30/07/2026
Gründüngung ist eine bewährte und natürliche Methode, die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig zu verbessern. Spezielle Pflanzen werden auf freien Beetflächen ausgesät, bedecken den Boden, schützen ihn vor Austrocknung und Erosion und lockern ihn mit ihren Wurzeln. Nach dem Mähen und Einarbeiten liefern sie wertvolle organische Substanz und fördern die Humusbildung. Gleichzeitig bereichern viele Arten den Garten mit ihren Blüten und bieten Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und anderen Bestäubern eine wichtige Nahrungsquelle.
Die Wurzeln verbessern die Bodenstruktur, erhöhen die Wasseraufnahme und helfen, Feuchtigkeit länger zu speichern. Tiefwurzelnde Arten holen Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten nach oben, während Leguminosen wie Lupinen oder Rotklee mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft binden und den Boden auf natürliche Weise anreichern. Zudem kann Gründüngung das Auftreten bestimmter Bodenschädlinge und -krankheiten verringern.
Welche Pflanzen geeignet sind, hängt von Boden, Standort und Aussaatzeit ab. Tiefwurzler wie Sonnenblume oder Ölrettich lockern den Boden, Phacelia, Buchweizen oder Gelbsenf überzeugen zusätzlich mit einer reichen Blüte und fördern die Artenvielfalt.
Je nach Art erfolgt die Aussaat vom Frühjahr bis in den Spätsommer. Nach der Blüte oder vor der Samenreife werden die Pflanzen gemäht und flach eingearbeitet oder als Mulch auf der Fläche belassen. So entsteht Humus, der das Bodenleben stärkt und die Wasserspeicherfähigkeit verbessert.
Besonders auf verdichteten Böden, etwa auf Neubaugrundstücken, hilft Gründüngung, die Bodenstruktur zu verbessern und den Garten optimal auf Pflanzungen oder die Einsaat einer Wiese vorzubereiten.
📸 pixabay/vilmagudeikaite