14/07/2026
++Rückblick auf unseren Einsatz beim Jahrhunderthochwasser im Juli 2021++
Bereits 5 Jahre ist dieses einschneidende Erlebnis für viele Menschen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland Pfalz her. Das Jahrhunderthochwasser im Juli 2021. Insgesamt verloren 185 Menschen ihr Leben. Viele weitere wurden verletzt.
Alles begann am 14.Juli 2021 als es unaufhörlich in den betroffenen Regionen anfing zu regnen. In den Tagen darauf begann ein Einsatz welcher bis heute seine Nachwirkungen zeigt.
Aber wie haben wir dieses Ereignis erlebt? Das möchten wir noch einmal Erzählen.
Bereits am 15.Juli also nur kurze Zeit nach dem Beginn des Unwetters wurden wir durch unseren Regierungsbrandmeister mit der Hochleistungspumpe der Feuerwehr Emden (Stationiert bei uns in Borssum) in Voralarm versetzt.
Ab hier begann unser Einsatz. Wir bereiteten alle notwendigen Gerätschaften vor. Im Hintergrund wurde die Mannschaft für den Einsatz vor Ort vorgeplant. Gemeinsam mit der Ortsfeuerwehr Widdelswehr/Petkum, dem Versorgungszug sowie dem NKTW der Feuerwehrtechnischen Zentrale gingen wir in Bereitschaft. Eine konkrete Anforderung, lag zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor.
Dies sollte sich am folgenden Freitagnachmittag allerdings ändern. Wir wurden offiziell darüber informiert, dass wir uns auf den Weg nach Eschweiler in Nordrhein-Westfalen machen sollen. Die getroffenen Vorbereitungen zeigten ab diesem Moment ihre Wirkung. So konnten wir uns bereits Samstagfrüh, auf dem Weg machen.
Vor Ort eingetroffen zeigte sich für unsere Kräfte, das erste Ausmaß der Zerstörung. Ganze Wohngebiete waren nicht mehr zu erkennen. Autos, LKW und viele weitere Dinge waren völlig durch die Flut zerstört worden.
So begannen wir damit ein Industriegebiet, gemeinsam mit der Kreisfeuerwehrbereitschaft aus dem Niedersächsischen Holzminden, von den Wassermassen zu befreien. Über die Nacht hinweg, wurde durchgearbeitet. Die Anstrengung, zeigte schnell seine Wirkung. Bereits am nächsten Morgen, konnte durch uns vermeldet werden, dass wir eine neue Einsatzstelle anfahren können.
Nachdem die Aufräumarbeiten an der ersten Einsatzstelle abgeschlossen waren, wurden wir dafür eingesetzt, eine Pumpstation von den Wassermassen zu befreien.
Auch diese Einsatzstelle, konnte innerhalb eines Tages abgearbeitet werden. Im Anschluss daran, begannen die umfangreichen Aufräumarbeiten und wir konnten nach einer Stärkung an der FTZ in Eschweiler die Rückreise nach Emden antreten.
Wir pumpten während unseres Einsatzes im Katastrophengebiet über 7,5 Millionen Liter Wasser, und konnten damit einen kleinen Teil, zum schlussendlichen Einsatzerfolg beitragen.
Der Einsatz vor Ort zeigte aber auch wie sehr wir zusammenstehen wenn Hilfe gebraucht wird. Egal ob Feuerwehr, THW, Rettungsdienst oder Privatpersonen. Alle haben mit angefasst um das entstandene Leid zu lindern.
Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden mit dieser Chronik unseres Erlebten vor Ort, ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.