28/07/2026
Es ist immens wichtig, dass die begonnene aufsuchende Jugendarbeit fortgesetzt werden kann, das ist uns ein ganz besonderes Anliegen!
Mobile Jugendarbeit: Das Pilotprojekt in der mobilen Jugendarbeit wird bis Ende September 2028 fortgesetzt und von der Stadt mit 42.000 Euro pro Jahr unterstützt (70 Prozent), den Rest trägt der Stadtjugendring (SJR). Dieser Beschluss wurde von allen Fraktionen getragen, er ist das Ergebnis eines interfraktionellen Antrages, den auch wir unterstützt haben. Der SJR hatte das Projekt im Oktober 2025 ins Leben gerufen, die Stelleninhaberin hatte von Oktober 25 bis Mai 26 in ihrer Sozialraumanalyse insgesamt 230 Kontakte zu Jugendlichen hauptsächlich zwischen 14 und 17 Jahren (161 männlich/51 weiblich). Sowohl die Polizei als auch direkt betroffene Einrichtungen wie die Bücherei und die Volkshochschule am Neuen Markt berichten, dass die Arbeit sinnvoll und vor allem sichtbar ist. Auch das Ordnungsamt der Stadt unterstreicht diese Aussagen. Die Lage an kritischen Punkten in Leinfelden, Echterdingen und Stetten hat sich entspannt, daher war auch unsere Fraktion der Meinung, das Projekt dürfe nicht beendet werden – vielmehr müsse es weiterlaufen, um die Erfolge zu verstetigen.
Jedoch wird die Förderung zunächst lediglich für zwei Jahre weitergeführt, wir hätten freilich nichts gegen eine Entfristung gehabt – aufgrund der angespannten Finanzlage der Stadt war dies allerdings kaum durchsetzbar. Bedauerlicherweise war diese erneute Befristung Ursache dafür, dass sich die Stelleninhaberin anderweitig orientiert hat und bei der Stadt Stuttgart eine unbefristete Stelle antreten wird – was auch Sandra Fromme, die Geschäftsführerin des SJR, außerordentlich bedauert. Die Suche nach der Nachfolge hat bereits begonnen. Die Aufgabe für die Stadträte lautet nun, eine nachhaltige Finanzierung der Stelle in der mobilen Jugendarbeit zu erarbeiten. Das heißt: Es wird durchleuchtet, an welchen Stellen im Haushalt entsprechende Kürzungen vorgenommen werden können, um das Projekt finanziell dauerhaft tragen zu können.