08/05/2026
Unsere Meinung:
Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl war eindeutig enger, als es sich manche im Vorfeld erhofft hatten: 47,3 % der Wählerinnen und Wähler haben sich für Uwe Hölzel und damit für Veränderung, neue Impulse und eine andere Politik entschieden. Dennoch wurde Uwe Hölzel in der konstituierenden Sitzung weder zum zweiten noch zum dritten Bürgermeister gewählt. Mit 12:9 Stimmen hat die Mehrheit des Stadtrats entschieden, den Wunsch von fast der Hälfte der Bürgerschaft vollständig zu ignorieren.
Noch im Wahlkampf war von dem Wunsch nach einem „klaren und eindeutigen Mandat“ für die Amtsinhaberin die Rede. Das tatsächliche Wahlergebnis hat jedoch gezeigt: Unsere Gemeinde ist keineswegs so geschlossen, wie manche behauptet haben. Fast jeder zweite Wähler wollte einen politischen Wechsel.
Gerade deshalb wäre es ein wichtiges Zeichen von demokratischer Fairness und Respekt gegenüber dem Wählerwillen gewesen, Uwe Hölzel zumindest in die Verantwortung als zweiten oder dritten Bürgermeister einzubinden. Diese Chance wurde bewusst vertan.
Weder die Partei des jetzigen zweiten Bürgermeisters noch die Partei des jetzigen dritten Bürgermeisters waren bei der Kommunalwahl im März 2026 mit einem Bürgermeisterkandidaten angetreten.
Offenbar war nun der Wille zur parteiübergreifenden Zusammenarbeit kleiner als der Wunsch, bestehende Mehrheiten unter sich zu sichern.
Dies lässt sich auch insofern nachvollziehen, als der Wahlvorschlag der CSU, Herrn Schmeußer zum 2. Bürgermeister zu wählen mit dessen zweitbesten Stimmergebnis bei der Kommunalwahl begründet wurde. Wenn die Wertung der Stimmergebnisse so in die Waagschale geworfen wurde, hätte unweigerlich Uwe Hölzel mit dem drittbesten Stimmergebnis zumindest der 3. Bürgermeister zugestanden.
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