Nördlich zwischen Waltersleben und Erfurt liegt der 350 Meter hohe Steigerwald, südlich der etwa gleichhohe Rockhäuser Berg. Nachbardörfer sind Möbisburg im Westen, Rhoda im Norden, Egstedt im Osten, Rockhausen im Südosten und Eischleben im
Südwesten. Geschichte
Funde aus Jungsteinzeit und Bronzezeit belegen eine frühe Besiedlung der Walterslebener Flur. Waltersleben wurde 1227 erstmals urkundli
ch erwähnt. Im Mittelalter spielte der Waidanbau eine große Rolle. Das Bauerndorf war auch Erfurter Küchendorf und damit eng an die Stadt und deren kurfürstlich-mainzerische Herrschaft gebunden. So kam das Dorf 1802 bis 1806 und nach dem Wiener Kongress 1815 gemeinsam mit Erfurt an Preußen (Landkreis Erfurt). Juli 1994 wurde es nach Erfurt eingemeindet. Die ortsbildprägende evangelische Nikolaikirche wurde zu DDR-Zeiten baufällig, einsturzgefährdet und seit 1975 nicht mehr genutzt. Die barocke Turmhaube wurde 1984 abgerissen und durch ein flaches Notdach ersetzt. Zur Jahrtausendwende gründete sich ein Projekt zum Erhalt der Kirche, welches sie in den folgenden Jahren -finanziert durch Spenden und öffentliche Mittel- umfassend wiederherstellte. Heute befindet sich im Kirchturm der kleine Sakralraum, Glastüren zum Kirchenschiff -das jetzt das Dorfgemeinschaftshaus ist- können geöffnet werden. In einem Funktionsbau direkt neben der Kirche befindet sich die Ortsverwaltung. Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 31.12.2010
Gesamt: 435
Männlich: 223
Weiblich: 212
Einwohnerdichte (EW/km²): 90
Durchschnittsalter (Jahre): 43,4
Haushalte: 148
Von der Freiwilligen Feuerwehr und vom Feuerwehrverein organisierte Maifeuer und der „Tag der offenen Tür“ der FFW, die Turniere des Reitsportvereins, das Ortsteil- und Kindersportfest von Ortsteilbürgermeisterin und Ortsteilrat. Jung und Alt ist bei diesen Feiern anzutreffen, viele fleißige Helfer organisieren und bescheren Walterslebenern und Gästen erlebnisreiche Stunden. Am westlichen Rand der Gemarkung befindet sich der Autobahnzubringer Erfurt-West, ausgedehnte landwirtschaftliche Flächen und schließlich das Naturschutzgebiet "Wiesenbach". Von Egstedt über Waltersleben bis Möbisburg erstreckt sich diese geschützte Fläche entlang des Wiesenbachslaufs. Die karstigen Südhänge und der ehemalige Steinbruch zwischen Waltersleben und Möbisburg beherbergen ein Trockenrasenbiotop mit seltener Flora und Fauna. Waltersleben ist ein schöner begrünter Ort. Allein die Partnergemeinde Heidesheim/Rhein (die Partnerschaft wurde 1990 urkundlich besiegelt) pflanzte hier eine Freundschaftslinde, einen Speierling und 4 Ginkgo biloba. Gegenseitige Besuche zu Höhepunkten in unseren beiden Gemeinden finden auf politischer und kirchlicher Ebene statt. Infos siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Waltersleben