie nun wegen der langen Verweildauer verlassen muss. Eine andere aufnahmebereite Einrichtung ist nicht zu finden.

Und was passiert?
🔥 𝗗𝗶𝗲 𝗯𝗲𝘁𝗲𝗶𝗹𝗶𝗴𝘁𝗲𝗻 𝗙𝗮𝗰𝗵𝗸𝗿𝗮̈𝗳𝘁𝗲 𝗴𝗲𝗵𝗲𝗻 𝗮𝘂𝗳𝗲𝗶𝗻𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿 𝗹𝗼𝘀.

Das zuständige Jugendamt richtet wüste Stellungnahmen voller Vorwürfe und Unverständnis an das Familiengericht – auch gegen den Vormund und mich als Verfahrensbeistand.

Es geht um Rollen.
Um Zuständigkeiten.
Um Verantwortlichkeiten.
Darum, wer was hätte tun müssen.

Klarstellende Antworten folgen.

𝗨𝗻𝗱 𝘄𝗮̈𝗵𝗿𝗲𝗻𝗱𝗱𝗲𝘀𝘀𝗲𝗻 𝗴𝗲𝗿𝗮̈𝘁 𝗱𝗮𝘀 𝗪𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴𝘀𝘁𝗲 𝗮𝘂𝘀 𝗱𝗲𝗺 𝗕𝗹𝗶𝗰𝗸:
👧 die Jugendliche
👩 ihre Mutter
🤝 und die gemeinsame Suche nach einer Lösung.

Was nicht passiert:
❌ ein gemeinsames Fallgespräch
❌ eine methodengeleitete Beteiligung der Jugendlichen
❌ eine methodengeleitete Beteiligung der Mutter
❌ ein gemeinsames Entwickeln von Handlungsmöglichkeiten

Kurz gesagt:
Ein gemeinsames Tragen von Verantwortung.

Nach vielen Jahren in diesem Bereich frage ich mich immer noch:
𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗶𝘀𝘁 𝗱𝗮𝘀 𝘀𝗼?
Wir sprechen auf Tagungen und Konferenzen viel über Verantwortungsgemeinschaften im Kinderschutz.

Aber was braucht es, damit wir im konkreten Einzelfall tatsächlich eine werden?

Denn gerade wenn ein Fall schwierig wird, brauchen Kinder und Jugendliche keine persönlichen Attacken und keinen Streit darüber, wer eigentlich zuständig ist.

Sie brauchen Erwachsene, die unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam nach Lösungen suchen.

❤️ 𝗡𝗶𝗰𝗵𝘁: 𝗪𝗲𝗿 𝗶𝘀𝘁 𝘀𝗰𝗵𝘂𝗹𝗱?
Sondern: Was braucht dieses Kind – und was können wir gemeinsam dafür tun?

Kindeswohlgefährdungen sind komplex – und genau deshalb können wirksame Einschätzungen und Interventionen nicht von eine...
25/08/2026

Kindeswohlgefährdungen sind komplex – und genau deshalb können wirksame Einschätzungen und Interventionen nicht von einer einzelnen Profession geleistet werden.

Für mich ist 𝗶𝗻𝘁𝗲𝗿𝗱𝗶𝘀𝘇𝗶𝗽𝗹𝗶𝗻𝗮̈𝗿𝗲 𝗭𝘂𝘀𝗮𝗺𝗺𝗲𝗻𝗮𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗱𝗲𝗿 𝘄𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗦𝗰𝗵𝗹𝘂̈𝘀𝘀𝗲𝗹 𝗳𝘂̈𝗿 𝗴𝗲𝗹𝗶𝗻𝗴𝗲𝗻𝗱𝗲𝗻 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝘀𝗰𝗵𝘂𝘁𝘇. Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Polizei und Staatsanwaltschaft sowie Familiengericht bringen unterschiedliche Perspektiven und Fachkenntnisse ein. Entscheidend ist, diese Perspektiven miteinander zu verbinden.

Dafür braucht es:
🔹 eine ganzheitliche Gefährdungseinschätzung unter Einbeziehung sozialarbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse, medizinischer Befunde und sozialräumlicher Faktoren,
🔹 ein funktionierendes Schnittstellenmanagement, damit notwendige Interventionen schnell und wirksam erfolgen können,
🔹 und eine gemeinsame Fachsprache, um unterschiedliche fachliche Perspektiven zusammenzuführen und multidisziplinäre Schutzkonzepte zu entwickeln.

📅🎤 Vor diesem Hintergrund freue ich mich sehr, am 𝟮𝟵.𝟬𝟵.𝟮𝟬𝟮𝟲 𝗯𝗲𝗶𝗺 𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗧𝗿𝗲𝗳𝗳𝗲𝗻 𝗱𝗲𝘀 𝗶𝗻𝘁𝗲𝗿𝗸𝗼𝗺𝗺𝘂𝗻𝗮𝗹𝗲𝗻 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝘀𝗰𝗵𝘂𝘁𝘇𝗻𝗲𝘁𝘇𝘄𝗲𝗿𝗸𝘀 der Kommunen im Kreis Unna die Keynote „Die Verantwortungsgemeinschaft im Kinderschutz“ halten zu dürfen.

Ich bin gespannt auf den kritischen Austausch mit den Vertreter*innen der unterschiedlichen Professionen und auf die Frage, wie wir gemeinsam Verantwortung für wirksamen Kinderschutz übernehmen können. 🤝

Was sind eure Erfahrungen mit interdisziplinärer Zusammenarbeit im Kinderschutz?

𝗪𝗶𝗲 𝗸𝗮𝗻𝗻 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝘀𝗰𝗵𝘂𝘁𝘇 𝗶𝗺 𝘁𝗵𝗲𝗿𝗮𝗽𝗲𝘂𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗔𝗹𝗹𝘁𝗮𝗴 𝗸𝗼𝗻𝗸𝗿𝗲𝘁 𝗳𝘂𝗻𝗸𝘁𝗶𝗼𝗻𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻? 🤔Am 5. und 6. März 2027 biete ich im Rahmen der S...
18/08/2026

𝗪𝗶𝗲 𝗸𝗮𝗻𝗻 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝘀𝗰𝗵𝘂𝘁𝘇 𝗶𝗺 𝘁𝗵𝗲𝗿𝗮𝗽𝗲𝘂𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗔𝗹𝗹𝘁𝗮𝗴 𝗸𝗼𝗻𝗸𝗿𝗲𝘁 𝗳𝘂𝗻𝗸𝘁𝗶𝗼𝗻𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻? 🤔

Am 5. und 6. März 2027 biete ich im Rahmen der Seminarreihe „Autor*innen im Dialog“ des Schulz-Kirchner Verlags wieder mein Webinar „Das Kindeswohl schützen“ an.

Das Einführungsseminar richtet sich an Logopäd*innen, Ergotherapeut*innen und Physiotherapeut*innen. Seit 2012 haben Angehörige der Medizinalfachberufe nach § 4 KKG einen eigenständigen Auftrag zum Schutz von Kindern vor Misshandlung, Vernachlässigung und Missbrauch.

Im Webinar schauen wir uns an, wie dieser Schutzauftrag in der Praxis umgesetzt werden kann:
🔎 Wie erkenne und beurteile ich mögliche Kindeswohlgefährdungen?
🤝 Welche Intervention ist die richtige?
🏛️ Wie arbeite ich mit dem Jugendamt und anderen Akteur*innen zusammen?
📝 Was muss ich bei Dokumentation und Datenschutz beachten?

Dabei könnt ihr auch eigene Fälle aus der Praxis einbringen, die wir gemeinsam diskutieren und mit fachtheoretischen Inhalten verknüpfen.

📅 5. März 2027 | 16:00–20:00 Uhr
📅 6. März 2027 | 9:00–14:00 Uhr
💻 Online via Zoom
🎓 11 Fortbildungspunkte
💶 Frühbucherpreis: 260 € bis 30.09.2026
Danach: 290 €

👉 Anmeldung und weitere Informationen gibt es beim Schulz-Kirchner Verlag.

👧🧒 Wie können bereits die Jüngsten in Kitas zu aktiven Beschwerdeführer*innen im institutionellen Kinderschutz werden?Mi...
12/08/2026

👧🧒 Wie können bereits die Jüngsten in Kitas zu aktiven Beschwerdeführer*innen im institutionellen Kinderschutz werden?

Mit dieser Frage beschäftigen wir uns im Forschungsprojekt „𝗢𝗺𝗯𝘂𝗱𝘀𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝗲𝗻 𝗳𝘂̈𝗿 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿 𝗶𝗻 𝗞𝗶𝘁𝗮𝘀 (𝗢𝗳𝗞𝗶𝗞)“ am Kompetenzzentrum Kinderschutz der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf.

Denn Kinder sind bislang nur selten selbst aktive Beschwerdeführer*innen. Wenn sie mögliche Grenzverletzungen erleben, werden Beschwerden häufig über Erwachsene – zum Beispiel die Eltern – weitergegeben.

Genau hier setzt unser Ansatz an: Wir haben einen 𝗸𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝗿𝗲𝗰𝗵𝘁𝘀𝗯𝗮𝘀𝗶𝗲𝗿𝘁𝗲𝗻 𝗔𝗻𝘀𝗮𝘁𝘇 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗮𝘂𝗳𝘀𝘂𝗰𝗵𝗲𝗻𝗱𝗲𝗻 𝗢𝗺𝗯𝘂𝗱𝘀𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝗲 𝗶𝗻 𝗞𝗶𝘁𝗮𝘀 entwickelt. Kinder sollen dadurch eine eigene, niedrigschwellige Möglichkeit erhalten, Beschwerden unmittelbar zu äußern und sich aktiv in den institutionellen Kinderschutz einzubringen.

📚 Für Träger, die diesen Ansatz umsetzen möchten, haben wir eine Arbeitshilfe entwickelt. Außerdem planen wir aktuell die 𝗽𝗿𝗮𝗸𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗘𝗿𝗽𝗿𝗼𝗯𝘂𝗻𝗴 𝗶𝗻 𝗺𝗲𝗵𝗿𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗞𝗶𝘁𝗮𝘀, die wissenschaftlich begleitet werden soll.

🤝 Besonders freuen wir uns über den nächsten Schritt: Das LVR-Landesjugendamt lädt am 6. Oktober 2026 von 9:00 bis 13:00 Uhr** zum Praxis-Dialog „Ombudsstellen für Kinder in der Kita“ ein.

Gemeinsam mit meiner Kollegin Sonja Damen werden wir unseren Ansatz dort mit Fachberatungen diskutieren. Dabei geht es unter anderem darum, welche entwicklungspsychologischen Voraussetzungen kindliche Beschwerden haben, wie eine solche Ombudsstelle im Kita-Alltag konkret arbeiten kann und wie sie bei Trägern strukturell verankert werden kann.

Wir freuen uns sehr, dass unsere Idee nun weitere Kreise zieht und in den Fachdiskurs kommt. 🌱

Was brauchen Kinder, damit sie sich auch selbst beschweren können, wenn ihnen etwas nicht gut tut?

𝗘𝗶𝗻𝗲 𝗦𝘁𝗶𝗺𝗺𝗲, 𝗱𝗶𝗲 𝗱𝗶𝗲 𝗦𝗼𝘇𝗶𝗮𝗹𝗲 𝗔𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁 𝗴𝗲𝗽𝗿𝗮̈𝗴𝘁 𝗵𝗮𝘁.Mit dem Tod von Prof. Dr. Silvia Staub-Bernasconi verliert die Soziale ...
04/08/2026

𝗘𝗶𝗻𝗲 𝗦𝘁𝗶𝗺𝗺𝗲, 𝗱𝗶𝗲 𝗱𝗶𝗲 𝗦𝗼𝘇𝗶𝗮𝗹𝗲 𝗔𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁 𝗴𝗲𝗽𝗿𝗮̈𝗴𝘁 𝗵𝗮𝘁.

Mit dem Tod von Prof. Dr. Silvia Staub-Bernasconi verliert die Soziale Arbeit eine ihrer wichtigsten Vordenkerinnen.

Als ich im Studium zum ersten Mal ihre Texte gelesen habe, habe ich sie zunächst als Theorie verstanden. Erst nach und nach wurde mir klar, dass dahinter eine Haltung steckt, die meinen Blick auf die Soziale Arbeit bis heute prägt.

Sie verstand Soziale Arbeit als eigenständige Wissenschaft und als Menschenrechtsprofession. Ihr Konzept des Triplemandats begleitet mich bis heute – in der praktischen Arbeit, in der Lehre und in der Forschung.

Gerade im Kinderschutz hat mich ihre Perspektive gelehrt, nicht nur auf individuelles Handeln zu schauen, sondern auch Machtstrukturen und gesellschaftliche Verantwortung kritisch zu hinterfragen.

Silvia Staub-Bernasconi hat vielen Menschen Mut gemacht, unbequeme Fragen zu stellen und für Gerechtigkeit einzustehen.

Ihr Werk bleibt. Und dafür bin ich ihr sehr dankbar.

𝘉𝘪𝘭𝘥: 𝘚𝘤𝘩𝘸𝘦𝘪𝘻𝘦𝘳𝘪𝘴𝘤𝘩𝘦𝘴 𝘚𝘰𝘻𝘪𝘢𝘭𝘢𝘳𝘤𝘩𝘪𝘷

𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝘀𝗰𝗵𝘂𝘁𝘇 𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝗱𝗲𝗻𝗸𝗲𝗻. 𝗚𝗲𝗺𝗲𝗶𝗻𝘀𝗮𝗺.Fort- und Weiterbildungen 2027 an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf.Du möchtes...
29/07/2026

𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝘀𝗰𝗵𝘂𝘁𝘇 𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝗱𝗲𝗻𝗸𝗲𝗻. 𝗚𝗲𝗺𝗲𝗶𝗻𝘀𝗮𝗺.
Fort- und Weiterbildungen 2027 an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf.

Du möchtest dich im Kinderschutz fachlich weiterentwickeln oder spezialisieren?
Dann findest du vielleicht das passende Angebot in unserem Jahresprogramm 2027.

𝗗𝗮𝗯𝗲𝗶 𝘀𝗶𝗻𝗱 𝘂𝗻𝘁𝗲𝗿 𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝗲𝗺:

🔹 Zertifikatskurs „Häuslicher Kinderschutz" als Einstieg in den Master of Advanced Studies (Kinderschutz)
🔹 Fachkraft für Kinderschutz (InsoFa) – Start im Januar, Juli und November
🔹 Neu im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD)
🔹 Das Jugendamt als Akteur im familiengerichtlichen Verfahren – mit Moot Court
Unsere Dozierendenteams arbeiten multiprofessionell und bringen langjährige Praxiserfahrung mit. Durch Simulationsübungen, Skills Lab und interprofessionellen Austausch verbinden wir wissenschaftliche Fundierung mit praxisnahem Lernen.

Wir freuen uns auf Teilnehmer*innen aus allen Bereichen des Kinderschutzes.

🚸 𝗠𝗲𝗵𝗿 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝗿𝗲𝗰𝗵𝘁𝗲 𝗶𝗺 𝗚𝗲𝘀𝗲𝘁𝘇 – 𝗲𝗶𝗻 𝘄𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴𝗲𝗿 𝗦𝗰𝗵𝗿𝗶𝘁𝘁. 𝗔𝗯𝗲𝗿 𝗲𝗿 𝗿𝗲𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗻𝗼𝗰𝗵 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁.Die Bundesregierung hat Reformen des Fa...
23/07/2026

🚸 𝗠𝗲𝗵𝗿 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝗿𝗲𝗰𝗵𝘁𝗲 𝗶𝗺 𝗚𝗲𝘀𝗲𝘁𝘇 – 𝗲𝗶𝗻 𝘄𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴𝗲𝗿 𝗦𝗰𝗵𝗿𝗶𝘁𝘁. 𝗔𝗯𝗲𝗿 𝗲𝗿 𝗿𝗲𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗻𝗼𝗰𝗵 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁.

Die Bundesregierung hat Reformen des Familienverfahrensrechts und des Kindschaftsrechts auf den Weg gebracht. Kinderrechte und das Kindeswohl sollen künftig stärker im Mittelpunkt familienrechtlicher Regelungen stehen.

Zu den wichtigen geplanten Änderungen gehören unter anderem:
✔️ stärkere Rechte von Kindern ab 14 Jahren im familiengerichtlichen Verfahren
✔️ eine verbesserte Rechtsstellung von Verfahrensbeiständen
✔️ mehr Berücksichtigung der Perspektive von Betroffenen häuslicher und partnerschaftlicher Gewalt

Auch im Kindschaftsrecht sind wichtige Neuerungen vorgesehen:
•⁠ ⁠eine kinderrechtsbasierte Präzisierung des Kindeswohlbegriffs
•⁠ ⁠mehr Rechte auf Umgang mit wichtigen Bezugspersonen
•⁠ ⁠neue Regelungen bei häuslicher und partnerschaftlicher Gewalt mit einem stärkeren Fokus auf den Schutz von Kindern und Betroffenen

💬 Diese Entwicklungen begrüße ich ausdrücklich!

Gleichzeitig bleiben wichtige Herausforderungen ungelöst. Es fehlt weiterhin ein umfassendes Konzept zum Umgang mit Partnerschaftsgewalt.
Außerdem braucht die Kinder- und Jugendhilfe endlich eine verlässliche und ausreichende Finanzierung. Die aktuell diskutierten Kürzungen gehen leider in die entgegengesetzte Richtung.

Kinderrechte brauchen nicht nur gute Gesetze – sondern auch die notwendigen Ressourcen, damit sie im Alltag wirksam umgesetzt werden.

Adresse

Schweizer Straße 16
Duisburg
47058

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Dienstag 09:00 - 12:30
Mittwoch 09:00 - 12:30
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