30/06/2026
Starkregen sorgt für mehr als 30 Einsätze in Emmerke
Der gestrige Starkregen mit Niederschlagsmengen von bis zu 80 Litern pro Quadratmeter stellte die Feuerwehr Emmerke und zahlreiche weitere Einsatzkräfte vor große Herausforderungen.
Die erste Meldung über einen vollgelaufenen Keller erreichte uns gegen 7:10 Uhr. Bereits wenige Minuten später häuften sich die Notrufe bei der Leitstelle Hildesheim so stark, dass gegen 7:20 Uhr die Örtliche Einsatzleitung (ÖEL) der Gemeinde Giesen alarmiert wurde. Ihre Aufgabe war es, die eingehenden Einsatzmeldungen zu koordinieren und die Leitstelle zu entlasten.
Bereits in der ersten halben Stunde wurden etwa 20 vollgelaufene Keller gemeldet – im weiteren Tagesverlauf kamen zahlreiche weitere hinzu. Die Wassermengen reichten dabei von wenigen Zentimetern bis zu etwa einem Meter Höhe in den Kellern.
Zusätzlich trat der Rössingbach über die Ufer. Im Bereich des Hochzeitswäldchens staute sich das Wasser an einer Mauer, wodurch mehrere Wege und Straßen gesperrt werden mussten. Aufgrund der Vielzahl der Schadenslagen wurde der "Ausnahmezustand" ausgerufen und weitere Einsatzkräfte aus den Ortsfeuerwehren Giesen, Ahrbergen, Groß Förste, Hasede und Sarstedt zur Unterstützung alarmiert.
Der Großeinsatz dauerte bis etwa 15:00 Uhr. Doch auch danach war der Tag für die Einsatzkräfte noch nicht beendet: Gegen 18:00 Uhr wurden drei weitere vollgelaufene Keller gemeldet. Diese Einsätze konnten schließlich gegen 21:00 Uhr noch rechtzeitig vor dem Fussballspiel abgeschlossen werden.
Insgesamt waren über 50 Einsatzkräfte im Einsatz und arbeiteten mehr als 30 einzelne Einsatzstellen ab. Besonders beeindruckend war dabei die große Einsatzbereitschaft: Viele Kameradinnen und Kameraden verließen ihre zum Teil weit entfernten Arbeitsstellen, um schnellstmöglich nach Emmerke zu kommen und zu helfen.
Leider mussten wir auch feststellen, dass trotz deutlich abgesperrter Einsatzstellen einige Verkehrsteilnehmer die Sperrungen missachteten. Dadurch wurden Einsatzmittel beschädigt und unsere Einsatzkräfte unnötig gefährdet. Wir appellieren eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer, Absperrungen zu respektieren. Sie dienen ausschließlich der Sicherheit aller Beteiligten.
Wir bitten außerdem um Verständnis, dass wir nicht jedem Betroffenen aus deren Sicht zufriedenstellend helfen konnten. Unsere Hochleistungspumpen arbeiten erst ab einer Wasserhöhe von etwa fünf Zentimetern zuverlässig. Bei geringeren Wassermengen stoßen auch wir an technische Grenzen. Auch eine komplette Entwässerung der Kellerräume muss bei einer solchen Schadenslage durch den Eigentümer selbst erfolgen. Daher empfehlen wir Hausbesitzerinnen und Hausbesitzern, für kleinere Wasserschäden einen einfachen Nass- und Trockensauger bereitzuhalten. Dieser kann im Ernstfall bei der Restentwässerung wertvolle Hilfe leisten und die Einsatzkräfte entlasten.
Zum Schluss möchten wir uns herzlich bei allen beteiligten Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz bedanken. Unser Dank gilt ebenso den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die ihre Mitarbeitenden kurzfristig für den Feuerwehrdienst freigestellt haben. Ohne diese Unterstützung wäre ein Einsatz in dieser Größenordnung nicht möglich gewesen.